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Leseprobe:
»Nicht unweit davon
war Lea in Thomas Wohnung geplatzt. Sie hatte ihn doch glatt aus dem Schlaf
geläutet!
»Wie spät ist es
denn?«, waren seine ersten Worte, als er sie sah.
»Es ist unheimlich
spät! Entschuldige! Hab’ ich dich geweckt?«, fragte sie und wusste nur zu
gut, dass ihr später Besuch unverzeihlich war.
Thomas nickte müde
aber gewährte ihre ohne Aufschub Einlass in seine Wohnung. Seine Bleibe
hatte ihr immer besonders gut gefallen. Da war ein großes, kuscheliges Sofa
mit vielen bunten Kissen, ein Coachtisch aus massiven Holz, reich bestückte
Bücherregale... kurzum, man fühlte sich wohl in dieser Wohnung. Viel wohler
jedenfalls als in Stefans ultra-modern eingerichteter Wohnung, dachte Lea
und seufzte. Und dennoch. Etwas beunruhigte sie. Verstohlen blickte sie sich
in seiner Wohnung um. Sie suchte nach Anhaltspunkten... eine gedankenlos
zurückgelassene Handtasche am Küchentisch vielleicht... Ja sie war auf der
Suche nach Dingen, die eine eventuelle Anwesenheit einer anderen Frau
verrieten. War er denn wirklich allein?
»Ist was passiert?«,
fragte Thomas und rieb sich den Schlaf aus den Augen.
Lea dachte über seine
Frage nach. War etwas passiert? Ruhelos trabte Lea auf dem Parkettboden des
Wohnzimmers umher und gab ihm doch keine Antwort.
»Tee?«, fragte Thomas
und machte sich auf den Weg zur Küche.
»Gerne«, antwortete
Lea und folgte ihm nach. dass er ihr eine Tasse Tee angeboten hatte,
schätzte Lea sehr. Es war für sie eine Abwechslung. Eine erfrischende
Abwechslung zu Stefans Weinfaible. War Thomas der Typ von Mann, nach dem sie
sich immer gesehnt hatte? Lea atmete tief durch und versuchte ihre Gedanken
zu ordnen. Doch das fiel ihr nicht leicht. Wie konnte man klar denken... in
einem Moment, indem ein durchtrainierter, muskulöser und wohlgeformter Mann,
mit nur weißen Boxershorts bekleidet vor einem stand und Tee aufkochte.
Genau genommen stand er mit dem Rücken zu ihr. Lea war froh darüber, denn
somit hatte sie mehr Zeit den Körper dieses Adonis zu bewundern. Als ihr
Blick auf seinem knackigen Arsch hängen blieb, stieß sie unabsichtlich einen
tiefen Seufzer aus. So laut, dass Thomas sich zu ihr umgedreht hatte und sie
nun fragend anblickte.
»Wo ist Stefan?«,
erkundigte er sich und reichte ihr eine Tasse heißen Kamillentee.
»Es ist es aus! Es
ist vorbei zwischen mir und Stefan«, hörte sich Lea sagen und realisierte
zum ersten Male, das dem wirklich so war.
»Ach so?! Seit wann
denn? Ich dachte...«, fragte er erstaunt.
»Seit gestern abend«,
antwortete Lea und senkte ihren Blick.
»Das tut mir leid«,
antwortete er und senkte auch seinen Blick zu Boden. »Mir nicht!«, kam es
aus Lea gesprudelt in dem Moment indem ihr Blick auf Thomas gutes Stück,
dessen Konturen deutlich durch den dünnen Stoff seiner Boxershorts zu
erkennen war, hängen geblieben war.
Thomas zog irritiert
seine Augenbrauen hoch und blickte sie fragend an.
Lea hätte ihm soviel
zu sagen gehabt. Auch die ganze Geschichte mit Stefan hätte sie ihm erzählen
können. Thomas wäre mit Sicherheit ein guter Zuhörer gewesen. Aber sie hatte
keine Lust dazu. Keine Lust auf traurige Geschichten.
»Kann ich heute Nacht
hier bleiben?«, hörte sie sich statt dessen sagen und war über sich selbst
überrascht.
Thomas verschluckte
sich an dem heißen Tee.
»Ich weiß es ist...
«, setzte Lea erklärend fort.
»Ich glaube nicht,
dass das eine gute Idee ist. Was würde Stefan dazu....«, unterbrach er sie
abrupt.
»Ich weiß... Ich
meine, ich kann mir vorstellen, dass... aber ich weiß wirklich nicht
wohin und...«, versuchte Lea zu erklären. Ihr war mit einem Male klar
geworden, dass sie nichts anderes auf dieser Welt wollte, als in Thomas
Armen einzuschlafen.
»Wo ist denn deine
Freundin geblieben? Wie hieß sie noch gleich...?«
»Piroschka!«, kam Lea
ihm zur Hilfe.
»Ja richtig!
Piroschka! Was für ein Name! Hübsch eigentlich«, sagte er und nahm noch
einen Schluck vom Tee.
Lea stellte ihre
Tasse zur Seite.
»Kann ich mal...«,
sagte sie und blickte sich suchend um.
»Ja, natürlich!
Zweite Türe links«
Lea verschwand ins
Bad. Sie war in eine Sackgasse geraten. Wie sollte sie es anstellen über
Nacht in seiner Wohnung zu bleiben? Ihr musste etwas einfallen und zwar
schnell. Sie wollte nicht zu sich nach Hause fahren. Sie kannte diese
einsamen Nächte viel zu gut. In den Schlaf würde sie sich weinen, und das
wollte sie nicht. Wie in trotziges Kind stapfte sie im Bad auf und ab. Wie
verdammt noch mal sollte sie es anstellen, bei ihm über Nacht zu bleiben?
Und da... ganz schicksalhaft... blieb ihr Blick plötzlich auf Thomas
Bademantel hängen. Es war ein kurzer, dunkelblauer Bademantel, der etwas
abgegriffen wirkte aber sie auf eine Idee brachte.
Als Thomas sie das
nächste Mal zu Gesicht bekam, war Lea nackt. Sie hatte die Badezimmertüre
absichtlich einen Spalt offen gelassen und war unter die Dusche gehüpft. Als
der warme Wasserstrahl über ihre Haut perlte, nahm sie ihre Gedankengänge
wieder auf. Insgeheim hoffe sie, dass Thomas zu ihr ins Bad nachkommen
würde. Auch spekulierte sie darauf, dass der Anblick ihres splitternackten
Körpers ihm gefallen würde. Lea begann zu zittern. Nervös kaute sie auf
ihrer Unterlippe, während sie ihren Körper mit raschen, kreisenden
Bewegungen von Kopf bis Fuß einseifte. Der männliche Geruch der moschusgetränkten Seifenlauge erregte sie. Lea schloss genussvoll die Augen
und dachte an Thomas großen Penis, dessen Konturen sie kurz zuvor unter
seinen weißen Boxershorts hatte erkennen können. Ihr Herz klopfte unter
ihrer Brust. Wie in Trance spreizte Lea ihre Beine in der Badewanne
auseinander. Dann stellte sie ein Bein auf den Beckenrand der Badewanne und
griff nach dem großen, ovalen Stück Seife, das unbesonnen in einer
Hornschale vor ihr lag. Mit geschlossen Lidern und halboffenen Mund ließ sie
impulsiv das Stück Seife zwischen ihre Beine gleiten und rieb ihre Scham
daran. Ihr Verlangen wuchs. Jetzt hatte sie die offene Badezimmertüre ganz
vergessen. Nun gab es nur mehr sie selbst.
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