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Leseprobe
Kate blieb unschlüssig mitten im Zimmer stehen, hörte
die beiden Männer miteinander sprechen und ging dann an den Tisch, um das
Teeservice auf ein Tablett zu stellen und nach draußen in die Küche zu
tragen. Sie war gerade dabei, alles in den Waschtrog zu tun, als sie die
Eingangstür zufallen hörte. Sie wischte sich die Hände an einem Handtuch ab
und ging in die Diele.
„Willst du etwas essen, Nick? Ich habe noch einen
kalten Braten von gestern Abend. Ich hatte dich eigentlich später erwartet,
sonst hätte ich bereits gekocht gehabt.“ Sie bemerkte den seltsamen Blick,
den er ihr zuwarf und sah verwundert, wie er die Tür abschloss und ins
Wohnzimmer ging, um die Vorhänge zuzuziehen.
„Willst du nichts mehr, Nick? Hast du schon gegessen?“
„Ich will jetzt nichts essen“, sagte er ruhig, nahm
sie am Arm und zog sie mit sich die Treppe hinauf, nachdem er die
Petroleumlampe vom Haken genommen hatte. Sam hatte seinen Besuch so lange
ausgedehnt, dass die Dämmerung bereits hereingebrochen war und der Vorraum
in der oberen Etage schon fast im Dunkeln lag.
Sie folgte ihm verblüfft. „Was ist denn? Gehen wir
schon schlafen? Es ist doch erst acht Uhr vorbei.“
„Nein, schlafen werden wir noch nicht.“ Oben
angekommen blieb er vor ihrer Tür stehen, stellte die Lampe auf ein kleines
Tischchen daneben und trat dicht vor sie hin. Er öffnete langsam, fast
bedächtig, die Knöpfe ihrer Bluse, löste die obersten Häkchen ihres Mieders
und als er mit beiden Händen unter den seidigen Stoff fuhr und die zarten
Spitzen ihrer Brust suchte, wobei er sie hart an die Wand drängte, war es
Kate, als ginge ein Feuerstoß durch ihren Körper bis zwischen ihre Beine und
sie klammerte sich mit halbgeschlossenen Augen an seiner Jacke fest, als er
seine Lippen auf ihre presste und ihre Knie nachgeben wollten.
Sein Griff wurde fester, fordernder, während er sie
küsste, bis sie kaum noch atmen konnte. Dann plötzlich ließ er von ihr ab
und trat einen Schritt zurück.
Kate öffnete die Augen und sah ihn an. Er legte ihr
die Hand unter das Kinn, betrachtete sie nachdenklich und sekundenlang hatte
sie Angst, er würde sie jetzt einfach fortschicken, wie er das schon öfter
getan hatte. Und tatsächlich griff er an ihr vorbei, öffnete die Tür zu
ihrem Schlafzimmer und schob sie hinein.
Kate wehrte sich dagegen und wollte ihn mit sich
ziehen, aber er löste ihre Hand von seinem Jackenaufschlag. „Nick...“ Ihre
Stimme klang fast flehentlich und sie wusste, dass ihr Verlangen so deutlich
in ihren Augen geschrieben sein musste, dass er es nicht mehr übersehen
konnte.
„Zieh dich aus, ich komme gleich nach.“
Sie fühlte eine heiße Welle durch ihren Körper rasen,
als er hinter ihr die Tür schloss, um sein eigenes Zimmer aufzusuchen. Er
hatte so anders geklungen als sonst. Das war nicht der kühle, leicht
spöttische Tonfall gewesen, den er sonst für sie hatte, und in seinen Augen
hatte sie eine Leidenschaft erblickt, die ihre eigene Sehnsucht so sehr
entfachte, dass sie es kaum erwarten konnte, bis er zu ihr kam.
Sie zog mit bebenden Händen ihre Bluse von den
Schultern, öffnete dann den Verschluss ihres Rockes, streifte ihn von den
Hüften, ließ den weiten Unterrock, die spitzenbesetzte Hose folgen, das
Mieder und schlüpfte dann unter die Bettdecke. Ihr ganzer Körper schien vor
Erwartung zu schmerzen und sie setzte sich halb auf, als die Verbindungstür
zu Nicks Zimmer endlich aufging und er zu ihr hereinkam.
Er hatte lediglich die Jacke abgelegt und stand jetzt
in Hemd und Hose vor ihr.
„Komm her, Katharina.“
Es war keine Bitte, sondern ein Befehl und sie schlug
die Decke zurück, stand auf und trat vor ihn hin. Es erregte sie, vollkommen
nackt vor ihm zu stehen und seinen Blick auf ihrem Körper zu fühlen.
„Du bist wirklich eine schöne Frau, Katharina“,
murmelte er. „Aber ich werde dir abgewöhnen müssen, dich mit anderen Männern
zu unterhalten.“
Sie blickte forschend in sein Gesicht. „Was meinst du,
Nick?“
Er gab keine Antwort, sondern hob die Hände und fuhr
mit den Innenflächen in kleinen Kreisen über ihre Brustspitzen, die sich bei
der Berührung sofort noch mehr aufstellten. Dann glitten seine Hände von
ihren Brüsten aufwärts, über ihre Schultern und blieben dort liegen. „Zieh
mich aus“, sagte er nur.
Sie öffnete mit unsicheren Fingern die Knöpfe seines
Hemdes, er ließ sie kurz los, als sie es ihm über die Schultern und die Arme
streifte, und fuhr dann spielerisch mit der Hand durch ihr Haar, das sie
jetzt offen trug. „Weiter, Katharina.“
Sie griff nach seinem Gürtel, öffnete ihn, dann die
Knöpfe der Hose und schob sie von seinen Hüften. Als er endlich völlig nackt
vor ihr stand, sah sie, dass sein Glied schon hart und erregt war, und
fühlte ein fast überwältigendes Verlangen, es in die Hand zu nehmen und zu
spüren. Da er bisher jedoch niemals geduldet hatte, dass sie ihn berührte,
ohne zuvor von ihm dazu aufgefordert worden zu sein, blieb sie einfach nur
vor ihm stehen und sah ihn erwartungsvoll an.
„Leg dich auf das Bett.“ Seine Stimme klang heiser und
in seinen Augen brannte ein Begehren, das ihr völlig neu und fremd war. Sie
ging langsam zum Bett zurück, legte sich auf den Rücken, die Beine fast
geschlossen, die Arme neben dem Körper und suchte seinen Blick.
„Nimm die Arme über den Kopf.“
Sie hob die Arme hoch und er trat neben sie und ließ
seinen Blick über ihren Körper wandern.
„Jetzt öffne die Beine. Weiter.“
Sie atmete schnell und flach, als sie die Beine
spreizte, so weit, bis ihre bereits feuchte Scham offen vor ihm lag.
„Ist dir das unangenehm, Katharina?“
„Nein“, sagte sie zitternd. Es war ihr auch nicht
unangenehm, von ihm so angesehen zu werden, es erregte sie so sehr, dass sie
glaubte, es nicht mehr länger aushalten zu können, wenn er sie nicht endlich
berührte.
„Wenn ein anderer Mann das von dir verlangen würde“,
sagte er sinnend, beugte sich zu ihr hinunter und strich wie
gedankenverloren über ihren Körper, wobei seine Finger eine glühende Spur
hinterließen, „würdest du es dann tun?“
Kate fühlte, wie ihre Haut sich unter seiner Berührung
zusammenzog. „Nur wenn ich ihn liebe“, erwiderte sie flüsternd.
„Und wen liebst du?“, fragte er weiter.
„Dich“, antwortete sie sofort.
„Sag es.“
„Ich liebe dich“, stieß sie atemlos hervor.
Er setzte sich neben sie auf das Bett und legte schwer
seine Hand auf ihren Hals. „Lass dir niemals einfallen, diese Worte einem
anderen zu sagen, Katharina. Nicht im Ernst und nicht als Lüge.“
„Nein“, hauchte sie bebend und bog sich ihm entgegen,
als er mit aufreizender Langsamkeit seine Hand von ihrem Hals abwärts
gleiten ließ. Er strich über ihre Brüste, massierte sie sanft, aber fest,
sie fühlte ihre Brustspitzen unter seinen Fingern noch härter werden und
seufzte verhalten auf, als er sich über sie beugte, die Lippen um die rosige
Spitze ihrer linken Brust legte und seine Zunge feuchte Kreise um diesen
Mittelpunkt ziehen ließ, bevor er immer heftiger daran sog und sie einen
wohligen Schmerz fühlte, der sie tief aufstöhnen ließ.
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