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Leseprobe:
Ein schmaler Streifen Licht
fiel durch die offen stehende Tür des Arbeitszimmers in den Flur, der
aufgrund der indirekten Beleuchtung im Halbdunkeln lag. Giulia holte tief
Luft, ehe sie sich hineinwagte, dann machte sie schnell und schloss die Tür
hinter sich.
Wie beim letzten Mal saßen
die Brüder an ihren Schreibtischen, aber ihre Gesichter waren kaum zu
erkennen, da die einzige Lichtquelle, die Halogenschreibtischlampe an
Federicos Tisch, genau auf ihr Gesicht gerichtet war. Sie blinzelte dagegen
an. Die drei Teile der Figurengruppe lagen auf Federicos Tischplatte.
Ehe einer der beiden etwas
sagen konnte, platzte Giulia grußlos heraus: »Ich war das nicht! Ich weiß
nicht, wie die Figuren kaputt gegangen sind – aber ich war es nicht, Signor
Federico! Vielleicht war der Badewannenrand noch ein bisschen feucht und sie
sind heruntergerutscht.« Sie blickte in seine Richtung, dann zu Lorenzo,
dann wieder zu Federico, aber beide erwiderten nichts. Die Stille war
bedrückend. »Bitte …« Die restlichen Worte ihrer Verteidigung blieben Giulia
sprichwörtlich im Hals stecken, als Federico die Lampe soweit senkte, dass
sie nicht mehr davon geblendet wurde, und sie sich stattdessen nun seinem
finsteren Blick gegenübergestellt sah.
»Weißt du, wenn du
geständig gewesen wärst, hätten wir über die Höhe deiner Bestrafung reden
können. Es ist dir ja wohl klar, dass diese Figuren einzigartig sind und
auch einen gewissen materiellen Wert haben, den du mit deinem Verdienst kaum
ersetzen kannst. Aber mit einer Lügnerin will ich nichts zu tun haben. Am
besten, du packst deine Sachen und gehst noch heute.« Federico zwang sich zu
einem fast ausdruckslosen Gesicht, obwohl er vollkommen angespannt wartete,
wie Giulia reagieren würde. Er hatte verschiedene Strategien geplant, um auf
jeden Fall zu seinem Ziel zu kommen.
Sekundenlang starrte sie
ihn ungläubig an. Das durfte, nein, das konnte nicht wahr sein! Sie war
unschuldig! Wieso glaubte ihr denn keiner?
»Bitte, Signor Federico,
Signor Lorenzo, ich bin wirklich unschuldig! Bitte glauben Sie mir doch!
Bitte – Sie dürfen mich nicht entlassen! Was soll ich denn dann machen? Wo
soll ich denn hingehen?«
»Das hättest du dir vorher
überlegen müssen!«, mischte sich nun Lorenzo ein. Seine Stimme klang ein
wenig milder als die seines Bruders. »Wir können niemanden in unserem
Haushalt dulden, der sich ungeschickt anstellt und dann noch nicht einmal
bereit ist, seinen Fehler zuzugeben! Vielleicht denkst du noch mal darüber
nach, ob du uns nicht doch etwas zu beichten hast?«
Vor Giulias Augen
verschwamm alles. Die beiden Männer, die Möbel, der Raum – alles wurde eins.
Sie kämpfte verzweifelt gegen ihre Tränen und eine Ohnmacht an, die sich
surrend in ihren Ohren androhte. Die Signori waren doch immer so freundlich
zu ihr gewesen, hatten jeden Morgen ein nettes Wort an sie gerichtet – und
nun starrten die beiden sie mit einheitlich strenger Miene an, und ihr wurde
klar, dass jegliches Leugnen zwecklos war. Sie würde wohl noch heute Abend
ihren Job verlieren – es sei denn …
Schweren Herzens senkte
Giulia den Kopf und sagte: »Also gut, ich gebe es zu. Es – es tut mir leid!
Ich habe es nicht absichtlich getan. Manchmal – bin ich einfach ein wenig
ungeschickt! Bitte schicken Sie mich nicht weg! Sagen Sie mir, was ich tun
soll. Ich werde Überstunden machen oder einen Monat lang umsonst arbeiten,
oder was immer Sie wünschen!«
Über Federicos Gesicht
huschte ein flüchtiges zufriedenes Grinsen, als er Lorenzo zunickte. »Hm,
deine Einsicht kommt ein bisschen spät, Giulia, findest du nicht?«
»Aber immerhin überhaupt
noch, also sei ein bisschen gnädig, Bruder, und gib ihr noch eine Chance!«,
wandte Lorenzo ein.
Nervös wechselte Giulia von
einem Bein auf das andere und rieb ihre kalten Hände aneinander ohne es zu
merken.
»Hm, ich weiß nicht, ob ich
dir wirklich noch eine Chance geben soll – lass uns zusammen überlegen, wie
deine Wiedergutmachung aussehen könnte. So viele Überstunden kannst du gar
nicht leisten, und dein Lohn reicht auch nicht aus, um den Schaden
wiedergutzumachen. Die Figuren sind nahezu unersetzlich. Ich denke daher,
eine Bestrafung wäre die richtige Form der Genugtuung, und diese müsste
wirklich weh tun, findest du nicht auch?«
Giulia nickte mechanisch.
Ihr war übel vor Angst, dass man sie doch noch rauswerfen könnte. Sie würde
deshalb jede erdenkliche Strafe annehmen, Hauptsache, sie durfte bleiben.
»Nun …« Federico ließ sich
viel Zeit. Er kostete die Sekunden aus und weidete sich in sadistischer
Genugtuung an Giulias verängstigtem, scheuem Blick. »Beim letzten Mal gab es
ein paar auf die Finger, nicht wahr? Aber wenn ich dir heute eine dem
Schaden angemessene Anzahl von Hieben auf deine zarten Hände gebe, bist du
morgen vermutlich nicht in der Lage zu arbeiten und vor allem abends zu
servieren, und das wäre wirklich schade. Denn wie du vielleicht bereits
weißt, werden meine Eltern und einige Verwandte zum Abenddiner erwartet. Tja
– ich bin wirklich ratlos, was ich mit dir machen soll.«
Er setzte eine kummervolle
Miene auf und schaute Lorenzo an. Dieser zuckte, ebenso den Unwissenden
spielend, mit den Schultern und erwiderte zögernd, aber wie zuvor zwischen
ihnen abgesprochen: »Nun, vielleicht könntest du ja ersatzweise Giulias Po
züchtigen. Das würde ihre Arbeit nicht beeinträchtigen, sie aber vermutlich
morgen auch noch daran erinnern, wie unartig sie war.«
Giulia fühlte, wie ihr
abwechselnd kalt und heiß wurde.
»Nun, Giulia, was hältst du
davon. Soll ich deinen armen Popo züchtigen?«
Federico war sich der
perfiden Methode seines Planes durchaus bewusst. Er hätte auch subtiler,
raffinierter vorgehen können. Aber nach mehreren Diskussionen mit Lorenzo
waren sie sich einig geworden, dass Giulia, erleichtert und dankbar, einem
sinnlicheren Spiel nicht abgeneigt sein würde, wenn sie zunächst bereit war,
unangenehmen Befehlen zu gehorchen und eine Züchtigung zu akzeptieren.
Außerdem bestand dann von Anfang an Klarheit darüber, wer hier das Sagen
hatte. Dass ihr dieses Spiel letztlich ebenso gefallen würde, davon gingen
sie in ihrer Überheblichkeit einfach aus.
Giulia schluckte mehrmals,
und ihre Lippen zitterten, ehe sie schweren Herzens bat: »Ja, bitte – bitte,
züchtigen Sie mich, Signor Federico, wenn ich damit meinen Fehler büßen
kann, aber bitte, werfen Sie mich nicht raus!«
»Also gut. Du siehst, mein
Bruder setzt sich für dich ein und hatte einen guten Vorschlag, Mädchen. Du
solltest ihm dafür dankbar sein und ihm die Hand küssen!«
Giulia schauderte und
schwankte. Vor ihren Füßen schien sich der Boden zu öffnen. Wenn nicht die
Angst vor einer ungewissen Zukunft noch größer gewesen wäre, als die
Aussicht auf Strafe, wäre sie aus dem Zimmer gestürmt und freiwillig
gegangen. Musste das sein? Warum wurde sie von den beiden gedemütigt? Wie
konnte jemand, der so attraktiv war und so unwiderstehlich lächeln konnte,
gleichzeitig so gemein sein?
Widerstrebend befolgte sie,
was Federico ihr geraten hatte. Sie beugte sich über Lorenzos Hand, die er
ihr entgegenstreckte, und presste einen Kuss darauf. Aber als sie sich
wieder zurückziehen wollte, ergriff er mit beiden Händen ihre Handgelenke
und hielt sie fest. Er sah ihr direkt in die Augen. »Und jetzt bitte meinen
Bruder noch einmal, dich zu züchtigen, und wenn es vorbei ist, wirst du dich
bei ihm dafür bedanken!«
Giulia unterdrückte ein
entsetztes Ächzen. Sie sprach sehr leise, trotzdem verzichtete Federico
darauf, sie den Satz wiederholen zu lassen, um sie nicht zu überfordern:
»Bitte – züchtigen Sie mich jetzt, Signor Federico, damit ich für meinen
Fehler büße!« Es fiel ihr schwer, dieses Wort züchtigen
auszusprechen. Es hatte so etwas Martialisches, zugleich Altertümliches an
sich, aber auch Aufregendes, da sie nicht genau wusste, was sie erwartete.
Lorenzo presste ihre Hände
auf seine Oberschenkel herunter und forderte: »Beug dich nach unten und leg
deinen Kopf auf meine Beine! Streck deinen Po heraus!«
Zitternd gehorchte sie und
senkte den Kopf auf seine Schenkel. Seine Hose verströmte einen zarten
Geruch nach Waschmittel, und sie fühlte die Wärme, die sein Körper
abstrahlte. Ihre Nase versank zwischen seinen Schenkeln und bekam gerade
noch genügend Luft zum Atmen. Die intime Nähe seines Unterleibs
verunsicherte sie noch mehr.
Als Federico ihr mit einer
Hand über den Rücken und den Po strich, lief ihr ein kalt-heißer Schauer von
oben bis unten über den Körper. »Du hast einen hübschen kleinen Hintern,
Giulia. Wie geschaffen für eine ordentliche Züchtigung!«
Ohne weitere Worte holte er
mit seiner Hand aus und erteilte ihr Schlag um Schlag kreuz und quer auf
ihren Po, doch der feste Jeansstoff linderte die Wirkung, und über ihre
Lippen kam kein einziger Laut der Klage. Stirnrunzelnd stellte er nach
kurzer Zeit fest, dass er wohl oder übel seine Strategie ändern musste, wenn
es eine wahre Züchtigung sein sollte.
Giulia war zum Heulen, aber
nicht vor Schmerz, sondern vor Scham. Der eine der Brüder hielt sie fest,
ihr Gesicht nahe an seinem Geschlecht, und der andere züchtigte sie – wenn
nun jemand im Haus davon etwas mitbekäme?
Oh Gott, ist das alles peinlich! Sie biss die Zähne zusammen,
um ja keinen Ton von sich zu geben. Wenn ihr jemand vorweg erzählt hätte,
wie es bei den Morenos zuging – sie hätte ihre Stelle erst gar nicht
angetreten. Nein, sie hätte es vermutlich gar nicht geglaubt, sondern für
einen üblen Scherz gehalten, mit dem man sie erschrecken wollte!
Plötzlich hielt Federico
inne. »Ich glaube, so geht das nicht. Dieser Jeansstoff lässt ja gar nichts
durch. Wir müssen die Sache also anders angehen!«
Entschlossen legte er seine
Hände um Giulias Taille und öffnete ihren pinkfarbenen Gürtel. Sie glaubte,
er wolle ihn anstelle seiner Hand als Züchtigungsinstrument verwenden und
hielt deshalb still. Als er jedoch auch noch anfing, Hosenknopf und
Reißverschluss zu öffnen, und sie seine wahre Absicht erkannte, schrie sie
entsetzt auf, versuchte sich wegzudrehen und gegen Lorenzos eisernen Griff
zu wehren.
»Nein, nicht, lassen Sie
mich los!« Sie schaute mit weit aufgerissenen Augen flehend zu Lorenzo auf.
»Bitte!«
»Scht, nicht doch. Was
regst du dich denn so auf! Niemand tut dir etwas. Die Züchtigung wird
lediglich auf deinem blanken Hintern fortgesetzt, damit sie so ausfällt, wie
sie sein sollte!«, versuchte dieser sie zu beruhigen. Ihr verschrecktes
Gesicht, die Angst, die in ihren Augen stand, rührte ihn mehr, als er
angenommen hatte.
Seine Worte wirkten auf
Giulia alles andere als beruhigend. Sie keuchte in ihrer Gegenwehr und
versuchte erneut, aber erfolglos, ihm ihre Hände zu entziehen. »Bitte – tun
Sie mir das nicht an!«, jammerte sie. »Sie machen mir Angst!«
Da spürte sie auf einmal
Federicos warmen Atem im Genick. »Pscht, ruhig!«, flüsterte er und drückte
ihr mehrere sanfte Küsse aufs Ohr, in die Haare und auf den Hals. »Du musst
keine Angst haben. Aber du willst doch sicherlich artig deine Bestrafung
annehmen, damit du bleiben darfst, nicht wahr? Und außerdem – wenn du
gehorsam bist, könnte ich dir vielleicht künftig auch angenehmere Dinge in
Aussicht stellen, zum Beispiel solche …«
Sie nickte stumm und
registrierte fassungslos, dass seine Hände nun zärtlich von ihrer Taille
aufwärts zu ihren Brüsten wanderten. Sie fuhren aufmerksam den Rundungen
nach, umfassten sie und rieben leicht über ihre Brustwarzen. Giulias Kehle
entfuhr ein überraschtes Quietschen. Ihr Verstand und ihr Schamgefühl
wehrten sich gegen das, was mit ihr geschah, aber ihr Körper gehorchte ihr
auf einmal nicht mehr. Während er den Gedanken einer blanken Züchtigung noch
abgelehnt hatte, reagierte er auf Federicos begehrende Liebkosungen mit
unverhohlener Lüsternheit. Ihre Knospen stellten sich prall dem Finger
entgegen, der sie umkreiste und sanft streichelte, wollten mehr, wollten,
dass er nicht aufhörte. Ihre Abwehr wurde von Sekunde zu Sekunde schwächer
und brach letztlich zusammen. Wimmernd schloss sie die Augen.
»Siehst du, Giulia, so wie
du jetzt meine Berührung genießt, wirst du auch deine Bestrafung genießen,
denn sie wird dich frei von deiner Schuld machen. Aber dazu ist es
notwendig, deinen nackten Po zu züchtigen, damit du die Hiebe auch wirklich
als einen Akt der Bestrafung spürst!«
Giulia wusste nicht mehr
ein noch aus. Einerseits sträubte sich alles in ihr gegen Federicos
unsittliche Berührungen, andererseits reagierte ihr Körper darauf mit einer
ungestillten Sehnsucht, dass ihr fast schwindlig wurde. Seine zuckersüße
Stimme wirkte obendrein wie ein Betäubungsmittel. Als Federicos Rechte nun
ihre Hose öffnete und sie ihr langsam über den Hintern bis zu den Kniekehlen
herunterzog, während seine linke Hand weiter ihre Brustwarze streichelte,
hielt sie zitternd still. Ihre Lippen bebten vor Aufregung, in ihrem Kopf
drehte sich alles, und ihre anfängliche Übelkeit war einer fiebrigen
Verwirrung gewichen. Sie drückte ihre Knie steif durch und bemühte sich,
ruhig zu atmen.
Federico schob langsam
seine Hand unter ihren dünnen weißen Slip aus Kunstfaserspitze, der so knapp
war, dass er kaum die Rundungen ihres Pos bedeckte und schob ihn ebenfalls
nach unten. Er streichelte sanft über ihre Haut. Er lächelte versonnen und
liebkoste mit seiner Fingerspitze das kleine weiße Dreieck, das ihr
Bikinihöschen beim Sonnen hinterlassen hatte. Gleich würde es sich röten und
seiner Umgebung anpassen, leuchtender und kräftiger werden als ihr übriger
Körper!
Giulia wimmerte leise vor
sich hin. Eine Gänsehaut überzog ihre Schenkel. Sie fühlte wieder die Angst
vor dem Unbekannten. Erschrocken erkannte sie erst jetzt, in welcher
prekären Lage sie sich befand: wenn er wollte, könnte er sie missbrauchen,
brutal von hinten nehmen, denn sein Bruder würde sie dabei festhalten und
ihm ausliefern! Erneut entfloh ihrer Kehle trotz der zusammengepressten
Lippen ein ängstliches Wimmern.
Aber dann wurden ihre
Gedanken im wahrsten Sinne des Wortes schlagartig unterbrochen, denn
Federicos Hand begann flach und in schneller Folge ihren Po zu züchtigen.
Ihre Beklemmung wich der Konzentration auf den Schmerz, der nach mehreren
Hieben einsetzte und für anderweitige Überlegungen keinen Spielraum ließ.
Schlag um Schlag erfolgte, immer drei hintereinander auf dieselbe Stelle,
die augenblicklich in einem stechenden Inferno entflammt wurde, der ihr
Tränen in die Augen trieb – Tränen des Schamgefühls.
Zuerst war es nur ein
unterdrücktes Wimmern, dann ein leises kurzes Aufquieken, aber schließlich
hielt sie es nicht mehr aus und schrie zum ersten Mal laut und
unkontrolliert auf. Wenn Lorenzo ihre Handgelenke nicht einer stählernen
Fessel gleich umklammert hätte, hätte sie ihre Hände instinktiv nach hinten
genommen, um ihren Po zu schützen, aber es war hoffnungslos. Es gab kein
Entkommen. »Auaaaa, nein, bitte nicht mehr, ich halte das nicht aus! Bitte
hören Sie auf!« Verzweifelt und von dem rhythmisch immer wieder neu
gesetzten Schmerz gepeinigt, tänzelte sie von einem Fuß auf den anderen.
Dabei nahm sie mit Schrecken wahr, dass es zwischen ihren Schenkeln feucht
wurde, was sie in dieser Situation keinesfalls erwartet hatte. Was war nur
mit ihrem Körper los? War er denn völlig verrückt geworden?
Federicos Hand hatte sich
inzwischen zu ihren Schenkeln vorgearbeitet und verschonte keinen Millimeter
ihrer zarten Haut. Auch ihm war die schimmernde Feuchtigkeit auf den
Innenseiten ihrer Schenkel nicht entgangen. Welch eine verführerische
Sinnlichkeit diese kleine Lolita ausstrahlte! Einerseits war sie betörend
unschuldig, andererseits empfand sie ganz offensichtlich sinnliche Lust. Nur
allmählich, fast unmerklich, nahm er die Intensität und das Tempo seiner
Schläge zurück. Er hatte fürs Erste genug herausgefunden. Sie war willig,
leidensfähig und tapfer genug, um ein aufregendes Spielzeug abzugeben. Ein
zynisches Lächeln machte sich auf seinen Lippen breit.
Lorenzo ließ Giulias
Handgelenke los und packte sie an den Schultern, um sie zu sich
hochzuziehen, bis ihr Gesicht auf gleicher Höhe mit seinem war. Er zog sie
in seine Arme und schlang seine Schenkel um ihre zappelnden Beine. Während
sie nun hilflos in seiner Umklammerung hing und die letzten Klapse von
Federicos Züchtigung hinnehmen musste, wurde ihre Klage von Lorenzos Mund
mit einem langen leidenschaftlichen Kuss erstickt. Er nutzte ihren nächsten
Aufschrei aus, um seine Zunge in ihren Mund zu schieben, sich durchaus der
Gefahr bewusst, die von ihren Zähnen ausging. Aber Giulia war weit davon
entfernt, ihren Mund zu schließen. Sie hatte ihren Gedanken, die Zähne fest
zusammenzubeißen, um den Schmerz auszuhalten, unbewusst aufgegeben, von der
peinlichen Situation um ihre Selbstkontrolle gebracht.
Der Überfall von Lorenzos
Lippen und der frische Pfefferminzgeschmack, der von seiner Zunge ausging,
verwirrten sie vollkommen. Ihr Körper bebte unter den widersprüchlichen
Empfindungen, unter der Lust, die von diesem Kuss ausging, und unter der
brennenden Haut ihrer Kehrseite. Sie hatte keine Kraft mehr, sich emotional
zu wehren. Das Blut stieg ihr in den Kopf, und ihr Puls jagte durch ihre
Adern. Sie versank in einer Woge aus Schmerz, gepaart mit Lust und
Leidenschaft. Ihre Gegenwehr erlahmte mehr und mehr, und sie gab sich völlig
diesem köstlichen Mund hin, diesen weichen Lippen und dem Gefühl der starken
Arme, die sie schützend, aber auch unnachgiebig festhielten.
Lorenzo genoss diesen
Augenblick. Giulia war leicht wie eine Feder, und sie strömte einen zarten
natürlichen Duft aus, keinen nach schwerem Parfum, wie es seiner Nase
oftmals unerträglich war. Ihr Körper war nachgiebig und lag weich, fast
erschlafft in seinen Armen. Sie tat ihm beinahe leid, und er hoffte,
Federico würde bald zu einem Ende kommen und sie nicht zu lange leiden
lassen.
Von einer Sekunde zur
anderen war alles vorbei. Nach Luft ringend und vollkommen erschöpft hing
Giulia in Lorenzos Arm. Ihr Po und ihre Schenkel waren ein einziges
loderndes Flammenmeer. Sie fühlte sich ausgelaugt wie nach einem lang
andauernden Fieber und fand kaum wieder zu sich.
Lorenzo streichelte ihr
zärtlich über Kopf und Rücken und murmelte dabei leise: »Es ist vorbei. Du
hast es überstanden. Braves Mädchen!« Er schaute auf ihren Schoß und ihre
Schenkel, von denen ein betörender zarter Duft der Erregung ausging. Nur mit
Mühe konnte er sich beherrschen, dieser Aufforderung standzuhalten. Aber sie
hatten alles gemeinsam besprochen – Federico und er – sie lediglich zu
züchtigen, um sie in die Enge zu treiben, und er hielt sich an diesen Plan.
Er half Giulia auf die Füße
und stützte sie, während Federico ihr Slip und Hose hochzog und den
Reißverschluss zumachte. Ihre verwirrte Miene war entzückend. Keiner von
beiden erwartete diesmal, dass sie sich bedankte.
Würden seine letzten Worte,
ehe er sie fortschickte, überhaupt ihren Geist erreichen? Federico setzte
sich auf seinen Stuhl, nahm ihre Hände und zog sie zwischen seine
gespreizten Beine. Die intime Nähe verunsicherte Giulia aufs Neue. Dazu kam
der Ausdruck in seinem Gesicht – er war jetzt freundlich, wohlwollend,
aufmunternd. Eine weitere Züchtigung hatte er also nicht vor. Folgten jetzt
noch irgendwelche Ermahnungen? Die gesamte Situation war schrecklich
unangenehm und für ihren Verstand nicht einzuordnen. Sie bemühte sich,
seinem Blick standzuhalten und aufmerksam zuzuhören, was ihr angesichts der
ablenkenden warmen Feuchte, die sich in ihrem Slip bemerkbar machte, nicht
leicht fiel.
»Weißt du, es gäbe andere
Möglichkeiten für dich, Dankbarkeit oder Reue zu zeigen, die auch durchaus
angenehmer für dich ausfallen könnten. Wir haben dir diesbezüglich einen
kleinen Vorgeschmack gegeben.«
Giulia verstand kein Wort.
Es war ihr plötzlich unangenehm, dass er ihre Hände festhielt und sie somit
am Gehen hinderte. Sie fühlte, wie ihr der Schweiß ausbrach.
»Was bist du bereit zu tun,
damit du deine Stelle auf jeden Fall behalten darfst, auch wenn mal etwas
schiefgeht?«
In seiner Stimme lag ein
undefinierbarer Unterton. Hätte Giulia mehr sexuelle Erfahrungen besessen,
hätte sie verstanden, was er meinte, ein sexuelles Begehren herausgehört und
gewusst, dass sie im Begriff war, in eine Falle zu tappen. So aber
antwortete sie verunsichert: »Ich – ich würde, glaube ich, alles dafür tun,
Signor Federico!«
»Alles?«,
wiederholte er leicht gedehnt.
Sie nickte und schaffte ein
zaghaftes Lächeln.
Er ließ sie los. »Gut.
Alles. Vergiss es nicht. Ich werde darauf zurückkommen. Bald. Du kannst
jetzt gehen.« Er reichte ihr ihren Gürtel.
Giulia schaute von einem zum anderen. Sie versuchte noch
etwas zu sagen, aber außer einem undefinierbaren, in ihrer Kehle
hängengebliebenen Ton, einem Ächzen gleichend, kam nichts über ihre Lippen.
Ihr Blick begegnete ein letztes Mal Federicos, ehe sie sich umdrehte, und er
lächelte sie zufrieden an. |