Erotische Romane von Frauen für Frauen...

 

E-Books & Taschenbücher

nach Genres:
Historisch
Zeitgenössisch
Übersinnlich/Vampire

Fantasy/Sci-Fi

Krimis/Thriller

Komödien

 

E-Books & Taschenbücher

nach Themen:

Novellen für den "kleinen Hunger"

Ménage à trois (und mehr)

Dominanz & Unterwerfung

Bisexuell

Soft-SM & BDSM

Fesselspiele

Vanilla

 

Comics/Hörbücher/Bildbände

 

Lieferbare Taschenbücher

 

Programmvorschau

 

Autorinnen

 

Über Plaisir d'Amour:
Aktuelle News/Termine
Presse
Anschrift/Kontakt
Manuskript einreichen
FAQ

Disclaimer/AGB

 

 

 

 

Herrin von Vandalis

Sandra Henke

 

Preis eBook: € 2,50

Format: Adobe Reader PDF

Erotikfaktor: 

Genre(s): Fantasy, Übersinnlich

Themen: Bisexuell, Dominanz/Unterwerfung, soft-BDSM, Novelle, Ménage à trois

 

eBook zum Sofort-Download per T-Pay:

eBook per PayPal (kein Sofort-Download):

- Taschenbuch-Bestellung bei amazon.de:  Anthologie "Engel der Schatten"

 

Taschenbuch-Bestellung bei Libri: Anthologie "Engel der Schatten"

____________________________________________________________________________________________
 

Inhaltsangabe:

 

Morgana reist seit frühester Kindheit mit ihrer Mutter durch das Krisis-Gebiet. Doch eines Tages verschwindet die Mutter unter mysteriösen Umständen, und Morgana wird von ihrem verschlossenen Vater, dem Herrscher des Landes Wahnstein, auf dessen Kastell Vandalis geholt.

Nachts hört sie dort leidvoll-lüsterne Schreie und macht sich erregt auf die Suche nach dem Ursprung. Ihre Fantasien sind wollüstig, seit sie nun in der Nähe des Dämonenwaldes, der sich vor den Toren von Vandalis befindet, lebt. Sie spürt eine starke Sehnsucht nach Lusterfüllung, während die kalten Mauern ihres Heims sie gefangen halten. Weshalb quält sie das Verlangen nach der Dämonenwelt, von der sie sich unbedingt fernhalten soll?

In den Katakomben von Vandalis begegnet sie dem von Lust getriebenen, gefährlichen Schinderjaan …

 

Hinweis: "Herrin von Vandalis" gehört zwar lose zu Sandra Henkes Roman "Purpurfalter", beide Geschichten stehen jedoch für sich. Man braucht vor der Lektüre von "Herrin von Vandalis" nicht "Purpurfalter" lesen (oder umgekehrt), um die Handlung zu verstehen.

________________________________________________________________________________________________________

 

Über die Autorin:

 

Die Neusser Autorin Sandra Henke (Jahrgang 1973) veröffentlichte bereits eigene Bücher für Kinder & Erwachsene in den Verlagen Coppenrath, Auer, Elfen, I.L.Lacrima, Geest, WortWelteN und Adina-Online. Von 2002-2003 schrieb sie Fürsten-Heftromane für den Bastei Verlag und Ende 2003 erschien ihr erster erotischer Liebesroman "Indiansummer - Wünsch es dir nicht zu sehr, deine Wünsche könnten wahr werden" im Andrea Schmitz Buchverlag.
Sie schreibt Sachtexte für diverse Zeitschriften und arbeitet bei einem Kleinverlag und einem Kultur Magazin mit.
2003 errang sie den 2.Platz beim Literaturwettbewerb der Stadt Sangerhausen; 2004 belegte sie den 1.Platz beim Liebesgeschichtenwettbwerb von DeLia und der Zeitung "ExtraTipp Meerbusch".
 
Besuchen Sie auch die Website von Sandra Henke: www.sandrahenke.de

_________________________________________________________________________________________________________

 

Leseprobe:

 

Die dicke Holztür schwang knarrend auf, als ich so tat, als würde ich mein Schlafgemach betreten. Doch nicht einmal die Fußspitzen berührten den Boden meines kleinen Reichs. Ich blieb auf der Treppe stehen, blickte immer wieder verstohlen über meine Schulter, um zu sehen, ob Magolat zurückkam, und ließ die Tür dann lautstark zufallen. Ein Wimmern drang an meine Ohren und ich machte mir ernsthaft Sorgen darüber, was der gequälten Kreatur zugestoßen war. Doch warum spürte ich dieses lustvolle Kribbeln zwischen meinen Schenkeln? Anstatt mich in meinem Bett zu verkriechen, verspürte ich eine zerstörerische Sehnsucht. Ich wollte dorthin, wo etwas schaurig Schönes geschah, das gleichzeitig einschüchternd und erregend war.

Ich fühlte sie, die dunkle Seite in mir. Tief unten in den Katakomben Vandalis’ geschah etwas, das den dunklen Teil meiner Seele berührte. Noch konnte ich es nicht in Worte fassen, ich konnte es ja kaum selbst begreifen. Aber das Böse zog mich an. Etwas in mir regte sich, etwas, das bisher geschlafen hatte, und es ließ meinen Lustsaft fließen.

Meine Hand griff nach einer der Fackeln, doch ich entschied mich für die Finsternis. Ich wollte nicht noch einmal auffallen, denn sonst konnte ich mein Vorhaben endgültig begraben.

Barfüßig schlich ich die kalten, steinernen Treppenstufen hinab und spürte bei jedem Schritt meine geschwollenen Schamlippen. Ich schaute vorsichtig um die Ecke. Keine Menschenseele war zu sehen. Meine Neugier konnte es kaum erwarten, das Geheimnis des Kastells zu lüften. Ich erschrak über mich selbst! Es war verwunderlich, dass dieses furchterregende Rätsel mir derart wohlige Schauer über den Körper jagte, anstatt mich unter meine Bettdecke zu treiben. Vielleicht war ich zu lange behütet gewesen und wollte dieses Abenteuer, das sich mir bot, nicht ungenutzt vorüber ziehen lassen. Meine kindliche Fantasie spielte mir Streiche, denn alles um mich herum schien Geheimnisse zu bergen. Selbst meine Mutter und mein Vater. Schweigen schien ein Wesenszug von beiden zu sein. Und eines Tages würde ich auch die Jagdgründe der Schattenwesen und Nachtgeschöpfe vor den Toren Vandalis’ ergründen!

Ich huschte um die Ecke, meinen Rücken an die kalten Wände gepresst. Meine Ohren führten mich zum Zentrum des Mysteriums, nicht ohne ein warnendes Klingeln ertönen zu lassen. Jeder qualvolle Schrei, jedes atemlose Stöhnen ließ mich erschaudern, mal erregt, mal ängstlich. Meine Beine zitterten nun stark. Ich schlang die Arme um meinen Körper. Auf welchen Wahnsinn ließ ich mich ein? Welcher Dämon hatte von mir Besitz ergriffen und trieb mich in die Arme des frivol Bösen?

Als ein Gurren zu hören war, hockte ich mich und lauschte in die Dunkelheit hinein. Vielleicht reichten Geräusche, um das Geheimnis zu lüften. Aber musste ich diesem geschändeten Wesen nicht helfen? Mein Mut entwich durch meine verfrorenen Zehen, sickerte durch die Ritzen der Steine in den Boden ein und verschwand.

Unsicher blickte ich zurück.

Der Gestank von Zügellosigkeit lag in der Luft, aber auch Gefahr. Ich könnte in mein Schlafgemach zurückhasten und mich unter meiner Bettdecke vergraben. Ich könnte so tun, als wäre nichts geschehen. Unwissenheit kann ein Segen sein.

Jemand bettelte leise um Gnade. Ich bekam eine Gänsehaut und begann zu frösteln, doch ich fröstelte vor Lust. Diese Gefühle durfte ich nicht empfinden! Das Böse sollte mich nicht entflammen. Die Gefahr war zu groß, in den Flammen umzukommen.

Ich blickte zur Treppe, die hinunter zu den Katakomben führte und mir das ganze Ausmaß derber Unkeuschheit offenbaren konnte. Wollte ich das wirklich sehen?

Meine Neugier war stärker als die zahlreichen Warnungen, die in meinem Kopf widerhallten. Ich stand auf und schlich auf die Treppe zu. Ohne mir selbst Zeit zum Grübeln zu lassen, hastete ich die Stufen hinunter und traf auf eine Mauer menschlicher Abgründe.

Ich befand mich inmitten einer Folterkammer, die bestens ausgestattet war. Von Streckbänken über eiserne Büstenhalter bis hin zu Schenkelspreizern erblickte ich jedes mir bekannte Folterinstrument. Meine Fantasie begann zu arbeiten und ich war nicht in der Lage, sie daran zu hindern mir Bilder auszumalen, die empörend und obszön zugleich waren. Doch in meinen Tagträumen sah ich kein Blut und auch keinen Schmerz, sondern ungeahnte Lust, die nur an einem Ort wie diesem geschehen konnte, an einem Ort, der finster und verborgen war, fernab der Zivilisation mit all ihren Regeln und Moralzwängen. Diese verdorbene Stätte befreite, obwohl sie gefangen hielt.

Und plötzlich sah ich mich in meinen Träumen umringt von fünf Männern, die durch Umhänge und Kapuzen ihre wahre Identität versteckten. War es der dickleibige Koch, der mir die Hände auf den Rücken band? Zog der Kutscher meinen Kopf an den Haaren nach hinten, während der knabenhafte Diener, der mir morgens immer das Wasser zum Waschen brachte und sich vor mich kniete, um mir hingebungsvoll meine Füße zu waschen, nun mein Nachthemd mit einem Messer aufschnitt und meine nackten Brüste in seinen Händen wog? War Magolat einer der Maskierten?

Die Männer drängten mich über einen angespitzten Holzpflock, der im Boden befestigt war und zwangen mich, darauf Platz zu nehmen. Die Spitze drang in meine Scheide, die schon feucht und entspannt von der Situation an sich war - ich, nackt und gefesselt, einer Hand voll fremder Männer ausgeliefert, in den finsteren Katakomben, wo niemand mich vermuten würde.

Sie befestigten die Handfessel an dem Pflock, so dass ich aufrecht sitzen musste und meine Brüste sich den Männern wollüstig anboten. Und sie griffen beherzt zu. Ihre Hände wanderten über meinen Körper. Sie streichelten meinen Busen, kraulten mein Schamhaar und hielten mir die Augen zu, während sie mich einer nach dem anderen küssten. Ihre Zungen drangen in mich ein. Ich schmeckte jeden einzelnen von ihnen. Sie saugten an meinen Brustwarzen. Ihre Zungen leckten über meine Lippen. Sie rieben meine geschwollene Klitoris, brachten mich zum Seufzen und obwohl ich ihnen ausgeliefert war, dienten sie meiner Lust.

Ich stöhnte leise und schreckte aus meinem Tagtraum auf. "Ich will das nicht! Sie kehrt immer wieder, diese Gier, diese Schamlosigkeit. Das gehört sich nicht für eine junge Dame."

Ich wünschte mir die Stärke meines Vaters. Immerhin regierte er die westliche Krisis. Sein Gang war aufrecht, seine Schultern straff. Einzig ein Lächeln vermisste ich.

Durch einen der Torbögen, die in weitere Kammern führten, drang Licht zu mir herüber, begleitet von Wehklagen, das lustvoller nicht hätte sein können. Bisher hatte ich nicht gewusst, dass ein Mensch zu derartigen Lauten imstande war, Laute, die von animalischer Wollust berichteten. Und ich hörte noch ein Geräusch, das mir bisher verborgen geblieben war – Peitschenhiebe.

Langsam schritt ich auf den Torbogen zu. Dahinter lag das Mysterium, das es zu lüften gab. Vorsichtig schlich ich an den Folterinstrumenten vorbei und nahm mir vor, meinen Vater am nächsten Tag nach diesem Ort zu befragen. Es konnte unmöglich sein, dass er wusste, was hier Schreckliches geschah.

Das Licht wurde heller. Der Torbogen kam näher und das Gewimmer nahm an Lautstärke zu. Eine bittersüße Melodie zum Takt der Peitschenhiebe. Gleich um die Ecke befand sich des Rätsels Lösung. Aber wollte ich es immer noch lösen?

Verstohlen lugte ich um die Ecke. Mein Atem stockte!