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Leseprobe:
Szene 1
Marleen
folgte Rafael in die schummrige Bar. Ein eigentümlicher Geruch lag in der
Luft. Angenehm, aber seltsam schwer und zu Kopf steigend. Stimmengewirr,
Gläserklingen, das Klacken von Absätzen, Lachen, helle Frauenstimmen,
sinnliche Musik und eine erhöhte Tanzfläche, auf der sich eine junge Frau
aufreizend an einer Tanzstange bewegte. Die Zeit des Vergnügens und des
Leichtsinns hatte begonnen. Die zahlreichen Gäste tanzten, lachten, tranken.
Das Innere
der Bar wurde durch unzählige Lichterketten und Kerzen in ein schummriges
Licht getaucht. Eine Vielzahl von Spiegeln reflektierte das Licht, das
schwarze Holz des Tresens schimmerte wie dunkles Wasser. Leicht bekleidete
Frauen jeden Alters saßen träge an der Bar, nuckelten genüsslich ihren
Cocktail durch einen Strohhalm und warfen dem attraktiven Barkeeper, der für
seine Cocktails bekannt war, begehrliche Blicke zu.
Marleen
war einer schieren Reizüberflutung ausgesetzt. Wusste nicht, wo sie zuerst
hinschauen sollte, sog die fremde Atmosphäre gierig in sich auf und spürte
ein leichtes Kribbeln in ihrer Magengegend, was daher rührte, dass sie das
alles hier mehr als aufregend fand. Innerlich schüttelte sie über sich
selbst den Kopf, denn hätte ihr jemand vor ein paar Tagen geweissagt, sie
würde ein derartiges Etablissement betreten und sich auch noch wohl fühlen,
sie hätte denjenigen für verrückt erklärt. Die schwüle Atmosphäre raubte ihr
fast den Atem. Umhüllte sie wie ein verführerischer Gastgeber und lud sie
ein, sich einzulassen ... einzutauchen ... zu genießen. Sie schloss für
einen Moment die Augen, sog den sinnlichen Geruch auf, der in der Luft lag
und atmete einmal tief durch. Sie war bereit!
Die Bar
war voll, und Rafael schien fast jeden zu kennen. Spärlich bekleidete
Menschen – sowohl Männer als auch Frauen saßen an kleinen Tischen und
nippten an ihren Cocktailkelchen.
„Champagner für Rafael und seine reizende Begleitung“, rief eine der
Bardamen, eine dunkelhaarige, schon in die Jahre gekommene Frau mit
bronzener Hautfarbe und Augen so klar und blau wie ein Bergsee. Rafael
nickte ihr lächelnd zu und bahnte sich einen Weg zu einer Nische mit Blick
auf die Tanzfläche.
Die Gäste,
die größtenteils in der Mitte des Raumes standen und gebannt auf das
tanzende Mädchen starrten, machten bereitwillig Platz für zwei auffallend
hübsche junge Frauen, die sich einen Weg durch das vollbesetzte Lokal
suchten. Die eine war zart, grazil, blond und trug ein violettfarbenes, tief
dekolletiertes Satinkleid, die andere war etwas größer, hatte rehbraunes
glänzendes Haar, eine eher üppige Figur und trug ein grünes Samtkleid,
welches ihr makelloses Dekolleté betonte. Die beiden Schönheiten lehnten
sich an den glänzenden Tresen, nahmen lachend die Drinks entgegen, die man
ihnen wie selbstverständlich reichte, nippten kurz und waren bald in ein
Gespräch mit Gästen – vor allem Verehrern – vertieft. Sie lachten kokett und
mädchenhaft, genossen die bewundernden Blicke.
Rafael
setzte sich Marleen gegenüber, folgte ihrem interessierten Blick und
lächelte. „Das sind zwei der Tänzerinnen des Clubs. Kleine Stars in der
Szene, die schon für manche Überraschung gesorgt haben.“
„Du bist
oft hier?“
„Könnte
man so sagen.“ Er schmunzelte, hob sein Glas und stieß augenzwinkernd mit
ihr an. Dann stellte er sein Glas ab, streckte eine Hand unter den kleinen
runden Tisch und raunte: „Gib mir deinen Fuß.“
Rafaels
Blicke hinterließen eine heiße Spur auf ihrem Körper, berührten sie wie
liebkosende Hände. Sie wanderten über ihr Gesicht, ihren Hals, weiter hinab
zu ihren Brüsten, die sich durch ihre Atmung anmutig hoben und senkten.
Sie hing
an seinen Lippen. Gehorsam hob sie ein Bein an und legte ihre Fessel in
seine wartende Hand, während sie hastig ihr Champagnerglas leerte. Der
Alkohol stieg ihr sofort zu Kopf, denn sie hatte den ganzen Tag über so gut
wie nichts zu sich genommen. Sein Daumen, der ihren Fuß liebkoste, machte
sie ebenso schwindelig wie der Blick in die unzähligen Spiegel ringsherum,
die die intime Atmosphäre des Clubs ins Unendliche zu vervielfältigen
schienen. Ihre Poren sogen sich voll, nahmen die sinnliche Schwere
vollkommen in sich auf, und sandten lustvolle Schauer durch ihren Körper.
„Und nun
knöpfe dein Kleid ein Stück auf. Ich will sehen, ob du brav warst und auf
Wäsche verzichtet hast.“ Bei diesen Worten streifte Rafael ihr den Schuh vom
Fuß, warf ihr einen intensiven Blick zu und begann ihre Zehen zu massieren.
Sie genoss seine zärtlichen Hände, seinen tiefen Blick und die plüschige
Enge dieser Nische – zusammen mit ihm. Sie war nicht mehr von dieser Welt.
Entrückt und erwartungsvoll bebend spürte sie, wie ihre Schamlippen
anschwollen. Allein die Erinnerung an das, was er in ihrem Büro mit ihr
gemacht hatte, ließ sie feucht werden. Marleen erwiderte seinen Blick und
griff langsam zum ersten Knopf ihres Kleides. Vier Knöpfe, dann fiel der
obere Teil des Kleides auf, von den hart aufgerichteten Brustspitzen auf
halbem Weg aufgehalten.
„Nimm sie
in die Hand und stell dir vor, es seien meine Hände, die dich berühren, über
deine Nippel streichen und sie sanft reiben. Roll sie ganz vorsichtig,
zwirbele sie ein wenig und dann lege deine Zeigefinger drauf und bleib so.“
Sie lehnte
sich zurück, ließ sich von seiner Stimme führen und gab sich ganz den
Bildern hin, die seine Worte in ihr auslösten. Es waren nicht mehr ihre
Hände, die ihre Brustwarzen liebkosten, drückten, rieben und sie hart wie
Diamanten abstehen ließen – fordernd und obszön.
Rafael
spielte mit ihren Zehen, riss ein Loch in den Fuß ihres Strumpfes und legte
seine Handfläche auf ihre Fußsohle. Dann führte er ihren Fuß zu seiner Mitte
und legte die entblößte Fußsohle zwischen seine Beine. Ihr Verlangen wuchs.
Mit glühenden Wangen, feuchten Lippen und fiebrig glänzenden Augen saß sie
da, die Zeigefinger auf ihren Nippeln liegend, rutschte auf der Plüschbank
hin und her, um der wachsenden Spannung zwischen ihren Schenkeln Herr zu
werden.
„Du bist
wunderschön und verführerisch wie du da sitzt, mit verklärtem Blick und
feuchten Lippen. Ich würde gerne fühlen, ob deine anderen Lippen ebenso
feucht sind.“
Sie
keuchte auf.
„Möchtest
du, dass ich nachsehe?“
Ihre Lider
flatterten, ihr Mund wurde trocken und ein leichter Schwindel erfasste sie,
doch sie nickte.
Er
lächelte, gab ihren Fuß frei und schob seinen Stuhl nah an den ihren heran.
Sein Blick brannte auf ihrer Haut, während seine Hand sich auf ihr Knie
legte und im Schutz des Tisches und des schummrigen Lichtes der Bar langsam
höher wanderte. Sie schloss für einen Moment die Augen. Unwillkürlich
öffnete sie ihre Schenkel und genoss die zarte Berührung, die seine Hand
hinterließ, während diese sich immer weiter zum Lustzentrum vorarbeitete.
„Möchtest
du meine Finger in dir spüren?“, flüsterte er. Sein Atem kitzelte ihr Ohr,
was den Rauschzustand, in dem sie sich befand, noch verstärkte.
„Ganz tief
in dir?“
Sie
stöhnte auf.
Seine
Finger hatten sich in ihren weichen Falten vergraben, und er begann sie
langsam und erfahren zu reizen.
Szene 2
Wieder
einmal wartete sie verzweifelt, aber vergeblich auf einen Anruf von Rafael.
Sie ließ das Display ihres Handys kaum aus den Augen. Sobald das rote
Lämpchen ihres Anrufbeantworters blinkte, raste sie hin. Schmerzende
Sehnsucht war ihr ständiger Begleiter.
Okay, sie
hätte die Bar, in der er als Stripper arbeitete, aufsuchen können … dort
hätte sie ihn sicherlich angetroffen. Doch diese Blöße wollte sie sich nicht
geben. Außerdem fehlte ihr der Mut, ohne ihn dort aufzukreuzen.
Marleen
litt Höllenqualen. Sie konnte nur noch einschlafen, wenn sie sich seine Hand
auf ihrem Körper vorstellte, seinen glühenden Blick, seine geflüsterten
Worte. Dieser schöne junge Mann, der so gar nicht in ihre Welt passte, hatte
ihr gehörig den Kopf verdreht. Sie erkannte sich nicht wieder, vergaß wer
sie war und wartete mit brennendem Verlangen auf das Zeichen eines Mannes,
der viel zu jung und flippig für sie war.
Sie war
besessen von seinem Atem auf ihrer Haut, von seinen Worten, seinen
Liebeskünsten und dem erotischen Einfallsreichtum. Sie wollte mehr davon,
wollte alle sexuellen Abgründe mit ihm erforschen, wünschte sich aber
gleichzeitig, sie besäße die Kraft, die Begegnung mit Rafael als kurze
Episode in eine Schublade zu stecken, diese dann fest zu verschließen und
nie wieder zu öffnen. Sie hatte Angst vor diesen neuen Gefühlen, die sie
überschwemmten und alles andere in ihr fortspülten.
Müde
verließ sie die Kanzlei. Es war schon spät, dennoch hatte sie es nicht
geschafft, alle Akten durchzugehen. Also hatte sie sich die restlichen
Ordner eingepackt, um sie zu Hause durchzugehen.
Und dann
sah sie ihn plötzlich. Ein paar Meter entfernt lehnte er an der Motorhaube
ihres Wagens – lässig und attraktiv.
Marleen
zuckte zusammen, blieb stehen und atmete tief durch. Schließlich schritt sie
langsam auf ihn zu.
„Hallo,
Prinzessin. Du kommst spät.“ Sein Lächeln war entwaffnend, seine Stimme eine
Offenbarung.
In ihr
kämpften tiefe Freude und aufsteigender Ärger um die Vorherrschaft. Wie
selbstverständlich er dort stand … auf sie wartete … frech … fordernd …
siegessicher. Ganz so, als wüsste er von ihren ruhelosen Tagen und Nächten,
von ihrer Sehnsucht und dem brennenden Verlangen.
Noch ein
paar Schritte, dann befand sie sich genau vor ihm.
Da stand
er, so dreist und selbstsicher wie bei ihrer ersten Begegnung. Ihre
Brustwarzen stellten sich, ihr Bauch flatterte, ihr Herz raste. Wildes
Verlangen pochte in ihrem Inneren, während sie ihm einen kühlen Blick
zuwarf.
„Warum zum
Teufel tust du das?“ Ihre Stimme bebte, war brüchig.
Die Hände
tief in die Hosentaschen vergraben, legte er den Kopf schief, grinste. „Ich
bin ebenfalls erfreut, dich zu sehen.“
„Warum?“,
wiederholte sie leise … tonlos.
„Warum,
was?“
„Du
tauchst nach Belieben bei mir auf, verführst mich und verschwindest dann
ohne ein Sterbenswörtchen. Wie es mir dabei geht, scheint dich nicht zu
interessieren.“ Sie holte Luft, fuhr dann fort: „Ich bin kein Spielzeug, das
man in die Ecke stellt, wenn man genug hat und nach Lust und Laune wieder
hervorholt.“
Sie wandte
sich ab. Blitzschnell ergriff er ihr Handgelenk, zog sie an sich. Sein
heißer Atem streifte ihr Ohr. „Natürlich interessiert es mich, wie es dir
geht.“ Sanft legten sich seine Lippen auf die ihren. Er begann an ihrer
Oberlippe zu saugen, nahm die Unterlippe dazu und schob seine Zunge
dazwischen. Ihre Knie wurden weich. Sie klammerte sich an ihn, als er sie
mühelos anhob und auf die Kühlerhaube setzte.
„Du bist
für mich mehr als ein Spielzeug“.
Sie
schloss die Augen, lehnte sich an seine Schulter, atmete seinen
unvergleichlichen Geruch ein. „Wieso spüre ich das nicht? Du kommst und
gehst, wie es dir beliebt und …“ Sie brach ab, musste schlucken, denn ihre
Stimme drohte nachzugeben.
Rafael
schwieg, blickte ins Leere. „Ich gebe zu, ich habe es so genommen, wie es
sich ergab. Bequem und ohne Risiko.“ Erneut schwieg er, atmete tief durch
und fuhr fort: „Ich muss mich erst daran gewöhnen, dass es nun jemanden gibt
… in meinem Leben. Jemand, der mir schon jetzt etwas bedeutet, der mir nahe
kommt. Beinahe schon zu nah. Es steckt eine gehörige Portion Selbstschutz
dahinter.“
„Keine
andere Frau? Eine jüngere?“ Kaum hatte sie diese Worte ausgesprochen, hätte
sie sie am liebsten zurückgenommen. Sie schämte sich.
Rafaels
Daumen liebkoste ihr Kinn. „ Nein, eine andere Frau ist es nicht. Ich weiß
nicht, wie ich es erklären soll.“
Minuten
voller Schweigen. Minuten, in denen Marleen das Schlimmste befürchtete. War
sie ihm zu viel? Hatte er genug von ihr? Oder war sie ihm plötzlich doch zu
alt?
Rafael, bitte sag was. Irgendwas. Bitte.
Sie hörte
ihn seufzen. Dann begann er zu reden. „Es ist nicht einfach für mich. Ich
wollte mich nie wieder auf einen Menschen einlassen, niemanden mehr so nah
an mich herankommen lassen. Doch dann begegnete ich dir und konnte mich
nicht wehren gegen diese unabwendbare Anziehungskraft. Erfreute mich daran,
empfand aber auch Angst. Ich nahm mir vor, die Euphoriebremse zu treten, um
nicht zu fallen … denn je höher man fliegt, umso tiefer fällt man. Und es
ist nun mal eine Tatsache, dass sich unsere Lebensweisen gravierend
voneinander unterscheiden. Ich bin ein Stripper, stehe spät auf und liebe
das Nachtleben in der City. Du bist eine erfolgreiche Anwältin, eine
Frühaufsteherin mit geregeltem Ablauf.“
Marleens
Herz klopfte zum Zerspringen. „Ist das ein Problem für dich?“
„Für mich
nicht.“ Er blickte sie nachdenklich an. „Aber vielleicht für dich!?“
Sie
schlang die Arme um seinen Hals, presste sich an ihn. „Niemals!“
„Bist du
sicher?“
„Mehr als
sicher.“
„Eine
Anwältin und ein Stripper … der Gedanke schreckt dich nicht ab?“
„Solange
ich weiß, dass ich die Einzige für dich bin, nicht.“
Rafael
zuckte kurz zusammen, dachte nach. Leichte Panik überfiel ihn. Diese Person
kam ihm nah – fast schon zu nah. Berührte ihn in seiner Seele, wurde mehr
für ihn als eine aufregende Geliebte – sondern eine Frau, deren Gegenwart
ihn berauschte. Schnappte die Falle nun zu? Sollte er weitergehen, oder es
dabei belassen?
Er blickte
ihr tief in die Augen, verzog keine Miene. Indem sie ihre Verletzlichkeit
offenbart hatte, hatte sie das Tor, das er eigentlich verschlossen halten
wollte, mit wehenden Fahnen aufgestoßen. Er entschied sich dafür, dass diese
Frau es wert war. Er wollte sich weiter vorwagen, sie von der Peripherie in
seine Mitte lassen. In sein Inneres, da, wo er verletzbar war, wo es keine
Grenze gab, die ihn davor schützte, verletzt zu werden. Er lächelte, nahm
sich vor, seinen Job als Callboy in der nächsten Zeit zu reduzieren,
eventuell für eine Weile stillzulegen. „Da gibt es keine neben dir.“
„Das
wollte ich hören.“ Sie lachte befreit auf, rutschte von der Motorhaube.
Rafael sagte nichts, schaute ihr mit einem
leichten, nachdenklichen Lächeln auf den Lippen tief in die Augen. Heiß und
kalt rann es ihr den Rücken herunter, ihr Mund wurde trocken, und ihr Herz
klopfte bis zum Hals. Wohlige Schauer durchliefen ihren Körper. Ihre Knie
wurden weich wie Pudding, doch bevor sie einknicken konnte, umfasste Rafael
ihre Schultern und zog sie langsam an sich. Wie im Rausch schloss sie die
Augen und gab sich ganz dem süßen Gefühl hin, welches sich schlagartig in
ihr breit machte.
Atemlos öffnete sie die Lippen, und während
sie sich noch sehnsüchtig wünschte, er möge sie endlich küssen, spürte sie,
wie sich seine Lippen auf die ihren pressten. Seine Zunge begann zunächst
die Konturen ihrer Lippen zu umfahren, verschaffte sich dann mit Nachdruck
einen Weg ins Innere und forderte ihre Zunge zum Duell.
Er umfasste ihren Nacken, bog ihren Kopf
zurück und grub seine Zähne spielerisch in ihren Hals. Langsam begann er die
Knöpfe ihrer Bluse zu öffnen, streifte sie ihr über die Schultern. In seinen
Augen blitzte es auf, als er seinen Blick über ihre Brüste gleiten ließ, die
nur noch von zarter Spitze bedeckt waren. Er griff unter ihren Rock und
zerriss mit einem
Ruck ihr Spitzenhöschen. „Das brauchst du jetzt nicht. Außerdem ist es nass
… klitschnass.“
Sie
warf den Kopf in den Nacken, keuchte.
Seine
Finger hinterließen eine glühende Spur auf ihren Hüften, ihren Schenkeln und
ihrem Gesäß.
Da stand
sie nun – nur ein paar Meter von der Kanzlei entfernt auf dem
Firmenparkplatz – mit hochgeschobenem Rock, halterlosen Strümpfen und ohne
Höschen. Normalerweise sollte sie diese Tatsache schockieren. Die Angst,
entdeckt zu werden, müsste riesengroß sein, doch sie war zu keinem klaren
Gedanken fähig. Sie spürte lediglich, dass sich jede einzelne Zelle ihres
Körpers nach Rafaels Berührungen sehnte, und sie es nicht erwarten konnte,
ihn zu spüren.
Erneut hob er sie auf die Motorhaube. Der
kühle Lack unter ihrem nackten Hinterteil ließ sie kurz zusammenzucken.
„Spreiz
die Beine.“
Sie
gehorchte.
„Noch ein
Stückchen weiter.“
Wortlos
tat sie, was er wünschte.
Er drückte sie nach hinten. „Stütz dich mit
den Ellbogen ab.
Marleen befolgte seine Anweisungen.
Er umfasste ihre Waden und hob ihre Beine
an, bis ihr Unterleib gen Himmel gestreckt war. Sie spürte, wie er ihre nach
oben ragenden Schenkel noch weiter auseinanderschob und eingehend ihr
entblößtes Geschlecht betrachtete. Eine Hand stützte ihre Beine ab, während
die andere auf Entdeckungsgreise ging. Sein Mittelfinger glitt in die
feuchte Spalte und stimulierte die Innenwände ihrer Vagina. Sie wurde
unruhig, wand ihr Becken mit dem Verlangen, sich an seinem Körper zu reiben.
„Rafael … bitte“, flehte sie. |