Erotische Romane von Frauen für Frauen...

 

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Wikingerglut

Samara Fraser

 

Preis eBook: € 5,00

Format: Adobe Reader PDF

Erotikfaktor: 

Genre(s): Historisch

Themen: Vanilla, Dominanz & Unterwerfung, Bisexuell, Ménage à trois

 

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Inhaltsangabe:

 

Die Irin Maline und ihr zukünftiger Gatte werden auf einer Schiffsreise von Wikingern angegriffen. Der Wikinger Galdur, der allen Iren Rache geschworen hat, verschleppt Maline als seine Gefangene und Sklavin. Maline ist jedoch nicht gewillt, sich dem Barbaren hinzugeben. Ein leidenschaftlicher Kampf entbrennt ...

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Über die Autorin:

 

Samara Fraser (Jahrgang 1972) wurde in Helmstedt geboren und wuchs in den folgenden Jahren in Lauenburg an der Elbe auf. Schon früh fing sie an, sich Geschichten und Gedichte auszudenken. Diese Leidenschaft verlor sich aus Zeitmangel während ihrer Lehrzeit zur Hotelfachfrau. Nach der Ausbildung arbeitete sieh noch zwei Jahre in der Gastronomie, dann schlug sie eine Beamtenlaufbahn ein und fand auch wieder Zeit zum Schreiben, allerdings. Heute lebt sie mit ihren Kindern und ihrem Lebenspartner im schönen Hessischen Bergland.

Anfang 2006 erschien ihr Debüt-Roman „Lucien – Fluch des Blutes“. Nach „Gefangene des Piraten“ ist "Wikingerglut" ihre zweite Veröffentlichung im Plaisir d’Amour Verlag. Ein weiterer historischer Erotikroman ist in Vorbereitung.

 

Ebenfalls von Samara Fraser im Plaisir d'Amour Verlag erschienen:

Gefangene des Piraten

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Leseprobe:

 

Szene 1

 

Seit geraumer Zeit fuhren sie schon nah an der Küste entlang, doch nun schienen die Männer von einer freudigen Unruhe erfasst zu sein, offenbar näherten sie sich ihrem Ziel.

Man hatte Maline noch immer in Ruhe gelassen, und sie war sich nicht sicher, ob dieser Aufschub des Unvermeidlichen sie dankbar oder nervös machen sollte. Einerseits war sie zwar froh, die Zudringlichkeiten der Männer bisher nicht erdulden zu müssen, andererseits jedoch wünschte sie, sie hätte es endlich hinter sich.

„Wir sind gleich da“, ertönte plötzlich eine dunkle Stimme, und Galdur erschien an der Öffnung des Zeltes. „Erheb dich, Sklavin.“

Maline zuckte zusammen. Sie war nervös, aber auch zornig, denn immerhin hatte dieser Teufel ihren Verlobten getötet und sie zu seiner Sklavin gemacht. Auch wenn sie Viktors gewaltsamer Tod erschütterte, so war sie doch enttäuscht über die mangelhafte Courage ihres Verlobten und wütend, dass er sie so schändlich im Stich gelassen hatte. Er hätte zumindest den Versuch unternehmen können, sie zu verteidigen.

Als sie sich nicht rührte, trat Galdur näher und zog sie kurzerhand auf die Beine. Er hielt sie dicht an seinen gewaltigen Körper gepresst, und Maline spürte seinen harten, muskulösen Körper und die Hitze, die von ihm ausging. Er roch nach Mann und nach Blut. Seine enorme Größe und die wilde männliche Ausstrahlung, die ihn umgab, ließ sie sich noch kleiner und hilfloser fühlen. Ängstlich wich sie seinem durchdringenden Blick aus, fühlte sich aber auch seltsam schwach und zittrig in seinen Armen.

Galdur musterte sie interessiert. Er spürte ihr Zittern und hielt sie noch fester, wodurch sein Begehren erwachte, und das Blut in seinen Unterleib wanderte, ihn hart machte. Nur mühsam konnte er ein erregtes Stöhnen unterdrücken. Er hatte lange keine Frau mehr gehabt, das war sicher die Erklärung dafür, dass er so heftig auf sie reagierte.

Sie war klein – so wie seine sächsische Mutter – aber schlank mit einer schmalen Taille und kleinen runden Brüsten, die sich ihm bei jedem Atemzug verführerisch entgegenwölbten und in ihm den Wunsch wachriefen, sein Gesicht zwischen die sanften Hügel zu betten, ihren Duft einzusaugen, ihr Fleisch zu schmecken. Er schob den Gedanken beiseite und betrachtete ihr Gesicht. Ihre grünen Augen passten hervorragend zu ihrem kostbaren Gewand. Das rehbraune Haar mit den eingeflochtenen grünen und goldenen Bändern reichte ihr bis über den Po.. Der Geruch ihres Haares gefiel ihm, und er steckte seine Nase in die braunen Flechten, um ihn einzusaugen. Seine erregte Männlichkeit drängte sich begierig an ihren zarten Leib. Er begehrte diese Irin mit einer Heftigkeit, die ihn selbst überraschte, ja, sogar ein wenig erschreckte. War sie eine Zauberin, die ihn in ihren Bann zog, um Verderben über ihn und seine Leute zu bringen? Ohne Zweifel war diese Frau ein gefährliches Weib, zu leicht könnte er sich die Finger an ihr verbrennen. In ihren Augen konnte er außer der Angst noch einen Funken erkennen, der ihm von ihrer tief verborgenen Leidenschaft erzählte. Er war sich sicher, wenn er diese Leidenschaft erwecken würde, würde das Feuer alles verzehren, würde die Schutzmauer, die er mühsam um sein Herz errichtet hatte, niederwalzen, sollte er nicht auf der Hut sein. Er sollte sie jetzt loslassen, den Bann lösen, doch er presste sie nur noch fester an sich.

Maline war verwirrt über die unerwartet intime Nähe zu diesem Mann. Es hatte beinahe etwas zärtlich Vertrautes, wie er sein Gesicht in ihrem Haar vergrub. Sie spürte, wie sich seine harte Männlichkeit an ihren Körper presste, und Furcht überkam sie. War nun der Zeitpunkt gekommen, wo er über sie herfallen würde? Würde er sie danach seinen Männern überlassen?

Bitte Gott, hilf mir in der Stunde meiner Not. Lass diese Schmach an mir vorübergehen.

Seine Hand legte sich wie selbstverständlich auf ihr Gesäß, und Maline stieg das Blut in die Wangen. Ihr ganzer Körper prickelte und das Blut, das durch ihre Adern rauschte, schien sich in glühende Lava verwandelt zu haben. Nie hatte ein Mann sie so berührt, sich so voll unverhohlenem Verlangen an sie gepresst und solche widerstreitenden Gefühle in ihr ausgelöst. Sie hasste ihn, und doch machte sie keinen Versuch, sich von ihm zu lösen. Sie schien an ihm zu kleben, mit seinem Körper zu verschmelzen wie eine Einheit. Eine Einheit, die nie sein konnte – nie sein durfte!

Hilfe! Was geschieht nur mit mir? Warum fühle ich mich so eigenartig?

„Leider habe ich jetzt keine Zeit, mich ausführlich mit dir zu beschäftigen, aber wir werden das nachholen“, sagte Galdur rau und ließ sie so plötzlich los, dass sie beinahe gestrauchelt wäre. Er deutete auf die Küste. Die felsige Steilwand öffnete sich hier zu einem großen Fjord, auf den das Drachenboot jetzt zusteuerte.

„Das ist Kalhar, es gibt dort keinen Fluchtweg für dich, also vergiss es lieber gleich. Du gehörst jetzt mir. Jedenfalls so lange, wie ich dich zu behalten wünsche, dann werde ich dich verkaufen oder vielleicht hat auch mein Bruder Interesse an dir. Nun, wie auch immer, erst einmal wirst du für meine Bedürfnisse sorgen.“

Maline blieb vor Schreck über seine plötzliche Wandlung der Mund offen stehen. So unverblümt hatte noch nie jemand mit ihr geredet. Sie war nichts weiter als ein Gegenstand ohne jegliche Rechte.

Ein Ausdruck von eisiger Kälte war in seine blauen Augen getreten, und seine Miene schien plötzlich wie eingefroren. Hatte sie sich den zärtlichen Ausdruck auf seinem Gesicht nur eingebildet? War es eher Wunschdenken, ausgelöst durch den Schock des Erlebten? Das durfte nicht wieder passieren. Sie musste ihn als das sehen, was er war – ein wilder Barbar und Mörder – ihr Feind!

Sie musterte diesen Mann, der nun über jeden ihrer Schritte bestimmen würde. Er überragte sie um mehr als eine Haupteslänge, seine dunklen Locken fielen ihm wirr über die breiten Schultern. Die Tunika ließ die gebräunten muskulösen Arme frei. Die Augen waren von der gleichen Farbe wie das Fjordwasser und wurden von erstaunlich langen schwarzen Wimpern eingerahmt. Seine Brauen waren dicht und ebenso schwarz wie sein Haar. Er hatte ein breites Kinn, volle Lippen und eine große, etwas schiefe Nase. Offensichtlich war sie mindestens einmal gebrochen gewesen, was bei seinem Lebenswandel wohl kein Wunder darstellte. Vom Kinn bis zur Wange zog sich eine Narbe, die schon verblasst war. Er war wirklich attraktiv, dennoch war er ihr Feind. Und er war ein kaltblütiger Mörder.

Galdur versuchte Malines sinnliche Ausstrahlung zu ignorieren. Sie war eine Irin, und er hasste die Iren. Das durfte er niemals vergessen!

Damals an der kleinen Quelle hatte er geschworen, alle Iren zu töten, die er erwischen konnte, und nun stand diese betörend schöne Frau vor ihm und ließ ihn beinahe seinen Hass vergessen – das durfte nicht sein. Nein! Er würde sie benutzen und dann verkaufen. An einen Händler, der sie mit fortnahm, weit weg von Kalhar.

Entschlossen wandte er sich von ihr ab und ging zu seinen Männern, um sie bei der Landung zu unterstützen.

Maline zitterte noch immer, als er gegangen war. Sie dachte kurz daran, sich das Leben zu nehmen, indem sie einfach über Bord sprang, aber dazu fühlte sie sich zu feige. War der Freitod, der den Verlust ihrer Seele zur Folge haben würde, dem vorzuziehen, was sie sicherlich noch zu erwarten hatte? Sie hatte den Hass bemerkt, der plötzlich in seine Augen getreten war. Sicher, sie waren Feinde, aber für einen solchen Hass musste es andere Gründe geben.

 

 

Szene 2

 

Maline fühlte sich ausgesprochen unwohl, als sie, mit Tüchern beladen hinter Galdur über den Hof stolperte. Das Badehaus lag etwas abseits an einem Bachlauf. Sie traten hinein. Thomas, der Sklave, der für das Badehaus zuständig war, hatte schon angeheizt und alles vorbereitet. Er nickte Galdur kurz zu und verschwand dann. Nun war Maline mit Galdur allein und sie schluckte nervös, schaute sich aber dabei neugierig um. Sie hatte so ein Badehaus noch nie von innen gesehen. Es gab einen kleinen Vorraum, in dem man sich umziehen konnte. Von hier gingen zwei Türen ab. Eine führte in das Dampfbad, die andere in den Badebereich.

Seelenruhig fing Galdur an sich zu entkleiden. Maline schaute nervös weg und hörte ihn leise lachen. Es war ein beunruhigendes Lachen.

„Hast du Angst, ich könnte dir gefallen?“, spöttelte er.

„Wohl kaum! Wie könnte mir so ein plumper Riese wohl gefallen, außerdem kenne ich dich ja schon nackt“, sagte Maline mit einem leichten Zittern in der Stimme.

„Ach, ich vergaß. Ich bin ja ein stinkender, dreckiger Barbar – nun, um dem abzuhelfen, sind wir ja hier, nicht wahr?“ Er grinste frech, und in seinen Augen funkelte es verdächtig.

Maline schwieg und betrachtete demonstrativ die Deckenkonstruktion. Himmel, wie sollte sie das hier nur durchstehen. Was würde passieren, wenn sie ihn ansah? Allein das Wissen, dass er sich neben ihr auszog, machte sie ganz nervös, und sie wäre am liebsten geflohen. Viel zu deutlich hatte sie seinen muskulösen Körper noch vor Augen.

„Wir gehen jetzt in das Dampfbad, dort ist es viel heißer als hier. Meinst du nicht, es wäre ratsam, dass du dich entkleidest? Du wirst da drin furchtbar ins Schwitzen kommen.“

„Das könnte dir so passen! Ich werde angezogen bleiben!“ Der Gedanke, mit ihm allein in einem Raum, sie beide unbekleidet ... nein! Das ging überhaupt nicht. Ihre Nerven waren jetzt schon zum Zerreißen gespannt, und ihr Herz klopfte wie wild.

Galdur nahm ihr zwei der Tücher ab.

„Nun gut. Wie du willst. Aber sag nicht, ich hätte dich nicht gewarnt! Leg die restlichen Tücher auf die Bank und komm!“

Die Hitze, die Maline entgegenschlug, als sie das mit Bänken ausgestattete Dampfbad betrat, ließ ihr sofort den Schweiß ausbrechen. Wie konnten diese Leute nur Gefallen an derartiger Hitze finden, zumal es Sommer war, und man sich wahrlich nicht aufzuwärmen brauchte.

Galdur legte ein Tuch auf eine der Bänke und drückte ihr das andere in die Hand, dann legte er sich entspannt seufzend hin. Noch immer bemühte sich Maline, ihn tunlichst nicht anzusehen.

„Du solltest dich lieber hinlegen, sonst wirst du noch umfallen“, riet er ihr mit angenehm warmer Stimme.

Maline legte ihr Tuch auf eine Bank, möglichst weit weg von diesem beunruhigenden Mann, und setzte sich zitternd. Der Schweiß rann ihr aus allen Poren, und sie fühlte sich einer Ohnmacht nahe. Heimlich schielte sie zu ihm rüber, um dann schnell den Blick wieder abzuwenden. Was sie da gesehen hatte, war entschieden zu – aufregend.

Maline hätte sich gern hingelegt, da die Hitze wirklich unerträglich war, aber sie traute sich nicht. Im Sitzen fühlte sie sich besser gewappnet, nicht so leicht angreifbar.

Wenigstens wird er bei der Hitze wohl kaum die Kraft haben, über mich herzufallen“, dachte sie.

Nach einer scheinbar ewig andauernden Zeit erhob sich Galdur und trat direkt vor ihre Bank. Maline schaute verlegen auf ihre Füße. Nicht auszudenken, was sich da wohl vermutlich in ihrer Augenhöhe befand. Hatte der Kerl denn gar kein Schamgefühl?

„Genug geschwitzt. Jetzt werden wir uns abkühlen. Komm!“

Er zog sie einfach hoch, und sie stolperte mit klopfendem Herzen hinter ihm her. Er marschierte geradewegs nach draußen zum Bach und warf sie hinein.

Maline kreischte, schluckte Wasser und kam prustend wieder hoch. Der Bach war an dieser Stelle tief und ging ihr bis knapp unter die Brüste. Galdur stürzte sich lachend in das erstaunlich kühle Nass und schüttelte sich das Wasser aus den Haaren.

Jetzt, wo seine Körpermitte vom Wasser verdeckt wurde, traute sie sich, ihn heimlich anzusehen. Sein Oberkörper war muskulös und strahlte eine unbändige Energie und Stärke aus. Über seine Brust zog sich eine verblasste Narbe, außerdem hatte er mehrere kleine Narben auf den Armen und über dem Bauchnabel. Sicher war er bei all seinen Raubzügen schon oft verwundet worden. Sie hob den Blick zu seinem kantig geschnittenen Gesicht, blieb eine Weile an dem sinnlich geschwungenen Mund hängen, glitt höher über die etwas schiefe Nase hinauf zu seinen unglaublich blauen Augen, die sie spöttisch anfunkelten, und ihr wurde unangenehm bewusst, dass sie ihn schon eine ganze Weile anstarrte. Verlegen errötend schaute sie weg. Sein leises amüsiertes Lachen bescherte ihr ein Kribbeln, das sich von ihrem Bauch aus langsam ausbreitete und bis in ihre geheimsten Regionen drang. Atemlos beobachtete sie seine geschmeidigen Bewegungen, als er langsam durch das Wasser auf sie zukam. Sie meinte, einen Triumph in seinem Blick zu erkennen. Er fasste sie bei den Schultern und zog sie an seinen harten Körper. Sie konnte spüren, wie seine Männlichkeit sich unter Wasser an sie drängte, nicht unangenehm, aber erschreckend. Das Blut rauschte in ihren Ohren, und ihre Beine wurden schwach, was sie unwillkürlich dazu veranlasste, sich an ihn anzulehnen. Ihre Kleidung klebte feucht an ihr, und sie war sich peinlich bewusst, dass seinem Blick nichts mehr verborgen blieb. Ebenso gut hätte sie völlig nackt sein können – und so kam sie sich auch vor. Er legte eine Hand unter ihr Kinn und zwang sie, den Kopf zu heben und ihn anzusehen. In seinen Augen loderte eine Glut, die sie erschreckte und gleichzeitig wie magisch anzog.

Er ist dein Feind! Der Teufel ist ein Verführer, das hat auch Pater Brian immer gesagt. Gib ihm nicht nach!

Sie wollte den Kopf zur Seite drehen, um seinem erotischen Bann zu entfliehen, aber er hielt ihren Kopf fest, als er ihre Absicht erkannte.

„Warum wehrst du dich so sehr gegen das, was so offensichtlich ist?“, fragte er mit rauer Stimme.

„Was ... was soll so offensichtlich sein?“

„Dass du mich begehrst! – Du willst es genau so sehr wie ich. Warum willst du uns diese Freuden versagen?“

„Du ... du irrst dich! Ich … ich bin nicht im Mindesten – gar nicht interess... ich will doch gar nicht, ich meine ...“, stammelte Maline, unfähig, ihre Gedanken zu sortieren.

„Du lügst, meine Schöne!“, flüsterte er und beugte sich zu ihr herab.

Ein Zittern durchlief ihren Leib, als seine Lippen sich leicht auf die ihren legten. Nur ein Hauch von einem Kuss und doch so verwirrend. Er ließ seine Hände in ihre Haare gleiten, küsste sie sanft auf die Stirn und die Schläfen, während er ihre Kopfhaut massierte. Maline entglitt ein Stöhnen und sie schämte sich für ihre Unfähigkeit, ihn abzuwehren. Hätte er sie nur mit Gewalt genommen, dann könnte sie ihn hassen, aber diese sanfte Verführung passte so gar nicht zu dem Bild, das sie sich von ihm gemacht hatte.

Erneut suchte sein Mund ihre Lippen, diesmal mit sanftem Druck, teilte sie mit der Zunge und glitt zwischen ihre Zähne, suchte und fand ihre Zunge, spielte mit ihr. Heißes Begehren stieg in Maline auf und machte sie schwindelig. Ihre Brustspitzen drängten sich gegen den nassen Stoff ihres Oberteils, schrien nach Aufmerksamkeit. Als hätte Galdur diesen Schrei vernommen, ließ er seine Hände zu ihren Brüsten gleiten und massierte sie durch den Stoff hindurch, strich mit den Daumen über die empfindlichen Spitzen. Die Gefühle, die er in ihr auslöste, waren stärker, als sie sich jemals hätte vorstellen können. Die Leidenschaft zog sie unaufhaltsam in einen Strudel aus unbekannten Empfindungen, dem sie nichts mehr entgegenzusetzen hatte – also ließ sie sich einfach fallen, vertraute sich Galdurs Führung an, der jetzt ihr Oberteil öffnete, dieses auszog und achtlos ans Ufer warf. Er unterbrach seinen Kuss und betrachtete sie eine Weile.

„Wie schön du bist“, flüsterte er rau und strich über ihre entblößten Brüste. „Lass uns zurück ins Badehaus gehen, wo wir ungestört sind.“

Maline ließ zu, dass er ihre Hand nahm und sie zurück ins Badehaus führte. Diesmal gingen sie in den anderen Raum, in dem ein großes Becken, gefüllt mit warmem Wasser, zum Entspannen einlud. Sie stiegen über ein paar Stufen in das Becken, das groß genug war, dass etwa acht Personen bequem darin baden konnten. Maline, die es gewohnt war, in einem kleinen Zuber zu baden, sah sich staunend um. So viel Platz nur für sie beide!

„Du hast immer noch zu viel an. Zieh dich aus“, forderte Galdur.

Zaghaft und mit zitternden Händen befolgte Maline seinen Wunsch. Galdur setzte sich und zog sie auf seinen Schoß. Seine männliche Härte unter sich zu spüren war ein unbekanntes Gefühl und irgendwie aufregend. Er küsste sie diesmal voller Leidenschaft, und Maline ließ sich mitreißen, erwiderte sein heißes Zungenspiel mit erneut wachsendem Begehren. Ihre Hände glitten über seine breiten Schultern zu seinem Nacken und spielten mit seinen nassen Locken. Er stöhnte leise an ihrem Mund. Nach einer Weile gab er sie atemlos frei. Seine Augen hatten sich verdunkelt, blickten sie voller Verlangen an.