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Leseprobe:
Carmen tat ihre
Pflicht, wie es einem Dienstmädchen zustand. Sie bediente die Gäste,
fütterte sie, wenn sie es verlangten, schenkte die Gläser voll, wenn
sie leer waren, ließ sich von allen begrapschen, streicheln und
duldete, dass man ihre Nippel kniff und einer der Gäste sogar zwischen
ihre Beine griff, um sie dort auszutasten. Die ganze Zeit über war sie
sich der Blicke von Markus bewusst, die sie überall hin verfolgten.
Als er sie heran rief, damit sie ihm Wein einschenkte, zögerte sie
zuerst. Es war lächerlich, aber sie hatte Angst, Markus zu nahe zu
kommen. Er verunsicherte sie und erregte sie zugleich.
Sie ging langsam
hin. Sie schalt sich selbst eine Idiotin, aber ihre Hände zitterten
plötzlich, als sie seine Nähe fühlte und dann, als sie die Hand mit
der Flasche zurückziehen wollte, hob er plötzlich seinen Arm und
streifte ihre Brust. Sie zuckte zusammen und einige Tropfen Wein
ergossen sich über Markus’ Hosenbein.
Sie erstarrte, als
sie Roberts kalte und ruhige Stimme hörte. „Du hast Wein verschüttet.
Komm her.“ Sie wusste, dass er sie beobachtet und nur auf einen Fehler
gewartet hatte.
Carmen ging hin.
Sie konnte sich denken, was jetzt kam. Er nahm die neben ihm liegende
Gerte in die Hand. „Dreh dich um.“
Carmen wandte sich
um.
„Den Rock hoch und
vorbeugen.“
Sie schob den Rock
über ihren Hintern und beugte sich vor. Einmal, zweimal, dreimal
zischte die Gerte durch die Luft, dreimal ein scharfer Schmerz, als er
sie quer über ihre Pobacken zog. Eine der Frauen lachte keuchend,
einer der männlichen Gäste ächzte leise auf, während er keinen Blick
von Carmens Hintern ließ. Er hatte einen der jungen Männer vor sich
knien, mit nichts als einem Tanga bekleidet, der eifrig seinen Schwanz
lutschte. Man hörte das schmatzende Geräusch durch den ganzen Raum.
Carmen biss die
Lippen aufeinander. Die Stellen, wo die Gerte sie getroffen hatten,
brannten. Robert hatte fester als sonst zugeschlagen, vermutlich
wollte er den anderen zeigen, wie hart er mit ihr umging und wie
unerbittlich er jede Verfehlung bestrafte. Aber viel schmerzhafter
empfand sie Markus’ Blicke, die sie auf sich fühlte. Sie wartete ab,
blieb mit nacktem Hintern vorgebeugt stehen. Sie wusste, dass sie sich
erst wieder bewegen durfte, wenn Robert es ihr gestattete. In der Ecke
hatte sich einer der Gäste mit seiner Sklavin zurückgezogen. Man hörte
das Mädchen leise jammern, das Jammern ging in ein lustvolles Stöhnen
über.
„Dreh dich um.“
Sie wandte sich
um. Ein Wink von Robert ließ sie sich vor ihm hinknien. Sie presste
die Lippen zusammen, als er langsam und bedächtig Klammern auf ihre
Brustwarzen setzte. Der Schmerz war ungewohnt, aber immerhin
erträglich. Bei den S/M-Partys, die sie besucht hatte, hatte sie das
zwar alles probiert, es zum Teil auch erregend empfunden, sich aber
dann eher der dominanten Rolle zugewandt. Und dann hatte sie auf einer
dieser exklusiven Partys ja auch Markus kennen gelernt. Sie war sogar
eigens deshalb dort hin gegangen, um ihn zu treffen. Und seitdem hatte
sie es vorgezogen, ihre Spiele nur mit ihm zu treiben.
Sie wimmerte
leicht, weniger aus Schmerz, als ihrer Rolle entsprechend, als Robert
begann, spielerisch die Klammern zu drehen. „Und jetzt entschuldige
dich bei meinem Gast.“
Er ließ sie los
und sie drehte sich um. Traf direkt auf Markus’ Blick.
Sie rutschte
langsam auf den Knien zu ihm hin, blieb mit gesenktem Kopf vor ihm
hocken. „Verzeiht bitte.“
„Na, das kannst du
doch besser.“ Roberts Stimme war scharf. Carmen ballte die Hände zu
Fäusten. Sie wusste, worauf Robert aus war. Sie sollte Markus
umgarnen. Ihn heiß machen. Aber dazu hätte es erst gar keiner
Aufforderung bedurft. Sie konnte es kaum erwarten, ihn zu spüren. Er
hatte ihr so sehr gefehlt.
Sie rutschte etwas
näher. „Ihr erlaubt, Herr?“ Er nickte und sie griff hin. |