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Inhaltsangabe:
Die schöne
Shirrah wird von ihrem Vater als Garnspinnerin an den Hof Königs Tharkans
verkauft. Doch Tharkan hat ein dunkles Geheimnis und jede Frau, die von
seinem Geheimnis erfährt, muss sterben. Auch Shirrah kommt hinter das
Geheimnis des Königs und hat somit ihr Leben verwirkt.
Den Tod
vor Augen, greift sie zu einer List und lügt ihm vor, Stroh zu Gold spinnen
zu können! Tharkan nimmt sie allerdings beim Wort! Nun kann ihr noch der
mysteriöse Waldkobold helfen, den sie seit ihrer Kindheit kennt und der
Shirrah schon seit Jahren liebt und begehrt ...
Erotische Rumpelstilzchen-Adaption
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Über die Autorin:
Antje Grüger wurde 1967 in Bielefeld geboren. Nach dem
Abitur absolvierte sie eine Ausbildung zur
Fremdsprachenkorrespondentin und Industriekauffrau. Bis zur Geburt ihrer
Tochter arbeitete sie als Exportsachbearbeiterin in einer Glaskunstfirma.
Fantasyliteratur, Drachensymbolik und paranormale
Themen faszinierten Antje Grüger von ihrer Jugend an, ebenso wie das
Schreiben von Geschichten und Gedichten.
Im Jahr 1998 veröffentlicht die amerikanische
Autorin Clara Gerl zwei englischen Drachengedichte von Antje Grüger in ihrer
Anthologie "Wings of Inspiration". Kurz danach erschien eine
Kurzgeschichte Antje Grügers in einer Lokalzeitung auf den Kanaren. Im Jahr
2000 veröffentlichte sie dann die Anthologie "Elementare
Geheimnisse", eine Sammlung ihrer schönsten Fantasy-Kurzgeschichten.
Antje Grügers Hobbies sind Bauchtanz, Harfe,
Seidenmalerei und Computerspiele (mit mittelalterlichem Flair...).
Besuchen Sie auch die Website von
Antje Grüger:
www.silbermond67.de.
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Leseprobe:
Er sah zu ihr herunter, die schlafend auf dem Gras
lag, und berührte zärtlich eine der langen blonden Locken, die sich über dem
Ansatz ihres knospenden Busens gelegt hatte.
Wie gerne hätte er ihre Haut dort gestreichelt... Doch
sicherlich würde sie dann aufwachen, und das wollte er auf jeden Fall
vermeiden. Es war so schön, sie anzusehen, während sie schlief . Die kleine
sommersprossigen Shirrah, die vor zehn Jahren mit vor Dornen zerkratzten
Beinen und Armen voller Übermut zu ihm gekommen war, hatte sich inzwischen
zu einer richtige Schönheit gewandelt. Er hatte sie viele Dinge gelehrt, und
sie hatte sich als gelehrige Schülerin erwiesen. Jedes Mal, wenn er sie sah,
war sein Herz so angefüllt mit Glück und Freude, dass es fast platzen
wollte, und er spürte, dass die Gefühle, die er ihr entgegenbrachte, mehr
als nur freundschaftlicher Natur waren. Dennoch hatte er sich in der ganzen
Zeit gehütet, auch nur eine leiseste Andeutung darüber zu machen. Was sollte
sie, ein junges wunderschönes Mädchen mit so einem wie ihm, einem kleinen
verwachsenen Kobold? Sicherlich besaß er die Fähigkeit, sich für kurze Zeit
in etwas anderes zu verwandeln, dennoch änderte das nichts an der Tatsache,
dass seine wahre Gestalt die eines kleinen, in seinen Augen hässlichen
Zwerges war.
Er zuckte zusammen, als sie sich bewegte. Schnell nahm
er seine Hände weg und drehte sich von ihr fort, um sich offensichtlich
einen Tannenzapfen genauer anzusehen, der dort auf den Waldboden gefallen
war.
„Oooooh... ich muss eingeschlafen sein....aber ich
glaube, mich wird heute niemand vermissen, heute ist Sonntag und mein Vater
ist in das Nachbarsdorf geritten, um irgendwelche Besorgungen zu machen.
Soll ich heruntergehen, um das Buch zu holen, damit wir weitermachen können?
Hier ist es so schön in der Sonne.“
„Ja... ja... geh’ nur...“ sagte er kurz und versuchte,
die Gefühle zu vergessen, die ihr schlafender Anblick in ihm ausgelöst
hatte.
Schnell wie ein Rehkitz war sie aufgesprungen und lief
wieder die Wendeltreppe in der hohlen Eiche herunter. Sie hatte sich nie
darüber gewundert, warum sie noch immer dort hereinpasste, obwohl sie doch
um einiges gewachsen war, seitdem sie das erste Mal die knorrigen Stufen
heruntergegangen war. Aber irgendwie schienen die Stufen und die Höhlung
sich immer ihrer Größe anzupassen. Als sie unten angekommen war, sah sie
sich zuerst suchend um. Nanu, wo war das Buch über diese seltenen Pflanzen
nur, das sie sich zuletzt angesehen hatten? Sie hätte schwören können, dass
es auf diesem Stein gelegen hatte...
Ihr Blick fiel auf ein Steinregal, aus dem sie bisher
noch niemals Bücher genommen hatten. Schon immer hatte sie neugierig nach
den reich verzierten Buchdeckeln geblickt, doch er hatte sie immer wieder in
eine andere Richtung geschoben und gesagt „Noch nicht!“
Doch jetzt konnte sie ihre Neugierde nicht mehr zügeln
und nahm eins der in dickes Leder eingebundenen Bände heraus. Wie schwer es
war! Sie legte es auf den Boden und besah sich den Einband. „Geheimnisse der
Alchemie“ stand da in kunstvoller Schrift auf dem Buchdeckel. Als sie das
Buch aufklappte und die Seiten umblätterte, überzog eine leichte Röte ihr
Gesicht. Was waren das nur für seltsame und gleichzeitig aufregende Symbole
und Bilder? Sie blickte auf das Bild einer vollkommen nackten Frau, die
einen Mond in ihren Händen trug. Ihr gegenüber stand ein Mann mit einer
Sonne auf seiner Brust. Einige Bilder weiter lagen sie in inniger Umarmung
auf einem Lager, dann wuchsen Flügel aus ihnen heraus und etwas wie Regen
fiel aus den Wolken auf sie herab.
Oooh... sie hatte natürlich davon gehört, wie die
Tiere bei den Bauern sich paarten und mit ihren wenigen Freundinnen hatte
sie auch schon darüber getuschelt, wie es Männer und Frauen machen, aber
keiner von ihnen wusste es eigentlich genau...
Fasziniert sah sie
sich die weiteren Bilder an....
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