|
Leseprobe:
Szene 1
Sie betrat das Haus,
aber keine Menschenseele war zu sehen. „Lucian“, rief sie, „Lucian
sind Sie hier?“
„Ich bin hier draußen,“ vernahm sie seine Stimme. Sie lief um
das Haus herum und wäre beinahe gegen eine Leiter geprallt. Lucian
stand ganz oben auf der Leiter, nur mit Jeans und Turnschuhen
bekleidet und strich die Fassade des Hauses. Ein sehr reizvoller
Anblick, stellte sie fest und vergaß fast, warum sie hier war.
„Ich habe Sie heute morgen vermisst“, bemerkte er, ohne sie
anzusehen. Sein Ton klang ein bisschen ärgerlich. Das hatte sie nicht
erwartet, da sie annahm, dass die Teilnahme an den Kursen hier recht
locker gehandhabt wurde.
„Es tut mir leid“, antwortete sie. „Ich war verhindert, und
ich hatte heute morgen keine Zeit mehr, Ihnen Bescheid zu geben.“
Immer noch würdigte Lucian sie keines Blickes und widmete
sich mit Hingabe seiner Arbeit an der Fassade.
Die Männer hier sind mir ein Rätsel. In einem Moment sind sie
so charmant und sexy, dass man sie anfallen
möchte, und im nächsten Augenblick legen sie eine Arroganz an den
Tag, die kaum zu ertragen ist.
Sie hatte die Nase voll. Sie hatte nichts verbrochen, und
entschuldigt hatte sie sich nun auch. „Also, wie gesagt, ich bedauere,
dass es mir nicht möglich war, Ihnen meine Abwesenheit früher
mitzuteilen. Auf Wiedersehen!“
Als sie sich umdrehte, um zu gehen, fragte Lucian, immer noch
den Blick auf die Hauswand gerichtet: „Waren Sie krank? Hatten Sie
einen Migräneanfall?“ Er wollte eigentlich nicht so arrogant und
verärgert klingen, aber heute Morgen war er über ihre Abwesenheit so
enttäuscht, dass er kaum in der Lage war, sich um die anderen
Studenten zu kümmern.
Ihr platzte der Kragen. Sie stemmte die Hände in die Hüften
und warf den Kopf in den Nacken.
„Ich hatte keinen Migräneanfall und auch keine andere
Krankheit. Es ging mir gut, sogar sehr gut. Es ging mir fantastisch.
Ich habe gearbeitet!“
Als sie das sagte, wurde ihr klar, dass Helen und Tom ihn
anscheinend nicht über das heutige Treffen informiert hatten.
Lucian unterbrach seine Arbeit, stieg die Leiter hinunter,
stellte den Farbeimer ab und stand nun dicht vor Lena. Sein nackter
Oberkörper glänzte, Schweiß überzog seine Haut und mischte sich mit
weißer Farbe.
„Sie haben gearbeitet?“ Seine Stimme klang noch ärgerlicher
als vorher.
„Ja, ich habe gearbeitet, und es war sehr erfolgreich. Heute
Morgen hatte ich ein wichtiges Treffen mit ihren beiden Freunden.“
Lucians Mund war trocken, und er wusste nun, dass Helen Lena
kennengelernt hatte. Er war wütend darüber, dass er von Tom nicht über
dieses Treffen informiert wurde, aber noch mehr quälte ihn die
Ungewissheit, ob Lena mit Tom gearbeitet hatte. Aber er wollte diese
Frage nicht so direkt stellen.
„Hat Helen hinter der Kamera gestanden?“, fragte er
zögerlich.
„Nein. Sie hat mit mir gemeinsam Model gestanden, und Tom hat
uns gemalt, wie wir ...“ Sie brach mitten im Satz ab. Fast hätte sie
ihr Erlebnis berichtet. Sie war so erfüllt von diesem Geschehenen,
dass sie es unbedingt loswerden wollte, aber Lucian war sicher nicht
der richtige Ansprechpartner. Überrascht und gleichzeitig erregt
fragte Lucian: „Er hat Sie gezeichnet, wie ihr beide was
gemacht habt?“
Sie blickte ihn direkt an. „Wie wir eben so dastanden, wie
Models eben so stehen.“
Lucians Gesicht kam bedrohlich näher. „Helen steht nicht
einfach so Model, ohne sich zu bewegen oder etwas zu tun!“ Die
Betonung lag auf dem Wort „tun“. „Vergessen Sie nicht, dass ich, wie
Sie wahrscheinlich erfahren haben, seit Jahren mit den beiden arbeite.
Ich kenne unsere Arbeit!“ Nun lag die Betonung auf „unsere“.
Sie wollte einen
Schritt zurückweichen, aber Lucians nackter Oberkörper war wie ein
Magnet.
Szene 2
Helen postierte sich
hinter der Kamera.
„Hast du einen
besonderen Wunsch, Lena?“, fragte Helen.
Lena blickte sich
hilflos um. Sie hatte einen Wunsch, aber sie konnte ihn nicht über die
Lippen bringen. Sie sah auf das Tuch, mit dem Stella gestern die Augen
verbunden waren. Fast gleichzeitig hob Lucian es hoch und band es Lena
um. Dann führte Tom sie auf das Podest und half ihr in die richtige
Position. Die Position, die Lena so fasziniert hatte, als Tom ihr die
Zeichnungen am See zeigte. Tom war ein sehr guter Beobachter. Er hatte
Lenas Blick gesehen, mit dem sie die Zeichnung am See bewunderte. Sie
war nun in kniender Position und saß auf ihren Füßen. Nach der ersten
Aktion heute Morgen hatten sie sich gar nicht erst komplett angezogen,
sondern sich nur in weiche Bademäntel gehüllt, die im Atelier hingen.
Die Männer waren bereits nackt und knieten hinter Lena. Die Stimmung
war bis zum Bersten gespannt.
Tom und Lucian wussten,
was sie zu tun hatten. Sie befreiten Lena von dem Bademantel, sodass
nun auch sie nackt war. Fast synchron berührten sie Lenas Schultern
und streichelten sie. Strichen über ihren Rücken, dessen Muskeln sich
langsam entkrampften. Lena war immer noch angespannt, aber diese
Männer hinter sich zu spüren, diese Männer, die sie so sanft
berührten, gaben ihr eine enorme Sicherheit. Die beiden massierten
ihre Schulterblätter und lösten jede Verspannung in Lenas Körper. Sie
zeichneten mit den Fingern die Umrisse ihrer Rückenwirbel nach,
berührten den Übergang zu ihrem Po, ihre Hände umfassten Lenas Taille
und schoben sich nach vorn auf ihren Bauch. Lenas Körper vibrierte,
und noch immer versuchte sie, sich zu kontrollieren. Keiner der beiden
Männer drängte sie. Sie gaben ihr das Gefühl, dass nur ihre Empfindung
im Mittelpunkt stand, obwohl sie hören konnte, wie tief Lucian atmete.
Es erregt sie,
stellte sie fest. Mich so zu berühren erregt sie, und diese
Erregung lässt sie steif werden. Diese Feststellung löste in ihr
ein unbändiges Verlangen aus. Sie ließ noch mehr los, hörte nicht mehr
den Auslöser der Kamera, fühlte nur noch.
Die Hände wanderten
nach oben. Gleichzeitig nahmen sie ihre kleinen Brüste und
streichelten sie. Eine Welle der Lust raste durch ihre schmale Statur.
Die Hände tasteten sich an ihre Warzen, strichen leicht darüber.
Wie
Schmetterlingsflügel, dachte sie, wirklich wie
Schmetterlingsflügel.
Die Hände wurden ein
wenig fordernder. Daumen und Zeigefinger rieben ihre Nippel und
schickten Stromstöße in ihren Unterleib. Sie spürte die Tropfen, die
sich zwischen ihren Beinen bildeten, hielt die Schenkel fest
geschlossen, in der Hoffnung, dass ihr Saft nicht auf das Tuch laufen
würde, auf dem sie kniete. Die Finger massierten ihre Brust und ihre
Warzen.
Sie zitterte jetzt am
ganzen Körper. Diese Reaktion löste bei Lucian und Tom eine gewaltige
Erektion aus. Tom hätte gerne seine andere Hand benutzt, um sich
anzufassen, aber er unterließ es. Die Männer führten ihre Hände über
Lenas Bauch, weiter nach unten über ihre Leisten und stoppten dann auf
ihren Oberschenkeln.
Sie hielt die Luft an.
Helen fixierte nur noch Lenas Gesicht, das Erwartung und Hoffnung auf
weitere Berührung widerspiegelte. Dann setzten sich die Hände und die
Finger wieder in Bewegung. Sie drückten Lenas Beine leicht
auseinander, sodass Platz war für Zärtlichkeit, die Raum brauchte. Die
Finger berührten ihre Schamlippen, die schon dicker waren, schoben
diese Lippen ein wenig beiseite und rieben über die kleinen
Innenflächen. Selbst die kreisenden Bewegungen, welche die Lippen und
auch flüchtig ihren Kitzler berührten, waren synchron, als würden die
Hände nur einer Person gehören. Aber es waren zwei Männer, die sie
begehrten. Zwei Männer, deren harte Ständer Lena an ihrem Rücken
spürte. Zwei Männer, die nur das Ziel hatten, ihr Lust zu verschaffen,
sie mit diesen Berührungen, die immer flinker wurden, hochzubringen.
Sie konnte nicht mehr orten, wo sich welche Finger befanden oder wie
viele es waren. Ein Stromstoß nach dem anderen schoss durch ihre
Scheide, die vor Lust zuckte. Die Reibung an ihrem Kitzler ließ ihn
anschwellen. Noch mehr Fläche für Berührung, für mehr Reibung. Die
Finger formierten sich vor ihrem Eingang, übten Druck aus und
massierten sie an dem Punkt, den sie vorher bei Helen gesucht und
gefunden hatte.
Wie auf Knopfdruck
öffnete sich Lena, und sie konnte ihr Stöhnen nicht mehr zurückhalten.
Es war nicht ein Seufzer oder ein Wimmern, sie stöhnte unaufhörlich.
Das Zittern ihrer Muskeln verriet, wie eine Welle nach der anderen
ihren Schoß traf. Die Finger spreizten sie vorsichtig noch etwas mehr,
die nächste Welle schickte einen kleinen Bach Nässe auf diese Hände,
bevor sie sich sehr vorsichtig und langsam weiter vorschoben. Ein
Finger eines jeden Mannes drang in sie ein, zog sich zurück, um sich
dann wieder vorzuschieben, langsam und gleichmäßig. Sie verharrten
einen Moment und bewegten sich dann in ihrer Scheide, schneller und
wilder.
Sie warf ihren Kopf
nach hinten, öffnete die Schenkel weiter, krallte sich in das Tuch,
auf dem sie kniete, dann hörte sie sich selbst flüstern, fast betteln:
„Macht weiter, hört nicht auf, macht weiter, mehr. Ich will mehr!“,
und die Finger gehorchten. Sie zogen sich zurück und stießen
gleichzeitig vor, immer schneller. Sie biss sich auf die Lippen, dann
schrie sie, als der Orgasmus sie packte und davontrug, bis nur noch
ein Wimmern aus ihrem Mund kam, die Hände langsamer wurden und ihren
Höhepunkt auffingen.
Toms Schwanz war so
steif, dass es ihm schon fast wehtat, und Lucian bemerkte Tropfen
seines Spermas, die sich auf seiner Eichel gebildet hatten. |