Mond-Reihe: Mondkuss

Erschienen: 03/2007
Serie: Mond-Reihe
Teil der Serie: 2

Genre: Contemporary Romance
Zusätzlich: Dominanz & Unterwerfung, Vanilla

Location: Deutschland, Frankfurt

Seitenanzahl: 380


Erhältlich als:
paperback & ebook

ISBN:
Print: 978-3-86495-369-9
ebook: 978-3-86495-370-5

Preis:
Print: 13,90 €[D]
ebook: 6,99 €[D]

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Mond-Reihe: Mondkuss


Inhaltsangabe

Rafael ist schön wie ein Erzengel und wird von Männern und Frauen gleichermaßen begehrt - doch mit dem Thema „Liebe“ hat der Edel-Callboy und Stripper abgeschlossen. Das ändert sich schlagartig, als er eines Tages eine Frau erblickt, die ihn augenblicklich fasziniert. Er folgt der Unbekannten kreuz und quer durch die Stadt und denkt gar nicht daran, sich abwimmeln zu lassen. Tatsächlich schafft er es, die zurückhaltende Marleen mit seinen exzellenten Liebeskünsten zu verführen und ihr eine nie gekannte Welt der sinnlichen Genüsse zu zeigen.
Doch Marleen bereitet es Sorgen, dass Rafael jünger ist als sie, und dass sie ihn nie für sich alleine haben wird. Sie abrupt ihre erotische Beziehung. Alle Versuche Rafaels sie zurückzuerobern, prallen an ihrer kühlen Mauer aus Angst und Misstrauen ab. Als sie merkt, dass sie ohne ihren sündhaft schönen Callboy nicht leben kann, scheint es zu spät …

Die Fortsetzung von Astrid Martinis Erotik-Bestseller "Zuckermond".

 

Über die Autorin

Astrid Martini ist eine hungrige Leseratte, die mit Vorliebe Bücher sammelt. Immer, wenn sie ein gutes Buch zu Ende gelesen hat, ist es, als müsse sie Abschied von einem Freund nehmen.

Der Film "Bitter Moon" von Roman Polanski hat sie in...

Weitere Teile der Mond-Reihe Serie

Leseprobe

XXL-Leseprobe bei Book2Look

 

 

Szene 1

Marleen folgte Rafael in die schummrige Bar. Ein eigentümlicher Geruch lag in der Luft. Angenehm, aber seltsam schwer und zu Kopf steigend. Stimmengewirr, Gläserklingen, das Klacken von Absätzen, Lachen, helle Frauenstimmen, sinnliche Musik und eine erhöhte Tanzfläche, auf der sich eine junge Frau aufreizend an einer Tanzstange bewegte. Die Zeit des Vergnügens und des Leichtsinns hatte begonnen. Die zahlreichen Gäste tanzten, lachten, tranken.
Das Innere der Bar wurde durch unzählige Lichterketten und Kerzen in ein schummriges Licht getaucht. Eine Vielzahl von Spiegeln reflektierte das Licht, das schwarze Holz des Tresens...

...schimmerte wie dunkles Wasser. Leicht bekleidete Frauen jeden Alters saßen träge an der Bar, nuckelten genüsslich ihren Cocktail durch einen Strohhalm und warfen dem attraktiven Barkeeper, der für seine Cocktails bekannt war, begehrliche Blicke zu.
Marleen war einer schieren Reizüberflutung ausgesetzt. Wusste nicht, wo sie zuerst hinschauen sollte, sog die fremde Atmosphäre gierig in sich auf und spürte ein leichtes Kribbeln in ihrer Magengegend, was daher rührte, dass sie das alles hier mehr als aufregend fand. Innerlich schüttelte sie über sich selbst den Kopf, denn hätte ihr jemand vor ein paar Tagen geweissagt, sie würde ein derartiges Etablissement betreten und sich auch noch wohl fühlen, sie hätte denjenigen für verrückt erklärt. Die schwüle Atmosphäre raubte ihr fast den Atem. Umhüllte sie wie ein verführerischer Gastgeber und lud sie ein, sich einzulassen ... einzutauchen ... zu genießen. Sie schloss für einen Moment die Augen, sog den sinnlichen Geruch auf, der in der Luft lag und atmete einmal tief durch. Sie war bereit!
Die Bar war voll, und Rafael schien fast jeden zu kennen. Spärlich bekleidete Menschen – sowohl Männer als auch Frauen saßen an kleinen Tischen und nippten an ihren Cocktailkelchen.
„Champagner für Rafael und seine reizende Begleitung“, rief eine der Bardamen, eine dunkelhaarige, schon in die Jahre gekommene Frau mit bronzener Hautfarbe und Augen so klar und blau wie ein Bergsee. Rafael nickte ihr lächelnd zu und bahnte sich einen Weg zu einer Nische mit Blick auf die Tanzfläche.
Die Gäste, die größtenteils in der Mitte des Raumes standen und gebannt auf das tanzende Mädchen starrten, machten bereitwillig Platz für zwei auffallend hübsche junge Frauen, die sich einen Weg durch das vollbesetzte Lokal suchten. Die eine war zart, grazil, blond und trug ein violettfarbenes, tief dekolletiertes Satinkleid, die andere war etwas größer, hatte rehbraunes glänzendes Haar, eine eher üppige Figur und trug ein grünes Samtkleid, welches ihr makelloses Dekolleté betonte. Die beiden Schönheiten lehnten sich an den glänzenden Tresen, nahmen lachend die Drinks entgegen, die man ihnen wie selbstverständlich reichte, nippten kurz und waren bald in ein Gespräch mit Gästen – vor allem Verehrern – vertieft. Sie lachten kokett und mädchenhaft, genossen die bewundernden Blicke.
Rafael setzte sich Marleen gegenüber, folgte ihrem interessierten Blick und lächelte. „Das sind zwei der Tänzerinnen des Clubs. Kleine Stars in der Szene, die schon für manche Überraschung gesorgt haben.“
„Du bist oft hier?“
„Könnte man so sagen.“ Er schmunzelte, hob sein Glas und stieß augenzwinkernd mit ihr an. Dann stellte er sein Glas ab, streckte eine Hand unter den kleinen runden Tisch und raunte: „Gib mir deinen Fuß.“
Rafaels Blicke hinterließen eine heiße Spur auf ihrem Körper, berührten sie wie liebkosende Hände. Sie wanderten über ihr Gesicht, ihren Hals, weiter hinab zu ihren Brüsten, die sich durch ihre Atmung anmutig hoben und senkten.
Sie hing an seinen Lippen. Gehorsam hob sie ein Bein an und legte ihre Fessel in seine wartende Hand, während sie hastig ihr Champagnerglas leerte. Der Alkohol stieg ihr sofort zu Kopf, denn sie hatte den ganzen Tag über so gut wie nichts zu sich genommen. Sein Daumen, der ihren Fuß liebkoste, machte sie ebenso schwindelig wie der Blick in die unzähligen Spiegel ringsherum, die die intime Atmosphäre des Clubs ins Unendliche zu vervielfältigen schienen. Ihre Poren sogen sich voll, nahmen die sinnliche Schwere vollkommen in sich auf, und sandten lustvolle Schauer durch ihren Körper.
„Und nun knöpfe dein Kleid ein Stück auf. Ich will sehen, ob du brav warst und auf Wäsche verzichtet hast.“ Bei diesen Worten streifte Rafael ihr den Schuh vom Fuß, warf ihr einen intensiven Blick zu und begann ihre Zehen zu massieren. Sie genoss seine zärtlichen Hände, seinen tiefen Blick und die plüschige Enge dieser Nische – zusammen mit ihm. Sie war nicht mehr von dieser Welt. Entrückt und erwartungsvoll bebend spürte sie, wie ihre Schamlippen anschwollen. Allein die Erinnerung an das, was er in ihrem Büro mit ihr gemacht hatte, ließ sie feucht werden. Marleen erwiderte seinen Blick und griff langsam zum ersten Knopf ihres Kleides. Vier Knöpfe, dann fiel der obere Teil des Kleides auf, von den hart aufgerichteten Brustspitzen auf halbem Weg aufgehalten.
„Nimm sie in die Hand und stell dir vor, es seien meine Hände, die dich berühren, über deine Nippel streichen und sie sanft reiben. Roll sie ganz vorsichtig, zwirbele sie ein wenig und dann lege deine Zeigefinger drauf und bleib so.“
Sie lehnte sich zurück, ließ sich von seiner Stimme führen und gab sich ganz den Bildern hin, die seine Worte in ihr auslösten. Es waren nicht mehr ihre Hände, die ihre Brustwarzen liebkosten, drückten, rieben und sie hart wie Diamanten abstehen ließen – fordernd und obszön.
Rafael spielte mit ihren Zehen, riss ein Loch in den Fuß ihres Strumpfes und legte seine Handfläche auf ihre Fußsohle. Dann führte er ihren Fuß zu seiner Mitte und legte die entblößte Fußsohle zwischen seine Beine. Ihr Verlangen wuchs. Mit glühenden Wangen, feuchten Lippen und fiebrig glänzenden Augen saß sie da, die Zeigefinger auf ihren Nippeln liegend, rutschte auf der Plüschbank hin und her, um der wachsenden Spannung zwischen ihren Schenkeln Herr zu werden.
„Du bist wunderschön und verführerisch wie du da sitzt, mit verklärtem Blick und feuchten Lippen. Ich würde gerne fühlen, ob deine anderen Lippen ebenso feucht sind.“
Sie keuchte auf.
„Möchtest du, dass ich nachsehe?“
Ihre Lider flatterten, ihr Mund wurde trocken und ein leichter Schwindel erfasste sie, doch sie nickte.
Er lächelte, gab ihren Fuß frei und schob seinen Stuhl nah an den ihren heran. Sein Blick brannte auf ihrer Haut, während seine Hand sich auf ihr Knie legte und im Schutz des Tisches und des schummrigen Lichtes der Bar langsam höher wanderte. Sie schloss für einen Moment die Augen. Unwillkürlich öffnete sie ihre Schenkel und genoss die zarte Berührung, die seine Hand hinterließ, während diese sich immer weiter zum Lustzentrum vorarbeitete.
„Möchtest du meine Finger in dir spüren?“, flüsterte er. Sein Atem kitzelte ihr Ohr, was den Rauschzustand, in dem sie sich befand, noch verstärkte.
„Ganz tief in dir?“
Sie stöhnte auf.
Seine Finger hatten sich in ihren weichen Falten vergraben, und er begann sie langsam und erfahren zu reizen.

Szene 2

Wieder einmal wartete sie verzweifelt, aber vergeblich auf einen Anruf von Rafael. Sie ließ das Display ihres Handys kaum aus den Augen. Sobald das rote Lämpchen ihres Anrufbeantworters blinkte, raste sie hin. Schmerzende Sehnsucht war ihr ständiger Begleiter.
Okay, sie hätte die Bar, in der er als Stripper arbeitete, aufsuchen können … dort hätte sie ihn sicherlich angetroffen. Doch diese Blöße wollte sie sich nicht geben. Außerdem fehlte ihr der Mut, ohne ihn dort aufzukreuzen.
Marleen litt Höllenqualen. Sie konnte nur noch einschlafen, wenn sie sich seine Hand auf ihrem Körper vorstellte, seinen glühenden Blick, seine geflüsterten Worte. Dieser schöne junge Mann, der so gar nicht in ihre Welt passte, hatte ihr gehörig den Kopf verdreht. Sie erkannte sich nicht wieder, vergaß wer sie war und wartete mit brennendem Verlangen auf das Zeichen eines Mannes, der viel zu jung und flippig für sie war.
Sie war besessen von seinem Atem auf ihrer Haut, von seinen Worten, seinen Liebeskünsten und dem erotischen Einfallsreichtum. Sie wollte mehr davon, wollte alle sexuellen Abgründe mit ihm erforschen, wünschte sich aber gleichzeitig, sie besäße die Kraft, die Begegnung mit Rafael als kurze Episode in eine Schublade zu stecken, diese dann fest zu verschließen und nie wieder zu öffnen. Sie hatte Angst vor diesen neuen Gefühlen, die sie überschwemmten und alles andere in ihr fortspülten.
Müde verließ sie die Kanzlei. Es war schon spät, dennoch hatte sie es nicht geschafft, alle Akten durchzugehen. Also hatte sie sich die restlichen Ordner eingepackt, um sie zu Hause durchzugehen.
Und dann sah sie ihn plötzlich. Ein paar Meter entfernt lehnte er an der Motorhaube ihres Wagens – lässig und attraktiv.
Marleen zuckte zusammen, blieb stehen und atmete tief durch. Schließlich schritt sie langsam auf ihn zu.
„Hallo, Prinzessin. Du kommst spät.“ Sein Lächeln war entwaffnend, seine Stimme eine Offenbarung.
In ihr kämpften tiefe Freude und aufsteigender Ärger um die Vorherrschaft. Wie selbstverständlich er dort stand … auf sie wartete … frech … fordernd … siegessicher. Ganz so, als wüsste er von ihren ruhelosen Tagen und Nächten, von ihrer Sehnsucht und dem brennenden Verlangen.
Noch ein paar Schritte, dann befand sie sich genau vor ihm.
Da stand er, so dreist und selbstsicher wie bei ihrer ersten Begegnung. Ihre Brustwarzen stellten sich, ihr Bauch flatterte, ihr Herz raste. Wildes Verlangen pochte in ihrem Inneren, während sie ihm einen kühlen Blick zuwarf.
„Warum zum Teufel tust du das?“ Ihre Stimme bebte, war brüchig.
Die Hände tief in die Hosentaschen vergraben, legte er den Kopf schief, grinste. „Ich bin ebenfalls erfreut, dich zu sehen.“
„Warum?“, wiederholte sie leise … tonlos.
„Warum, was?“
„Du tauchst nach Belieben bei mir auf, verführst mich und verschwindest dann ohne ein Sterbenswörtchen. Wie es mir dabei geht, scheint dich nicht zu interessieren.“ Sie holte Luft, fuhr dann fort: „Ich bin kein Spielzeug, das man in die Ecke stellt, wenn man genug hat und nach Lust und Laune wieder hervorholt.“
Sie wandte sich ab. Blitzschnell ergriff er ihr Handgelenk, zog sie an sich. Sein heißer Atem streifte ihr Ohr. „Natürlich interessiert es mich, wie es dir geht.“ Sanft legten sich seine Lippen auf die ihren. Er begann an ihrer Oberlippe zu saugen, nahm die Unterlippe dazu und schob seine Zunge dazwischen. Ihre Knie wurden weich. Sie klammerte sich an ihn, als er sie mühelos anhob und auf die Kühlerhaube setzte.
„Du bist für mich mehr als ein Spielzeug“.
Sie schloss die Augen, lehnte sich an seine Schulter, atmete seinen unvergleichlichen Geruch ein. „Wieso spüre ich das nicht? Du kommst und gehst, wie es dir beliebt und …“ Sie brach ab, musste schlucken, denn ihre Stimme drohte nachzugeben.
Rafael schwieg, blickte ins Leere. „Ich gebe zu, ich habe es so genommen, wie es sich ergab. Bequem und ohne Risiko.“ Erneut schwieg er, atmete tief durch und fuhr fort: „Ich muss mich erst daran gewöhnen, dass es nun jemanden gibt … in meinem Leben. Jemand, der mir schon jetzt etwas bedeutet, der mir nahe kommt. Beinahe schon zu nah. Es steckt eine gehörige Portion Selbstschutz dahinter.“
„Keine andere Frau? Eine jüngere?“ Kaum hatte sie diese Worte ausgesprochen, hätte sie sie am liebsten zurückgenommen. Sie schämte sich.
Rafaels Daumen liebkoste ihr Kinn. „ Nein, eine andere Frau ist es nicht. Ich weiß nicht, wie ich es erklären soll.“
Minuten voller Schweigen. Minuten, in denen Marleen das Schlimmste befürchtete. War sie ihm zu viel? Hatte er genug von ihr? Oder war sie ihm plötzlich doch zu alt?
Rafael, bitte sag was. Irgendwas. Bitte.
Sie hörte ihn seufzen. Dann begann er zu reden. „Es ist nicht einfach für mich. Ich wollte mich nie wieder auf einen Menschen einlassen, niemanden mehr so nah an mich herankommen lassen. Doch dann begegnete ich dir und konnte mich nicht wehren gegen diese unabwendbare Anziehungskraft. Erfreute mich daran, empfand aber auch Angst. Ich nahm mir vor, die Euphoriebremse zu treten, um nicht zu fallen … denn je höher man fliegt, umso tiefer fällt man. Und es ist nun mal eine Tatsache, dass sich unsere Lebensweisen gravierend voneinander unterscheiden. Ich bin ein Stripper, stehe spät auf und liebe das Nachtleben in der City. Du bist eine erfolgreiche Anwältin, eine Frühaufsteherin mit geregeltem Ablauf.“
Marleens Herz klopfte zum Zerspringen. „Ist das ein Problem für dich?“
„Für mich nicht.“ Er blickte sie nachdenklich an. „Aber vielleicht für dich!?“
Sie schlang die Arme um seinen Hals, presste sich an ihn. „Niemals!“
„Bist du sicher?“
„Mehr als sicher.“
„Eine Anwältin und ein Stripper … der Gedanke schreckt dich nicht ab?“
„Solange ich weiß, dass ich die Einzige für dich bin, nicht.“
Rafael zuckte kurz zusammen, dachte nach. Leichte Panik überfiel ihn. Diese Person kam ihm nah – fast schon zu nah. Berührte ihn in seiner Seele, wurde mehr für ihn als eine aufregende Geliebte – sondern eine Frau, deren Gegenwart ihn berauschte. Schnappte die Falle nun zu? Sollte er weitergehen, oder es dabei belassen?
Er blickte ihr tief in die Augen, verzog keine Miene. Indem sie ihre Verletzlichkeit offenbart hatte, hatte sie das Tor, das er eigentlich verschlossen halten wollte, mit wehenden Fahnen aufgestoßen. Er entschied sich dafür, dass diese Frau es wert war. Er wollte sich weiter vorwagen, sie von der Peripherie in seine Mitte lassen. In sein Inneres, da, wo er verletzbar war, wo es keine Grenze gab, die ihn davor schützte, verletzt zu werden. Er lächelte, nahm sich vor, seinen Job als Callboy in der nächsten Zeit zu reduzieren, eventuell für eine Weile stillzulegen. „Da gibt es keine neben dir.“
„Das wollte ich hören.“ Sie lachte befreit auf, rutschte von der Motorhaube.
Rafael sagte nichts, schaute ihr mit einem leichten, nachdenklichen Lächeln auf den Lippen tief in die Augen. Heiß und kalt rann es ihr den Rücken herunter, ihr Mund wurde trocken, und ihr Herz klopfte bis zum Hals. Wohlige Schauer durchliefen ihren Körper. Ihre Knie wurden weich wie Pudding, doch bevor sie einknicken konnte, umfasste Rafael ihre Schultern und zog sie langsam an sich. Wie im Rausch schloss sie die Augen und gab sich ganz dem süßen Gefühl hin, welches sich schlagartig in ihr breit machte.
Atemlos öffnete sie die Lippen, und während sie sich noch sehnsüchtig wünschte, er möge sie endlich küssen, spürte sie, wie sich seine Lippen auf die ihren pressten. Seine Zunge begann zunächst die Konturen ihrer Lippen zu umfahren, verschaffte sich dann mit Nachdruck einen Weg ins Innere und forderte ihre Zunge zum Duell.
Er umfasste ihren Nacken, bog ihren Kopf zurück und grub seine Zähne spielerisch in ihren Hals. Langsam begann er die Knöpfe ihrer Bluse zu öffnen, streifte sie ihr über die Schultern. In seinen Augen blitzte es auf, als er seinen Blick über ihre Brüste gleiten ließ, die nur noch von zarter Spitze bedeckt waren. Er griff unter ihren Rock und zerriss mit einem Ruck ihr Spitzenhöschen. „Das brauchst du jetzt nicht. Außerdem ist es nass … klitschnass.“
Sie warf den Kopf in den Nacken, keuchte. Seine Finger hinterließen eine glühende Spur auf ihren Hüften, ihren Schenkeln und ihrem Gesäß.
Da stand sie nun – nur ein paar Meter von der Kanzlei entfernt auf dem Firmenparkplatz – mit hochgeschobenem Rock, halterlosen Strümpfen und ohne Höschen. Normalerweise sollte sie diese Tatsache schockieren. Die Angst, entdeckt zu werden, müsste riesengroß sein, doch sie war zu keinem klaren Gedanken fähig. Sie spürte lediglich, dass sich jede einzelne Zelle ihres Körpers nach Rafaels Berührungen sehnte, und sie es nicht erwarten konnte, ihn zu spüren.
Erneut hob er sie auf die Motorhaube. Der kühle Lack unter ihrem nackten Hinterteil ließ sie kurz zusammenzucken.
„Spreiz die Beine.“
Sie gehorchte.
„Noch ein Stückchen weiter.“
Wortlos tat sie, was er wünschte.
Er drückte sie nach hinten. „Stütz dich mit den Ellbogen ab.
Marleen befolgte seine Anweisungen.
Er umfasste ihre Waden und hob ihre Beine an, bis ihr Unterleib gen Himmel gestreckt war. Sie spürte, wie er ihre nach oben ragenden Schenkel noch weiter auseinanderschob und eingehend ihr entblößtes Geschlecht betrachtete. Eine Hand stützte ihre Beine ab, während die andere auf Entdeckungsgreise ging. Sein Mittelfinger glitt in die feuchte Spalte und stimulierte die Innenwände ihrer Vagina. Sie wurde unruhig, wand ihr Becken mit dem Verlangen, sich an seinem Körper zu reiben.
„Rafael … bitte“, flehte sie.

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