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Leseprobe:
Szene 1
Als Cecilia satt war und nach einem goldenen
Teller mit Weintrauben griff, um als Nachtisch davon zu naschen, sagte
Nicolò: »Donna Cecilia, Sie sind fertig, dann können wir überlegen, wie Ihre
Anwesenheit unter meinem Dach gerechtfertigt werden kann. Denn in diesem
Zimmer können Sie nicht bleiben, das ist für mich auf die Dauer zu
unbequem.«
Er hatte eine Art an sich, seine Sätze zu
formulieren, die Cecilia zur Weißglut brachte.
Sie funkelte ihn an und stieß hervor: »Sie
brauchen sich keine Gedanken zu machen, ich werde nicht hierbleiben. Nicht
in diesem Zimmer und nicht in Ihrer Villa.«
»Sie sind ermüdend, Signora. Dieses Thema hatten
wir schon und haben festgestellt, dass Sie nirgendwohin gehen können. Fangen
Sie nicht wieder damit an.«
Er erhob sich vom Bett und kam auf sie zu – seine
Bewegungen waren die eines Raubtiers. Vor ihr stehend entwand er ihr die
Traube, die sie gerade zum Mund führen wollte, und schob sie in seinen
eigenen. Er war wirklich ... wirklich unmöglich, aber seine Männlichkeit war
überwältigend. Sie schaffte es einfach nicht, wütend auf ihn zu sein.
Außerdem war es auch deshalb unmöglich, weil er recht hatte – in dieser Zeit
gab es keinen Ort, wo sie hingehen konnte.
»Wenn ... wenn«, sie leckte sich über die Lippen
und befingerte die Trauben auf dem Teller, »vielleicht kann ich für Sie
arbeiten. Irgendetwas.«
Warum fiel es ihr so schwer, das zu sagen?
Schließlich strebten die Frauen ihrer Zeit nach Arbeit, wollten ihr eigenes
Geld verdienen und unabhängig sein. Lag es daran, dass sie sich Nicolò
Capelli nicht als Arbeitgeber vorstellen konnte, sondern nur als etwas ganz
anderes?
»Arbeit?« Capelli hörte sich an, als wüsste er
nicht, was dieses Wort bedeutete.
»Nun ja ... ich kann vieles.« Schießen, gelehrt
über Kunst plaudern, Judo, reiten, mit dem Computer umgehen und im Internet
surfen, Auto fahren. Alles Dinge, die in dieser Zeit nicht von Nutzen waren.
»Als ... als Magd vielleicht.«
»Womöglich in der Küche.« Er ging um das Ruhesofa
herum, eine Hand ließ er dabei auf der Lehne liegen. Als er sich neben sie
setzte, hatte sie das Gefühl, als würde er sie umarmen. Stattdessen nahm er
eine Strähne ihres Haares, wog sie in der Hand. Wenn er doch nur seine
Finger in ihren Nacken legen und sie an sich ziehen würde. Er ließ ihr Haar
wieder los, nahm den Arm von der Lehne und sprach weiter: »Können Sie
kochen, Donna Cecilia?«
Kochen! Sie konnte sich ernähren, aber so kochen,
dass es für seine Tafel reichte – sicher nicht.
»Ich fürchte nicht.«
»Also nicht die Küche. Haben Sie noch andere
Vorschläge?«
Seine Nähe war berauschend. Sie konnte keinen
klaren Gedanken fassen und rückte von ihm ab, soweit das Ruhebett es zuließ.
»Ich könnte etwas anderes tun.«
Beispielsweise könnte ich dir erzählen, was die
nächsten 250 Jahre passiert,
schoss es ihr durch den Kopf, über das Ende
der Löwenrepublik, die Einheit Italiens, zwei Weltkriege, Mussolinis
Faschismus, dass man im einundzwanzigsten Jahrhundert im Flugzeug in ein
paar Stunden um die ganze Welt reisen konnte. Aber war es einem
Zeitreisenden nicht verboten, sein Wissen preiszugeben und die Zukunft zu
verändern, die für ihn Vergangenheit war? Sie kannte sich mit den Gesetzen
bei Zeitreisen nicht aus, außerdem schätzte sie ihn so ein, dass er daran
übermäßig interessiert war. Was konnte sie im Jahre 1754 tun, um Mussolinis
Faschismus zu verhindern? Ihr fiel nichts ein. In Romanen fand sich in
solchen Situationen immer eine bequeme Arbeit wie Bücher katalogisieren, das
Archiv ordnen ... Das könnte sie ...
Zögerlich begann sie. »Ich ... ich könnte Ihre
Bibliothek ordnen, eine Bestandsaufnahme machen.«
Sein Lachen unterbrach sie.
»Oh, ich sehe Sie zwischen staubigen Büchern
herumkriechen. Die meisten sind übrigens nicht hier, sondern in der Casa
Capelli in Venedig, und alle sind wohl geordnet.«
Das also auch nicht. Was konnte sie noch tun?
Langsam bekam Cecilia den Eindruck, er wollte gar nicht, dass sie blieb. Ihr
Mut sank. Sie fühlte seinen Blick auf sich ruhen, rückte noch ein winziges
Stück von ihm fort und machte sich klein.
»Wenn ich einen Vorschlag machen dürfte.« Er
wartete ihre Zustimmung nicht ab, sondern sprach sofort weiter. »Ich gebe
Sie als eine entfernte Verwandte aus. Die Witwe meines verstorbenen
entfernten Cousins, die sich von diesem schweren Schicksalsschlag erholen
muss. Auf diese Weise können Sie offen in meinem Haus leben.«
Im Haus eines unverheirateten, jungen Mannes.
»Das geht doch nicht.« Sie sprach die Worte ohne
nachzudenken aus. »Sie haben doch keinen toten Cousin.«
»Ich habe weder einen toten noch einen lebenden
Cousin. Für unser Spiel denke ich an einen beinahe verschollenen Zweig
unserer Casa und auch beinahe vergessen, wenn Sie nicht gekommen
wären. Aus Alexandria vielleicht. Genau, mein Verwandter hat dort einen
Handel betrieben mit ... mit ...« Er schnippte mit den Fingern und
überlegte.
»Datteln.« Das war das erste, was Cecilia einfiel
und aus Ägypten stammte.
»Dattelhändler, also wirklich. Kein Capelli würde
sich jemals dazu herablassen. Wir müssen etwas Besseres finden.«
Er sagte schon Wir. Das konnte er alles
nicht ernst meinen, aber es war ein schönes Spiel und lenkte sie von ihren
Sorgen ab. Also ging sie zunächst auf seine Vorschläge ein.
»Wie wäre es mit einem Forscher, der nach den
Schätzen des Orients sucht?«
Die großen archäologischen Entdeckungen hatten
erst im neunzehnten Jahrhundert stattgefunden. Der Stein von Rosette wurde
um die Wende vom siebzehnten zum achtzehnten Jahrhundert herum gefunden und
die Hieroglyphen noch einmal zwanzig Jahre später von Champollion
entziffert. Trotzdem kann es 1754 Liebhaber altägyptischer Kunst gegeben
haben, dachte sie.
»Das ist das Richtige für meinen entfernten
Verwandten.« Capelli schenkte ihr einen anerkennenden Blick. »Er lebte seit
zwanzig Jahren in Alexandria und beschäftigte sich mit Ägyptens Schätzen.
Die einzige Verbindung zur Serenissima war seine Ehefrau.«
»Ich kann aber nicht seit zwanzig Jahren jemandes
Ehefrau gewesen sein«, lachte sie. »Ich hätte dann im zarten Alter von sechs
Jahren heiraten müssen.«
»Ich habe doch nicht zwanzig Jahre Ehe gemeint.
Er hat Sie aus Venedig kommen lassen, und Sie haben dort vor etwa fünf
Jahren geheiratet. Er war etliche Jahre älter als Sie, etwa zwanzig.« Ein
spitzbübisches Lächeln umspielte Nicolòs Augen. Das Spiel machte ihm
diebische Freude.
»Wie bin ich dann Witwe geworden?« Sie fand auch
zunehmend mehr Gefallen daran.
Seine Hand, die mit den lockigen Haarsträhnen in
ihrem Nacken spielte, lenkte sie noch zusätzlich ab. Sündige Gedanken
blitzten in ihrem Hirn auf.
»Ein Fieber hat Ihren Gatten hinweggerafft, und
Sie sind zurückgekehrt. Wie praktisch so ein Fieber manchmal sein kann.«
Seine Hand legte sich um ihren Nacken, als wollte er sie zu sich
heranziehen, um sie zu küssen.
Cecilia würde seinem Kuss nicht widerstehen
können, das wusste er. Er küsste sie dann aber doch nicht, sondern fuhr nur
mit dem Daumen den zarten Bogen zwischen Hals und Schulter entlang. Es war
ein Versprechen für die Zukunft.
»Ein Fieber.«
»Das sumpfige Delta des Nils ist bekanntlich ein
Hort für allerlei Krankheiten.« Mit jedem Wort begeisterte sich Capelli mehr
für seine Idee. Seine gelangweilte Miene war einem amüsierten Ausdruck
gewichen. Das versprach ein interessanter Sommer zu werden.
»Das geht nicht. Alle werden merken, dass ich
eine Betrügerin bin.«
»Keine Betrügerin. Nicht doch.« Wieder strich
sein Daumen über ihren Hals.
»Es wäre ein großer Spaß«, fuhr er fort, »Sie als
eine Donna Capelli in die Gesellschaft einzuführen. Niemand wird etwas
merken. Ich wette mit Ihnen.«
»Wetten! Um was?«, lachte sie.
»Um den Besitz dieser Villa.«
»Nein, das geht nicht.« Seine Worte jagten ihr
einen Schauer über den Rücken. Das prächtige Haus könnte ihr gehören. »Das
können Sie nicht machen, und ich kann nichts einsetzen.«
»Eine Wette ist eine Wette«, sagte er leichthin.
»Außerdem werde ich meine gewinnen, die Villa behalten, und Ihr Einsatz wird
sein, dass Sie eine Nacht meine ergebene Dienerin sind – eine partie
libertin.«
Die französischen Worte klangen fremd in ihren
Ohren, aber sein Blick ließ keinen Zweifel an ihrer Bedeutung. Er wollte
sie. Cecilia schluckte.
Szene 2
»Carissima, kann ich Sie in der Obhut meiner Mutter
lassen? Ich muss gehen.«
»Zu einer Verabredung mit Freunden – jetzt.« Sie befreite
ihre Hände aus seinem Griff und klopfte ihm leicht mit dem geschlossenen
Fächer auf die Brust.
»Etwas in der Art.«
Er wollte einen übel beleumundeten Ort aufsuchen, und bei
Personen, die ihm verpflichtet waren, Erkundigungen über Lucrezia einziehen.
Wenn ihr wirklich etwas passiert war, würden diese es wissen. Dorthin konnte
er jedoch nur nachts gehen und Cecilia unmöglich mitnehmen.
»Bei Ihrer Mutter bin ich sicherlich in guter Obhut.«
»Es fragt sich nur, ob es nicht eher umgekehrt ist.« Er warf
einen zweifelnden Blick auf die Spielerinnen. Gerade schob Donna Sofia
wieder einen Stapel Münzen zu ihrer Gegnerin hinüber. »Ich verlasse Sie
also, Cara.«
Er zog ihre Rechte an die Lippen und verabschiedete sich
anschließend mit ein paar geflüsterten Worten von seiner Mutter.
Die lächelte Cecilia kurz zu, bevor sie sich wieder ihrem
Spiel widmete.
Cecilia schaute den Spielerinnen eine Weile zu und mühte
sich, die Regeln zu verstehen, aber ihr fehlte die Leidenschaft der Menschen
des achtzehnten Jahrhunderts für das Kartenspiel, und so blieb es ihr ein
Rätsel, warum mal diese und mal jene Karte abgeworfen wurde.
Ihr war heiß, und auch der Fächer brachte nur die schwüle
Luft um sie herum in Wallung. Das Stimmengewirr im Raum verursachte ihr
Kopfschmerzen, und das Schicksal der armen Lucrezia ließ ihr keine Ruhe. Sie
wollte allein sein und ihre Gedanken sammeln, deshalb schlüpfte sie durch
eine Tür, die zum Glück nicht in einen weiteren Salon, sondern in ein
kleines Wohnzimmer führte. Auf dem Kaminsims brannten zwei Kerzen und eine
weitere auf einem spinnenbeinigen Tischchen neben einem Ruhesofa. Das
Fenster war geöffnet, und die Gardinen bauschten sich leicht im Sommerwind.
Cecilia trat ans Fenster und schaute auf die Straße hinunter.
Ein Karren rollte vorbei und machte auf dem Pflaster einen ohrenbetäubenden
Lärm. Gleich danach kamen Arm in Arm zwei junge Männer. Sie hatten dem
Alkohol bereits reichlich zugesprochen und schwankten auf der Gasse von
einer Seite auf die andere, dabei unterhielten sie sich laut, ob ein Leder-
oder ein Wolllappen zum Polieren von Schuhen geeigneter sei. Cecilia
verstand jedes ihrer Worte. Gerade unter dem Fenster, an dem sie stand,
blickte einer der beiden hoch und entdeckte sie.
»Amantissima Signora«, rief er aus und lüpfte mit
übertriebener Geste seinen Hut. Sein Freund tat es ihm schwankend nach.
Cecilia zog sich vom Fenster zurück. Sie lehnte sich an den
geöffneten Fensterflügel und ließ den Wind über ihre Wangen streichen.
Wo Lucrezia gerade war? Sie empfand keine Freundschaft für
die junge Frau, wünschte ihr aber, dass sie die laue Nacht ebenso genießen
konnte, wie sie selbst. Cecilia ließ in Gedanken noch einmal das Gespräch
über ihr Verschwinden Revue passieren, und wieder endete es damit, das
Nicolòs Erbe wohl mit der Sache zu tun haben musste. Er hatte seine Pfeile
zu geschickt platziert, um nicht eine finstere Absicht gegen Nicolò zu
hegen. Dafür musste sie Beweise finden, dafür war sie ausgebildet.
Stimmen an der Tür, und das Herunterdrücken der Klinke
unterbrachen ihre Überlegungen. Sie drehte sich erschrocken um und konnte
sehen, wie sich die Tür langsam öffnete; Cecilia wollte mit niemandem
sprechen, daher glitt sie schnell hinter einen Vorhang neben dem Fenster und
betete darum, nicht entdeckt zu werden.
Ein Mann und eine Frau kamen herein. Er hatte einen Arm um
ihre Taille geschlungen, in der anderen hielt er eine Flasche Champagner; er
flüsterte ihr etwas ins Ohr, das sie zum Kichern brachte.
Das konnte ja heiter werden. Cecilia sah keine Möglichkeit
aus dem Zimmer zu entwischen, ohne bemerkt zu werden. Das Fenster lag der
Tür gegenüber und dazwischen ließen sich die beiden auf das Ruhesofa fallen.
Die Frau kicherte immer noch, während er einen Schluck Champagner aus der
Flasche nahm. Sie erkannte in ihm den gutaussehenden Geiger, der die
Signorina Carmando bei ihrer Arie begleitet hatte, und in der Dame die
Signorina selbst.
»Gib mir auch, Giacomo«, bettelte sie und streckte ihm das
Gesicht entgegen.
Er gab ihr zunächst einen Kuss, ehe er ihr die Flasche
reichte. Cecilia spähte hinter dem Vorhang hervor und beobachtete, wie die
junge Dame einen kräftigen Zug nahm. Nach dem Absetzen der Flasche stieß sie
einen Rülpser aus, der beide wieder zum Kichern brachte.
Sie stellte den Champagner auf den Boden, Giacomo legte
seinen Rock ab und machte sich dann an ihrem Kleid zu schaffen.
»Welche Stoffmassen, Claudia«, klagte er und hörte sich dabei
beinahe wie Nicolò an. Er schälte seine Schöne aus ihren Röcken und schob
diese achtlos mit dem Fuß weg. Sie rutschten genau bis vor Cecilias Vorhang.
Das Oberteil folgte.
In Unterwäsche sah Claudia wie ein Engel aus. Sie machte
diesen Eindruck aber gleich zunichte, als sie sich in aufreizender Pose auf
dem Sofa zurechtlegte und sagte: »Es war äußerst geschickt von Ihnen, sich
als Geiger auf dem Ball meiner Mutter einzuschleichen, Giacomo Casanova.«
»Geschick ist mein zweiter Vorname. Außerdem war ich
tatsächlich Geiger am Teatro San Samuele. Alles, um meiner Schönsten nahe zu
sein.«
»Ich dache, Leidenschaft wäre Ihr zweiter Vorname.«
»Dann ist Geschick mein dritter.«
»Ich will Sie, Giacomo.«
»So wie ich Sie will.« Mit fliegender Hast knöpfte er seine
Weste auf und ließ sie den Röcken folgen.
Das war Giacomo Casanova! Cecilia atmete keuchend aus. Zum
Glück waren die beiden zu sehr mit sich selbst beschäftigt, um sie zu hören.
Der größte Liebhaber aller Zeiten als Geiger. Er war alles Mögliches
gewesen: Hauslehrer, Geistlicher, Betreiber einer Lotterie, Musiker, aber
leibhaftig zu sehen … Welche Überraschungen hielt die Zeit noch für sie
bereit?
Claudia machte sich an Casanovas Hose zu schaffen. Beide
atmeten heftig. Der Anblick ihrer schönen Körper beim Liebesspiel ließ
Cecilia nicht kalt.
Casanova und Claudia versanken in einem Kuss, als wollten sie
miteinander verschmelzen. Ihre Zungen umschlangen einander, Cecilia ahnte
es, sehen konnte sie es von ihrem Platz aus nicht, aber die Bewegungen waren
eindeutig. Unwillkürlich leckte sie sich über die Lippen.
Casanova lehnte sich breitbeinig auf dem Sofa zurück. Claudia
stand über ihn gebeugt, der Kerzenschein reflektierte im Glanz ihrer
unternehmungslustigen Augen. Sie beugte sich weiter nach vorne, als er sich
an den Schnüren ihres Mieders zu schaffen machte. Er löste die oberen
Bänder, und ihre Brüste sprangen wie reife Orangen aus Korsett und
Unterhemd.
Diesen süßen Früchten in seiner Reichweite konnte er nicht
widerstehen, griff mit beiden Händen zu und rieb und drückte die prächtigen
Halbkugeln.
Cecilia hatte das Gefühl, als würde er über ihre eigenen
Brüste streichen, spürte ihre Nippel hart werden. Sie dachte nicht mehr
daran, wie es ihr gelingen konnte, unbemerkt den Raum zu verlassen, sondern
spähte neugierig hinter dem Vorhang hervor.
Casanova hatte seine Schöne näher zu sich herangezogen, damit
er ihre Früchte mit den Lippen genießen konnte. Völlig selbstvergessen
leckte, küsste und streichelte er sie, kniff und biss wohl auch manchmal zu,
und das schien ihr besonders zu gefallen, keuchte sie doch jedes Mal
entzückt auf. Cecilia musste an sich halten, um sich nicht durch ihr eigenes
Stöhnen zu verraten.
»Prächtiges Weib«, murmelte Casanova in die Spalte zwischen
Claudias Brüsten. Die glänzten inzwischen feucht von seinem Speichel. Er
griff sich zwischen die Beine, während seine Lippen weiterhin an dem prallen
Busen festgesaugt blieben.
»Das ist mein Spielzeug.« Lachend griff sie nach seinen
Händen. »Nehmen Sie mir nicht, wonach ich mich den ganzen Abend sehnte.«
»Ihr gehorsamer Diener, Signorina.«
Gleichzeitig mit seinen Händen waren auch Cecilias Hände zu
ihrem Schritt gewandert. Sie drückte den Stoff zwischen ihre Beine und rieb
sich, mit der anderen Hand fuhr sie in den Ausschnitt ihres Kleides. Ihre
Finger fanden kaum Platz, und diese Enge ließ sie noch mehr glühen.
Auf dem Sofa hatten die Liebenden die Plätze getauscht.
Claudia hatte wieder die Champagnerflasche in der Hand, beim Trinken
blinzelte sie ihrem Liebhaber kokett zu.
»Das reicht, Bellisima.« Er nahm ihr die Flasche weg
und setzte sie sich selbst an die Lippen.
Cecilia nahm an dem wollüstigen Taumel teil. Sie streichelte
sich weiter selbst und konnte den Blick nicht von den beiden wenden.
Diese saßen mit dem Rücken zu ihr. Casanova ließ die leere
Flasche auf den Boden fallen und stieß sie mit dem Fuß fort. Sie rollte in
eine Ecke des Zimmers. Claudia kicherte bei dem Geräusch, offenbar war sie
beschwipst. Sie ließ sich auf dem Ruhesofa nach hinten fallen und wölbte
aufreizend den Rücken, dabei griff sie selbst nach ihren Brüsten und knetete
sie. Mit dem Fuß stieß sie auffordernd ihren Liebhaber an.
»Kommen Sie. Das alles habe ich für Sie aufgehoben.«
»Und morgen wird es jemand anderer sein und gestern und davor
auch – ach, ich denke lieber nicht daran.« Aus seiner Hosentasche zog er
eine kleine Dose, bevor er das störende Kleidungsstück entfernte. »Ihre
Kugeln werden uns einen besonderen Genuss verschaffen.«
Cecilia wusste nicht, wovon er redete, aber die junge Frau
offenbar genau. Sie lachte leise und knetete ihre Brüste heftiger. Den
Inhalt der Dose verrieb Casanova auf seinem steil aufragenden Penis und
einen letzten Rest auf den Brüsten der Frau vor ihm. Dann kniete er sich
über sie.
Was hatte er vor? Cecilia sollte es gleich sehen. |