Erotische Romane von Frauen für Frauen ...

 

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Warte, bis es dunkel ist

Eva Indra

 

Preis eBook: € 2,50

Format: Adobe Reader PDF

Erotikfaktor: 

Genre(s): Zeitgenössisch

Themen: Ménage à trois (und mehr), Novelle

 

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Inhaltsangabe:

 

Die Wissenschaftlerin Ursula ist seit langem heimlich in ihren verheirateten Chef Colin verliebt. Bei einer Frust-Discotour mit ihrer Freundin lernt sie Mark, einen attraktiven Schwarzen, kennen, der eine starke erotische Anziehungskraft auf Ursula ausübt. Mark nimmt sie in dieser Nacht mit in sein Loft, wo sie bald Besuch von Marks sexy Freunden erhalten ...

 

Der Auftakt zu einer heißen Orgie – und einer großen Liebe!

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Über die Autorin:

 

Eva Indra wurde 1969 in Wien geboren. Nach dem Abitur absolvierte sie eine Ausbildung zur Hotelkauffrau. Ihre darauf folgende Tätigkeit als Catering Manager einer Airline ermöglichte ihr, ihre Reiselust auszuleben. Kaum heimgekehrt, zog sie von Wien nach London, wo sie fünf Jahre lang lebte. In London lernte sie auch viele Schriftsteller kennen, die sie dazu animierten, ihre erotischen Schriften an die Öffentlichkeit zu bringen. Anschließend lebte und arbeitete sie mehrere Jahre in Rom. Eva Indra spricht fließend Englisch, Italienisch und Französisch und lebt im Herzen von Wien.

 

Besuchen Sie auch die Website der Autorin: www.evaindra.de

 

Ebenfalls von Eva Indra im Plaisir d'Amour Verlag erschienen:

Sündige Verführung

Kopfüber unter Wasser

Bis aufs Blut

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Leseprobe:

 

Aus der Ferne betrachtet wirkte er noch interessanter. Der Kragen seines weißen Hemdes hob sich deutlich von der Dunkelheit auf der Tanzfläche ab. Er bewegte sich wie ein Gott. Ja, er hatte ein Talent zum Tanzen. Es schien Ursula fast so, als bewegte er sich in einem schwerelosen Raum. Seine langen Gliedmaßen wiegten sich nach dem Rhythmus der Soul Musik wie Schmetterlinge auf Nahrungssuche. Für einen Moment setzte ihr Atem aus, als sie ihn kurz darauf mit einer Frau tanzen sah. Es war eine hübsche schwarze Frau mit einem tiefgeschnittenen weißen Top und einem schwarzen Minirock  Sie umschlang nun Marks Hals. Ursula nahm einen tiefen Atemzug und ließ ihren Blick nicht mehr von Mark. Seine Miene war unverändert. Und doch spürte sie, dass ihm diese Frau etwas lästig fiel. Oder bildete sie sich das nur ein? War sie gar eifersüchtig? Sie lehnte sich auf die Sitzbank zurück, um darüber nachzudenken.

Er sah gut aus. Er war sogar sehr attraktiv. Er hatte einen tollen Körper und ein hinreißendes Lächeln. Vielleicht war sie ihm wegen des Uniform-Gesäusels auf den Leim gegangen. Nein, das allein konnte es nicht gewesen sein. Aber warum störte es sie so sehr, dass er mit dieser langbeinigen Frau tanzte? Sie leerte ihr Glas mit einem Zug. Ungeduldig winkte sie den Kellner herbei, um sich noch einen Cocktail zu bestellen.

Verdammt noch mal! Warum bin ich so verklemmt? Noch bevor der Cocktail serviert wurde, sprang sie auf die Beine. Sie zitterte vor Aufregung, als sie auf die Tanzfläche ging. Haltung!, mahnte sie sich selbst und wiegte sich im Rhythmus der Musik. Als sie Mark kurz anblickte, begrüßte er sie mit einem umwerfenden Lächeln. Sie legte ihren Kopf in den Nacken, schloss die Augen und ließ sich treiben. Der Alkohol vermischte sich wohl eben erst mit ihrem Blut, denn ihre Bewegungen wurden zunehmend geschmeidiger. Sie öffnete für einen Augenblick ihre Augen und sah, dass Mark sie aufmerksam unter gesenkten Lidern beobachtete. Ursula glaubte ihm anzumerken, dass ihm die Klette im Minirock auf die Nerven ging. Ihr schien, dass auch seine Lust zu ihr mit jeder Sekunde größer wurde. Ursula entzog sich seinem Blick und drehte sich in einem plötzlichen Entschluss in die andere Richtung. Auf das, dass ihre Drehung in den harten Bauchmuskeln eines fremden Mannes landen würde, war Ursula nicht vorbereitet gewesen. Auch nicht darauf, dass sie durch diesen Aufprall das Gleichgewicht verlor und in sich zusammensackte. Erst als feste Hände sie unter den Achseln fassten, sie wieder auf die Beine stellten, und sie in dunkle Augen sah, hatte sie sich wieder unter Kontrolle. Der kann nur ein Basketballspieler sein! dachte sich Ursula und schenkte ihm ein dankbares Lächeln. Es war Ursula peinlich, dass ihr das ausgerechnet vor Mark und dieser Tussi passieren musste. In der Zwischenzeit war der Basketballspieler davon ausgegangen, dass Ursulas dankbares Lächeln eine Anmache war. Wie ein räudiger Hund rieb er seine halbe Erektion an ihrer Brust. Ursula durchzog ein kalter Schauer. Was hatte sie sich nur dabei gedacht, alleine als blonde, blauäugige Frau auf diese Tanzfläche zu kommen? Am meisten ärgerte sie, dass sie sich eingebildet hatte, Mark würde an ihr Gefallen finden. Sie musste raus hier! Jetzt gleich! Wo war eigentlich Hazel?

»Verzeih mir, aber ich muss dich retten!«, sagte eine angenehme Stimme, die Mark gehören musste. Dann schnappte er ihre Hand und zog sie von der Tanzfläche.

»...und wer sagt dir denn, dass ich gerettet werden wollte«, antwortete Ursula forsch und hatte sich plötzlich wieder unter Kontrolle.

»Der ist doch viel zu groß für dich!«, antwortete Mark ganz neutral.

»Wie darf ich das denn verstehen?!«, entgegnete sie ihm und lachte herzlich.

»Du bist mir eine ganz Durchtriebene«, antwortete er ihr, als sie ihren Tisch erreicht hatten.

»Hast du Hazel gesehen?«, fragte Ursula ihren Begleiter, weil sie sich langsam Sorgen machte.

»Ja! Die sitzt dort drüben!«, antwortete Mark und deutete auf einen kleinen Tisch in der Ecke des Lokals.

Ursula erkannte, dass Hazel mit gespreizten Beinen auf dem Schoß eines Mannes saß und ihn abknutschte. Als sie dann ihren Blick wieder auf  Mark richtete, schämte sie sich etwas für ihre Freundin. Sie genierte sich auch für sich selbst, die wie zugeknöpft einen halben Meter entfernt von Mark saß und nervös an ihrem roten Strohhalm saugte. Vielleicht war es Zufall, vielleicht war es aber auch sein enormes Einfühlungsvermögen, dass er ihr plötzlich den Strohhalm aus dem Mund zog und sie küsste. In ihrem Kopf herrschte Chaos. Da war einerseits die Ursula, die in ihren englischen Boss verliebt war, und ihr gegenüber stand die neugierige Ursula, die Gefallen an diesem fremden Lippen fand. Warum quäle ich mich so?! Es ist ja nur ein Kuss. Aber was für ein Kuss das war. Sie glaubte in seinen üppigen Lippen zu ertrinken. Sie glaubte, unter seinen Händen, die ihr Haar zärtlich streichelten, zu zerschmelzen. Ja, sie hatte das Gefühl, den Boden nicht mehr unter den Füssen zu spüren. Als sie in ihrem Höhenflug ihre Augen für einen Augenblick öffnete, sah sie Hazel vor sich stehen.

»Ursi! Sei mir nicht böse... aber ich muss nach Hause. Ich glaube, ich habe zuviel von dem Erdbeercocktail getrunken. Mir ist ganz und gar nicht gut und...«, sagte Hazel.

Mit einem Satz war Ursula auf den Beinen.

»Ich bringe dich nach Hause! Das kommt gar nicht in Frage, dass du...«, erklärte Ursula.

»Aber nein! William bringt mich doch nach Hause!«, erwiderte Hazel. »Nicht wahr, William?«, sagte sie und drehte ihren Kopf leicht zu William, der hinter hier stand. William nickte zustimmend.

Erst jetzt ging Hazel ein Licht auf. Hazel wollte mit William alleine sein! Sie hatte gar nicht zuviel getrunken! Das war nur eine fadenscheinige Ausrede... eine Ausrede, die Ursula ihr aber nicht übel nahm.

»Ich lass den Schlüssel in dem Blumentopf vor der Tür, okay? Mark wird dich nach Hause bringen... das ist doch so, Mark!«, sagte Hazel ungeduldig. Man merkte ihr an, dass sie in Eile war.

Mark erhob sich und streifte sich seinen Anzug glatt. Ursula vermutete, dass er eine Erektion in der Hose hatte.

»Na klar! Kein Problem!«, antwortete er mit belegter Stimme.

»Komisch!«, stieß Ursula aus, als Hazel und William sich verabschiedet hatten.

»Was ist komisch?«, fragte Mark und sah sie mit einem eindringlichen Blick an.

»Ach nichts!«, sagte Ursula kurz. Sie wusste selbst nicht ganz genau, was sie damit eigentlich meinte. Sie wusste nur, dass sie mit einem Mal plötzlich todmüde war.

»Wollen wir auch gehen?«, fragte Mark und fand wieder einmal die richtigen Worte.

Die frische Luft traf Ursula wie ein Schlag ins Gesicht. Plötzlich schien alles unheimlich schwierig und kompliziert. Wie sollte sie denn nach Hause kommen? Würde sie Mark wirklich heimbringen? Oder sollte sie sich ein Taxi leisten? Und Hazel? Würde sie ihre Heimkehr wirklich schätzen? Oder wollte sie lieber allein mit William sein? Fragen ohne Antworten schwirrten in ihrem Kopf. Beklemmend ruhig und unheimlich leer gefegt schien plötzlich diese Gegend vor dem Nachtklub zu sein. Ursula durchzog ein kalter Schauer.

»Du zitterst ja!«, stellte Mark fest und legte seine Jacke über ihre nackten Schultern.

»Ich werde mir ein Taxi rufen!«, sagte Ursula und wusste nicht einmal, ob es die richtige Entscheidung war.

»Das kommt überhaupt nicht in Frage!«, sagte Mark bestimmt.

Als er den Wagen vor seiner Wohnung einparkte, war sie ihm dankbar dafür, für sie eine Entscheidung getroffen zu haben.