Erotische Romane von Frauen für Frauen...

 

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Zähmung des Blutes

Kerstin Dirks & Sandra Henke

 

Preis eBook: € 5,00

Format: Adobe Reader PDF

Erotikfaktor: 

Genre(s): Vampire, Zeitgenössisch

Themen: Dominanz/Unterwerfung, Fesselspiele

 

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Inhaltsangabe:

 

Der Kampf der acht vereinten britischen Vampirlogen "Vita Eterna", darunter auch die Londoner Loge Condannato, gegen den abtrünnigen Audax Zirkel, der Nordirland fest in der Hand hat, spitzt sich zu und erneut sind es Blutsbande, die eine Menschenfrau, die scheue Alyce Torn, in diesen Kampf hineinziehen.

Wird ihre Zwillingsschwester Abby, eine Vampirin der Loge Condannato, sie rechtzeitig retten können oder wird Alyce durch den Vampir Logan, dem berüchtigtsten Jäger des Zirkels und sogenannte "Bestie von Belfast", an den mächtigsten aller Audax-Vampire, Santagos, ausgeliefert werden und somit unvorstellbare Qualen erleiden müssen?

Alyce scheint Logan in jeder Hinsicht hilflos ausgeliefert zu sein, denn Abby befindet sich auf einer wichtigen Mission, da das höchste Ratsmitglied Sur vergiftetes Blut getrunken hat und "Vita Eterna" auseinander zu brechen droht. Doch Abbys  Aufmerksamkeit wird abgelenkt durch einen Verräter in den eigenen Reihen! Und auch Alyce und Logan spüren, dass zwischen ihnen mehr ist als nur das Verhältnis zwischen Jäger und Gejagter...

 

Teil II der hocherotischen Trilogie um die Vampirloge Condannato

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Über die Autorinnen:

 

Kerstin Dirks wurde 1977 in Berlin geboren. Nach dem Abitur absolvierte sie eine Ausbildung zur Kauffrau für Bürokommunikation. Seit Anfang 2004 schreibt sie Heftromane (Adel, Mystik, Fantasy) für die Verlage Bastei, Kelter und Mohlberg. Die Autorin ist außerdem Mitglied bei DeLiA, der Vereinigung deutschsprachiger LiebesromanautorInnen.

Besuchen Sie auch die Website von Kerstin Dirks: www.kerstin-dirks.de

 

Die Neusser Autorin Sandra Henke (Jahrgang 1973) veröffentlichte bereits eigene Bücher für Kinder & Erwachsene in den Verlagen Coppenrath, Auer, Elfen, I.L.Lacrima, Geest, WortWelteN und Adina-Online. Von 2002-2003 schrieb sie Fürsten-Heftromane für den Bastei Verlag und Ende 2003 erschien ihr erster erotischer Liebesroman "Indiansummer - Wünsch es dir nicht zu sehr, deine Wünsche könnten wahr werden" im Andrea Schmitz Buchverlag.
Sie schreibt Sachtexte für diverse Zeitschriften und arbeitet bei einem Kleinverlag und einem Kultur Magazin mit.
2003 errang sie den 2.Platz beim Literaturwettbewerb der Stadt Sangerhausen; 2004 belegte sie den 1.Platz beim Liebesgeschichtenwettbwerb von DeLia und der Zeitung "ExtraTipp Meerbusch".
Sie ist Mitglied im "Verband deutscher Schriftsteller in ver.di NRW".
Besuchen Sie auch die Website von Sandra Henke: www.sandrahenke.de

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Leseprobe

 

Der romantische Kerzenschein und die bunte Raumdekorierung beruhigten Alyce ein wenig. Sie las: "Kastanienhonig, Lindenblütenhonig, Rapshonig, Löwenzahnhonig, Wiesenblütenhonig, Sonnenblumenhonig, Waldhonig und Obstblütenhonig. Dass es so viele Sorten gibt, wusste ich nicht." Seit sie vor sechs Jahren nach Shelham gezogen war, fuhr sie selten nach Cardiff. Das skurrile Ladenlokal musste neu sein.

"Polnischer Buchweizenhonig, argentinischer Pampashonig, vietnamesischer Kaffeeblütenhonig, türkischer Pinienhonig, neuseeländischer Kleehonig, brasilianischer Eukalyptushonig... und das alles können Vampire nicht essen." Maxine seufzte. "Meine Oma hat mir als Kind immer Akazienhonig in den Tee geträufelt, wenn ich Husten hatte."

"Quäl dich nicht mit Erinnerungen", sagte Logan scharf, "es schmeckt dir nicht mehr, also sehne dich auch nicht danach. Du musst endlich dein altes Leben loslassen. Daran führt kein Weg vorbei, denn du kannst nicht zurück!" Kopfschüttelnd ging er in den Lagerraum.

Alyce meinte Tränen in Maxines Augen zu sehen, war aber unsicher, ob nicht das Flackern der Kerzen sie täuschte. "Ich verstehe dich", begann sie zaghaft, "auch ich bin gewaltsam aus meinem Leben herausgerissen worden und möchte heim. Im Gegensatz zu dir, gibt es für mich ein Zurück. Bitte, lass mich gehen."

"Das kann ich nicht."

"Wieso nicht?" Sie kräuselte die Stirn. "Du müsstest nur einen winzigen Schritt zur Seite gehen und mich passieren lassen."

"Ich muss mich Logan beugen. Er wird nicht umsonst die Bestie von Belfast genannt."

"Logan ist nicht Audax! Die anderen Vampire würden dich vor ihm beschützen."

"Er hat einen hohen Stand innerhalb des Zirkels", erklärte Maxine. "Außerdem haben wir von Santagos persönlich den Auftrag, die Phiole zu stehlen. Er ist unser Vater."

"Familie verzeiht immer", munterte Alyce sie auf und dachte im Inneren verlegen an ihren Streit mit Abby.

Abfällig schnaubte Maxine: "Aber nicht Santagos, nicht der Audax Zirkel! Sie würden mich qualvoll töten."

"Dann laufe mit mir weg. Jetzt!" Alyce faltete die Hände zusammen und hielt sie flehend hoch.

"Ich wäre eine Ausgestoßene. Wie sollte ich leben, wenn weder Audax noch Vita Eterna mich als Mitglied akzeptieren? Ich wäre Freiwild und Logan würde mich bis ans Ende der Zeit jagen." Sie senkte den Blick. "Es tut mir Leid."

Alyce ließ die Schultern hängen. Offensichtlich fühlte sich Maxine ebenso gefangen und hilflos wie sie selbst.

Mit einem zufriedenen Lächeln auf dem Gesicht schlendert Logan in den Verkaufsraum zurück. Die Flammen tanzten aufgeregt, als er an den Kerzen vorüberging und ein Seil aus Sisal um den Hals schlang; ein Strick, wie er benutzt worden war, um die Bienenstock-Nachbauten für den Tresen zu umwickeln. "Schrei nicht, sonst muss ich dich bestrafen, denn knebeln kann ich dich nicht. Du wirst mir Rede und Antwort stehen."

Ihr Herz raste. Alyce wich rückwärts, doch er gab Maxine ein Zeichen und die Elevin stellte sich ihr in den Weg.

"Bitte, das könnt ihr nicht tun", zeterte Alyce und schaute abwechseln Lehrer und Schülerin an.

"Was denn?", fragte er provozierend, "wirst du mir freiwillig erzählen, wo sich die Phiole befindet?"

"Ich... ich weiß das nicht", stotterte sie.

Bei jeder Frage trat er einen Schritt auf sie zu. "Wo hält sich Abelaine versteckt?"

Sie zuckte mit den Achseln.

"Wo hat Condannato sein Zwischenlager errichtet?"

"Ich habe wirklich keine Ahnung."

"Welcher Loge stattet die Vita-Eterna-Delegation als nächsten einen Besuch ab, um das Blut des Logen-Oberhauptes zu erhalten?"

"Woher soll ich das denn alles wissen?"

Seine Stiefelspitzen berührten ihre Zehen. Er neigte sich über sie wie ein Geier, der mit seinem spitzen Schnabel der Beute den Todesstoß geben wollte. "Du und Abby, ihr hattet einen ganzen Tag Zeit, um miteinander zu plaudern. Was hätte sie dir sonst erzählen können, wenn nicht von ihrem jetzigen Leben?"

Alyce fühlte einen Stich im Herzen. Ja, sie hatten den Tag über gemeinsam auf dem Dachboden gehockt, aber alles, was sie ausgetauscht hatten, waren Vorwürfe.

Sanft hob Logan mit der Hand ihr Kinn an, damit sie ihm in die Augen sah. "Letzte Chance, Rotschopf."

"Reiß mir das Herz heraus, doch ich kann dir wirklich nichts sagen", flüsterte sie.

"Vielleicht hat sie dir etwas verraten und du bist dir dessen nicht einmal bewusst." Er zog mit dem Daumen ihre vollen, hellroten Lippen nach und tauchte mit dem Zeigefinger kurz in ihren Mund ein. "Ich werde es aus dir herauskitzeln."

"Tu mir bitte nicht weh", flehte sie verzweifelt.

Er zog die Augenbrauen hoch. Noch immer lag seine Hand an ihrer Wange. "Es wird ein bittersüßer Schmerz sein. Du wirst ihn genießen. Vielleicht bettelst du sogar um mehr."

"Niemals!", stieß sie empört hervor.

 Sein Daumen verschloss ihre Lippen. Eindringlich sah er sie an und schüttelte den Kopf, um sie zu ermahnen, still zu sein. Er zog gemächlich seine Lederjacke aus, warf sie achtlos auf den Boden und hob Alyce auf seine Arme. Verwundert legte sie den Arm um seine Schulter und spürte die harten Muskeln unter seinem Netzshirt. Je öfter sie ihm nahe kam, desto verwirrter war sie. Sein Duft zog sie magisch an. Ein einziger Blick von ihm zwang sie in die Knie. Sie verteufelte sein vampirisches Charisma!

Er trug sie zum Tresen, fegte mit ihren Beinen Stifte und Flyer fort und legte Alyce auf die Holzplatten. "Halte ihre linke Seite", befahl er Maxine, die herbeieilte und Alyces linke Hand und linken Fuß festhielt.

Erst jetzt begriff Alyce. Logan wollte sie an die Theke fesseln! Panisch wehrte sie sich aus Leibeskräften. Sie trat nach ihm, doch er fasste ihren rechten Knöchel und schlang das Seil darum. Wie ein Rodeoreiter, der mit seinem Lasso ein Rind gefangen hatte und es nun an den Extremitäten fesselte, band er den Fuß an das rechte Handgelenk und führte das Seil zwischen den Bienenstöcken hindurch. Ehe sich Alyce versah, waren auch Hand und Fuß der linken Körperhälfte gefesselt. Fixiert lag sie auf dem skurrilen Ladentisch, die Beine weit gespreizt und den Vampiren ausgeliefert.

"Du behandelst mich wie Vieh", winselte sie. "Das ist entwürdigend."

Logan stellte sich zwischen ihre Beine. "Es ist nur demütigend, wenn du es als solches empfindest."

Was sollte das schon wieder heißen? Sollte sie diese beschämende Lage etwa stolz hinnehmen? Sie war nicht so stark wie er. Ja, ihm traute sie zu, dass er seinen Hochmut behielt, selbst wenn er ausgepeitscht würde.

"Tu endlich, was du nicht lassen kannst", schrie sie und versuchte den Oberkörper zu heben, doch Maxine drückte sie zurück auf die Holzplatte.

Langsam schob Logan ihr Nachthemd bis zur Hüfte hoch. Alyce drehte schluchzend das Gesicht zur Seite. Sie fühlte sich so hilflos, wie nie zuvor in ihrem Leben, schutzlos aufgeliefert einem Bluthund, einem Vampir und Jäger, der Menschen verabscheute und über Leichen ging, um den Gegner zur Strecke zu bringen.

"Sieh mich an!", sagte er in einem Ton, der keinen Widerstand duldete.

Sie spürte, wie sich Tränen in ihren Augen sammelten, wollte ihm aber nicht die Genugtuung verschaffen, sie schon wieder heulen zu sehen. Doch anstatt blankem Hass blickte ihr Lust entgegen. Logan leckte sich lüstern die Lippen. Seine Augen funkelten gierig. Zärtlich streichelte er die Innenseite ihrer Oberschenkel, als wollte er sie mit dieser Geste beruhigen. Genau das Gegenteil war der Fall! Seine Berührung erregte sie. Ihr Atem ging schneller. Alyce spürte erstaunt, wie Hitze ihre Scham durchflutete, je näher seine Hand ihrem Unterleib kam und erinnerte sich an den kalten Atem, den er ihr in der Poststation eingehaucht hatte, um ihr Abbys Handynummer zu entlocken. Welche Fähigkeiten lauerten noch unter seiner rauen Schale?

Logan lief mit den Fingern über ihre Schenkel wie eine Spinne, brachte sie damit zum Kichern und bald darauf zum Stöhnen, denn er legte die Handfläche auf ihren Schoß und ihr Blut pulsierte durch die Schamlippen wie ein Lavastrom.

"Bitte, nimm deine Hand weg", flehte Alyce ihn an. Sie war solche durchdringenden Gefühle nicht gewohnt. Die lustvollen Wellen begannen ihre Kontrolle fort zu schwemmen, aber sie musste bei klarem Verstand bleiben, um Logan die Stirn zu bieten.

"Wenn du es wünschst", sprach er leise, doch es schwang ein hinterhältiges Timbre in seiner Stimme, das Alyce aufhorchen ließ.

Sie beobachtete, wie er sich bückte und etwas aufhob. Prüfend hielt er den Kugelschreiber hoch, an dessen Ende eine Eulen-Feder – schneeweiß, mit brauner Farbe durchzogen wie die Adern eines Blattes - befestigt war. "Reizend!" Er hob eine Augenbraue und schaute zu Alyce. Dann lächelte er verklärt. Logan begann die Innenseite ihrer Schenkel mit der Feder zu liebkosen. Sie bemühte sich die Haltung zu wahren, denn die sanfte Berührung kitzelte und die Situation war alles andere als zum Lachen. Doch auch Logan schmunzelte, und als die Feder sanft über ihre Schamlippen strich, wandelte sich das Kribbeln in Erregung und diesmal presste Alyce die Lippen aufeinander, um einen Seufzer zu ersticken.