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Leseprobe:
Anna, eingehüllt in einen schwarzen Seidenumhang, wurde zu
ihm geführt. Ihre Augen waren mit einer breiten schwarzen Binde aus Samt
verbunden. Eingängige klassische Musik erfüllte den Raum, betörte ihre Sinne
auf subtile Weise.
Der Umhang glitt von ihren Schultern, fiel zu Boden und umgab
ihre Füße wie ein schwarzer See aus Seide.
Aaron musterte das lavendelfarbene Kleid aus Taft und Spitze,
das die Hälfte ihrer Oberschenkel freiließ, die Strapse und zarten Strümpfe,
die Stilettos aus pflaumenfarbenem Samt. Betrachtete ihre vollen Brüste, die
blank unter dem dünnen Stoff hervorblitzten und sich hektisch hoben und
senkten.
Annas Atem ging stoßweise. Es erregte sie, nicht zu wissen,
was sie erwartete.
Schaute er sie an? Gefiel ihm, was er sah? Lächelte er? Oder
waren seine Augenbrauen unwillig zusammengezogen? War er allein? All das
schoss ihr in unzusammenhängender Reihenfolge durch den Kopf. Sie spürte
seine Anwesenheit, seine Aura, roch sein Rasierwasser und spürte seinen Atem
auf ihrer Haut mal im Nacken, mal auf dem Dekolleté, mal auf ihren
Schultern.
Er umschritt sie wie ein Raubtier auf Beutezug.
Als sie ihre Hand in die Richtung streckte, in der sie ihn
vermutete, griff sie ins Leere. Dabei ersehnte sie, ihn mehr als nur mental
zu spüren.
Warum sagte er nichts? Sie wurde nervös, begann zu frösteln.
Sie holte Luft, setzte dazu an, die Stille zu durchbrechen.
Wollte ihn fragen, was er mit ihr vorhatte. Aber seine Hand verschloss ihren
Mund, als ahnte er, was sie zu fragen gedachte.
Ihre Zungenspitze fuhr nervös über ihre trockenen Lippen. Wieder spürte sie
seinen Atem. Diesmal an ihrem Hals. Seine Zunge folgte der Spur des
Atemhauches und zog eine Linie von ihrem Hals bis hin zu ihrem
Schlüsselbein. Heißer Atem, der die entstandene Feuchtigkeit anpustete. Ihre
Brustspitzen erhärteten sich. Sie hörte sein heiseres Lachen. Dann nahm sie
wahr, wie er ihre Brüste aus dem Ausschnitt hob und spürte seine Zunge auf
der linken Brustwarze … seine Lippen … seine Zähne. Ganz vorsichtig nahm er
die rosige Knospe zwischen seine Zähne, zog an ihr, ließ sie wieder los,
liebkoste sie mit seiner Zunge, saugte, neckte, küsste sie. Anna stöhnte
auf. Stromschlaggleich durchzuckte es ihren Körper, und voller Entzücken
nahm sie wahr, wie der rechten Brustwarze dasselbe widerfuhr. Fast schon
schmerzhaft zog sich die Spitze zusammen.
„Ich werde deine Warzen saugen und beißen, bis sie dunkelrot
geschwollen sind“, raunte er ihr zu. „Und dann, wenn und du dich unter mir
windest, auf der Suche nach mehr, werde ich von dir ablassen. Du wirst
winseln, vor Lust vergehen, und ich werde mir dreimal überlegen, ob ich
fortfahren werde.“
Anna keuchte auf. „Du willst mich betteln hören?"
Er antwortete nicht sofort. Dann flüsterte er ganz nah an
ihrem Ohr: „Ich will nicht – ich werde.“
Und er sollte recht behalten.
Anna wand sich unter dem Spiel seiner Zunge, Lippen und
Zähne. Das bittersüße Necken fand sein Echo im Pulsieren ihres Unterleibes.
Und wenn er von ihr abließ, flehte sie ihn an, fortzufahren. Ihre Knie
begannen zu zittern, ihre Hände, verschränkt hinter ihrem Kopf, hakten sich
ineinander. Ein kurzer, scharfer Schmerz, der sich mit süßer Lust zu wahrer
Gier vereinte, als seine Zähne sich zu sehr in ihre Nippel vergruben.
Lustvolle Qualen, denen sie entgegenfieberte, die sie willkommen hieß.
Jetzt, genau jetzt, sollte jemand die Zeit anhalten. Doch
Aaron ließ von ihr ab.
Annas Körper bebte. Sie fühlte sich atemlos, ersehnte mehr.
„Die Wahl deines Outfits stellt mich nicht vollkommen
zufrieden.“ Seine Stimme, ganz nah an ihrem Ohr versetzte sie in
Hochspannung. „Mach es wieder gut. Zeig mir, was du zu bieten hast.“
Hilflos stand sie in der Mitte des Raumes. Ihres visuellen
Sinnes beraubt, machte sie unsicher einen Schritt vorwärts. Die Vorstellung,
dass er sie sicherlich mit kritischen Blicken begutachtete, lähmte sie
ebenso sehr wie die Tatsache, dass sie nicht wusste, was er von ihr wollte.
Eine ganze Weile verging. Es geschah nichts – außer dem
tosenden Orkan in ihrem Innern, der sich zu einem Rauschen in ihren
Gehörgängen bündelte.
„Ein jämmerlicher Versuch, mich zu beeindrucken. War das
schon alles?“
„Ja … nein … ich meine …“
„Drück dich gefälligst klar aus. Also noch mal: War das schon
alles?“
„Nein.“ Trotz mischte sich in ihre Stimme. Sie straffte die
Schultern, reckte ihr Kinn vor. „Ich weiß nicht, was du von mir willst. Also
drück du dich gefälligst ebenfalls klar aus.“ Ihr Trotz war nun deutlich zu
hören.
Aaron unterdrückte ein Auflachen. Gut, dass sie mich jetzt
nicht sehen kann! Es amüsierte ihn gewaltig, wie diese kleine Person
trotz ihrer devoten Ader und ihrer eher unsicheren Position gegen ihn
aufbegehrte.
Er bemühte sich um einen strengen Tonfall. „Zunächst einmal
hast du dich um einen angemessenen Ton zu bemühen. Aufmüpfigkeit dulde ich
nicht. Wenn du dich nicht daran hältst, werde ich gehen. Meine Zeit ist zu
schade, um sie mit Stimmungen zu vergeuden, die mir nicht zusagen. Hast du
das verstanden?“
Annas Herz raste. Sie wollte nicht, dass er ging.
Andererseits missfiel ihr, wie er mit ihr umsprang. Sie war hin- und
hergerissen, öffnete den Mund, um etwas zu erwidern, doch es kam kein Ton
heraus. Innerhalb von Sekundenbruchteilen jagten ihr tausend Gedanken durch
den Kopf.
Das, was sie hier erlebte, war genauso, wie sie es sich seit
einiger Zeit erträumte, und dennoch begehrte etwas in ihr auf. Die konträren
Gefühle überwältigten sie. Sie musste sich zusammenreißen, um nicht laut
aufzuschreien, sich dabei gleichzeitig demütig zu ergeben … alles zu tun,
was er verlangte. Sie wollte ihm die Meinung sagen und ihn zum Teufel
wünschen. Doch konnte sie mit dem Ergebnis leben, dass er ging? Womöglich
endgültig genug von ihr hatte? Dass ihre Zeit hier beendet war?
Nein! Sie hatte sich schon viel zu weit vorgewagt, um jetzt
umzukehren. Der Großteil ihres Inneren strebte danach, diese dunklen Pfade
weiter zu beschreiten. Sie würde vergehen vor Sehnsucht, wenn alles vorbei
wäre.
Um klarer denken zu können, rief sie sich ins Gedächtnis,
dass sie das alles hier freiwillig tat. Sie konnte jederzeit gehen, Schluss
machen, beenden, was ihr nicht gut tat. Aber wollte sie gehen?
„Ich habe verstanden“, antwortete sie gehorsam, neigte den
Kopf, um ihre Worte zu bekräftigen.
„Gut. Dann präsentiere dich mir. Mach mich heiß.“
Annas Knie begannen zu zittern. So gern sie seinen Wünschen
folgen wollte, die Hemmschwelle, die sich riesig vor ihr auftat, blockierte
sie. Ihr Mund war trocken, ihre Lippen bebten. Ein kurzes Räuspern, dann
machte sie ein paar ungelenke Schritte vor, drehte sich einmal um die eigene
Achse.
„Nicht so steif. Ich möchte, dass du deinen Hintern
schaukelst, mich wie eine rollige Katze umschmeichelst.“
Anna hätte sich am liebsten die Augenbinde vom Gesicht
gerissen, ihm dabei vor die Füße gespuckt. Was dachte er eigentlich, wer er
war?
„Elender Macho“, zischte sie leise, widerstand dem Impuls,
wütend mit dem Fuß aufzustampfen.
Aaron lachte schallend auf. „Schimpf ruhig, kleine Lady.
Vergiss aber nie, dass ich genau weiß, was du brauchst. Also schlaf nicht
ein, sondern tu endlich, was ich von dir verlange.“
Stur blieb Anna stehen – regungslos – das Kinn trotzig
vorgereckt, die Lippen fest zusammengepresst.
„Erbärmlich. Wirklich erbärmlich. Du gibst dir nicht einmal
ansatzweise Mühe.“ Seine Stimme war emotionslos.
Anna änderte nichts an ihrer Haltung. Erst der harte Griff in
ihr Haar ließ sie zusammenzucken. „Dir liegt nicht genug an der Sache. Sonst
würdest du dir mehr Mühe geben. Vielleicht aber bist du auch einfach nur zu
verklemmt. Am besten, wir vergessen das alles.“ Er ließ von ihr ab,
entfernte sich ein paar Schritte.
Anna schluchzte auf. „Aaron … bitte …!
„Ja?“
„Bitte bleib!“
„Wozu?“
„Weil …“ Sie brach ab.
„Ja, Anna?“
Ihr Körper bebte. Er hatte recht. Er wusste genau, was sie
brauchte, was sie wollte. Nur dauerte es manchmal, bis sie ihre Kontrolle
abgeben, sich vollkommen in seine Hände geben konnte. Wie sollte sie ihm das
erklären? Nun, wo seine Geduld am Ende war, und er doch etwas ganz anderes
von ihr wollte als erklärende Worte.
Tränen stürzten aus ihren Augen.
„Es tut mir leid. Bitte, gib mir eine Chance.“
„Du willst mir wirklich gefallen, Anna?“
Schweigen … dann nickte sie.
„Dann streng dich an!“
„Und wenn ich gegen ein Hindernis renne? Schließlich sehe ich
nichts.“
„Du denkst zu viel. Tu einfach, was ich verlange und vertrau
mir.“
Sie atmete schwer, ihre Beine zitterten. Die letzten drei
Worte hatte er mit so viel Gefühl ausgesprochen, dass sie sich nicht
entziehen konnte. Der Wunsch, ihm zu gefallen, sich zu fügen, wuchs ins
Grenzenlose.
Ihr gelang es, jeden einzelnen Gedanken zu verbannen, und so
hob sie ihre Arme, legte sie lasziv hinter ihren Kopf und setzte grazile,
kleine Schritte voreinander, präsentierte sich ihm zum Takt der Musik mit
sanftem Hüftschwung. Die kühle Seide des Kleides umschmeichelte ihre
Gesäßbacken.
Sie schritt auf und ab, hielt den Kopf aufrecht, und waren
ihre Schritte zu Beginn noch etwas zögerlich, so wurden sie von Schritt zu
Schritt mutiger, forscher, entschlossener.
„Streck deinen Rücken gerade durch.“
Sie tat, was er verlangte. Ihren Rücken gestreckt, die Brüste
vorgeschoben, umfasste sie selbige, ließ ihren Daumen aufreizend über die
Brustwarzen tanzen.
Aarons Blicke hefteten sich auf ihre prallen, weichen Brüste
… die Nippel, die hart wie Diamanten abstanden. Gegen seinen Willen musste
er sich eingestehen, dass diese Person über sinnliche Reize verfügte, die
ihm viel zu sehr unter die Haut gingen.
Seine Kiefermuskeln mahlten.
„Hör auf! “ Seine Stimme ließ sie zusammenzucken. „Halt
lieber still. Der Anblick ist zu traurig. Glaubst du im Ernst, dass mich das
scharf macht?“
Anna schluchzte leise auf. Der Wunsch, es ihm recht zu machen
durchströmte sie wie der notwendige Atem, fachte ihre Lust an. Ihr würde es
verdammt noch mal gelingen, diesen Kerl zufriedenzustellen und seinen
Anforderungen zu genügen. Koste es, was es wolle.
Die Aussicht auf dieses Ziel törnte sie an. Erregung
pulsierte in ihrem Blut und vereinigte sich in ihrem Schoß. Heißer
Lustnektar benetzte ihre Schamlippen. Sie wollte, dass er stolz auf sie war,
wollte sie hören … die Worte, die süßen und verlockenden, sie spüren … die
Zärtlichkeiten, die sanften und groben, sie empfangen … die Grausamkeiten,
die schmerzenden und erregenden.
Aaron spürte, was in ihr vorging. Er trat auf sie zu, nahm
ihr die Augenbinde ab.
Benommen glitt ihr Blick zu ihm empor. Er trug ein
schwarzseidenes Hemd, die oberen Knöpfe waren geöffnet. Der schmiegsame
Stoff brachte seine wohlgeformte Brust vorteilhaft zur Geltung. Seine Beine
steckten in cremefarbenen Leinenhosen. Wieder spürte Anna die fast magische
Wirkung auf ihre Sinne und seine animalische Ausstrahlung.
Er verschwand aus ihrem Blickfeld und umrundete sie. Strich
über ihre Schultern, ließ seinen Atem in ihrem Nacken tanzen und biss
drängend in ihre Schulter. Anna stöhnte, ließ ihren Blick durch den Raum
schweifen. Er war mit roten Plüschsesseln und einer imposanten Musikanlage
ausgestattet. Das rosenholzfarbige Parkett glänzte.
Aaron trat vor sie. Ihre Nerven waren bis zum Zerreißen
gespannt, jede Faser ihres Körpers empfindlich. Schon die kleinste
Berührung, selbst ein Atemhauch, ließ sie erzittern.
Seine Hand glitt zwischen ihre Schenkel, seine Finger
berührten ihre geschwollenen Lippen.
„Du triefst vor Geilheit. Zieh das Kleid aus.“
Anna gehorchte. Nackt bis auf Strapse und Stilettos stand sie
mit verklärtem Blick, geröteten Wangen und leicht geöffneten Lippen vor ihm.
„Ich bin gespannt, ob du es jetzt schaffst, mich scharf zu
machen.“ Sein Blick unergründlich, den Mund zu einem kühlen Lächeln
verzogen, die Hände vor der Brust verschränkt stand er da. Anna hätte sich
am liebsten an ihn geschmiegt.
Diese Sehnsucht nach ihm machte sie fast wahnsinnig. Sie
wollte ihm nah sein, ihm gehorchen, seine Leidenschaft, Stärke und seinen
Stolz inhalieren – ersehnte es, zu seinen Füßen zu knien, jeden seiner
Befehle willig annehmend.
„Ich wünsche, dass du mir dein Gesäß präsentierst. Auf allen
vieren.“
Anna sank hinab, tat, was er verlangte. Die Luft schien
elektrisiert, als sie ihm die Kehrseite zuwandte, zunächst schüchtern,
angespannt, verkrampft. Das Warten darauf, ihn endlich in sich zu spüren,
wurde zu einer Geduldsprobe, die fast schon körperliche Schmerzen bereitete.
Jeder Augenblick war mit der Hoffnung gefüllt, seinen Schwanz tief in sich
aufnehmen zu dürfen. Sie würde sich anstrengen ihn zufriedenzustellen, um
die ersehnte Belohnung zu verdienen.
Ihre Arme bebten. Aber nicht nur ihre Arme, auch ihre Knie.
Das Zittern schien ihren ganzen Körper erfasst zu haben. Die Tatsache, dass
er nun freien Blick auf ihre Körperöffnungen hatte, erregte und beschämte
sie gleichermaßen. Mit verführerischen Bewegungen präsentierte sie ihm ihr
Hinterteil, setzte sich in Bewegung. Sie versuchte sich so sinnlich wie
möglich zu bewegen.
Seine prüfenden Blicke spürte sie wie Brenneisen, hoffte auf
Lob statt auf Missbilligung.
„Den Arsch nach oben. Und vergiss nicht den Rücken
durchzudrücken.“
Sie hob ihr Hinterteil an, bog ihren Rücken zum Hohlkreuz.
Fast kriechend setzte sie ihren Weg fort.
„Den Kopf tiefer, viel tiefer.“
Mit aufblitzenden Augen beobachtete er, wie sie sich alle
Mühe gab, seinen Befehlen zu gehorchen. Wie ihre Brüste zwischen ihren Armen
baumelten, ihre Brustspitzen den Boden berührten.
Er zog sich einen Sessel heran, ließ sich unmittelbar hinter
ihr nieder, betrachtete ihr rundes Gesäß.
„Spreiz die Beine. Weiter.“
Lasziv spreizte sie ihre Schenkel – in der Erwartung, dass er
sie nahm, sie endlich mit seinem Schwanz ausfüllte.
Elegant glitt seine Hand ihren Rücken hinauf und wieder
hinab, über ihr Gesäß, hinterließ eine glühende Spur auf den Rückseiten
ihrer Oberschenkel. Anna gierte nach seinen Berührungen, wünschte sich, er
möge keinen Zentimeter auslassen. Es brannte ein Feuer in ihr, in dem sie zu
verglühen glaubte. Sie wartete sehnsüchtig darauf, dass seine Finger tief in
sie eintauchten, zwischen ihren feuchten Schamlippen verschwanden, sich
vorwagten, bis hin zur ihrer kribbelnden Öffnung, die hungrig auf ihn
wartete.
Nach einer für sie unerträglich langen Wartezeit tastete
seine Hand sich endlich von hinten zwischen ihre Beine nach vorn. Berührte
hauchzart die rosige, feuchte Haut zwischen ihren Schamlippen, zog sich
wieder zurück.
„Und nun werde ich testen, ob du brav geübt hast.“
Erneut führte er seine Fingerspitze zwischen ihre feuchten
und heißen Schamlippen, ließ sie auf ihrer Klitoris ruhen. Anna zuckte
lustvoll zusammen. Sie biss sich auf die Unterlippe, hatte Mühe, sich auf
den zittrigen Armen zu halten.
Seine Berührungen stimulierten sie, brachten ihr Blut in
Wallung, versetzten jeden einzelnen Nerv in Hochspannung. Sein Zeigefinger
umkreiste ihre Klitoris, sandte wohlige Schauer in ihr Lustzentrum. Lockte,
spielte, liebkoste. Vergrub sich in der feuchten Spalte und brachte sie fast
um den Verstand.
Ihr Gesicht brannte, ihre Finger kribbelten, ihr Schoß
pulsierte.
„Wage es nicht zu kommen.“ Seine Stimme, ganz nah an ihrem
Ohr, war nur ein leises Flüstern. „Hast du mich verstanden?“
Der Griff in ihr Haar war kurz, aber so heftig, dass sie
leise aufschrie. Der kurze Schmerz intensivierte das stetig wachsende
Kribbeln in ihrem Innern. Verstärkte ihre Erregung, rief Gier nach mehr
hervor. Lustgewinn durch Schmerz. Annas Atem ging stoßweise. Die kitzelnde
Hitze seines Atems an ihrem Ohr kroch bis zu jeder einzelnen Zelle ihres
Körpers weiter, bis sie zu vergehen glaubte.
Zwei seiner Finger drangen tief in sie ein, während sein
Zeigefinger unermüdlich ihre Klitoris rieb. Es war eine delikate
Stimulierung, die Anna an den Rand des Wahnsinns schickte. In ihrem Schoß
vibrierte und pulsierte verheißende Vorfreude. Alles in ihr sehnte sich nach
sexueller Erfüllung. Jedoch war sie sich schmerzhaft bewusst, dass sie nicht
kommen durfte, auch nicht wollte, um ihm zu gefallen.
Sie spürte, wie er erst vorsichtig und behutsam, dann
fordernd und wild ihre Klitoris zwirbelte. In ihrem Körper begann es
unaufhaltsam zu pulsieren, ein leichtes Beben erfasste sie. Sie spürte, dass
sie bald in einen gewaltigen Orgasmus fallen würde. Die Verlockung war groß,
nahm zu. Sie keuchte, warf ihren Kopf in den Nacken und begann
unkontrolliert zu zittern. Dann schloss sie ergeben die Augen, gab einen
lustvollen Seufzer von sich und flüsterte: „Stopp. Bitte … ich komme
gleich.“
„Gut gemacht.“ Seine Stimme klang rau. „Ich lass dir ein paar
Minuten, dann geht es in die nächste Runde.
Schon lange hatte Anna aufgehört zu zählen, wie oft er sie an
den Rand des Höhepunktes gebracht hatte. In der letzten Stunde hatte er sie
auf diese Weise viele Emotionen durchleben lassen: Freude, Ärger, unbändige
Wut, Ungeduld, sogar Traurigkeit – dazwischen immer wieder diese unglaublich
große Lust.
Ihre Nerven waren zum Zerreißen gespannt, jede Faser ihres
Körpers empfindlich. Und wieder glitt seine Hand zwischen ihre Schenkel,
seine Finger berührten ihre geschwollenen Lippen, und tauchen abermals in
ihr heißes Nass ein. Sein Zeigefinger liebkoste ihre empfindliche Perle, so
dass ihr der Atem stockte.
„Du darfst nun kommen.“
Welche Erlösung! Gleich einer Köstlichkeit, der nicht zu
widerstehen war.
Ein kehliger Laut huschte über ihre Lippen, denn seine Finger
trieben sie schnell die Leiter des Höhepunktes hinauf. Sie spürte, wie ihre
Vagina sich zuckend um Aarons Finger zusammenzog, wie ihre Scheidenmuskeln
kontraktierten. Ihr wurden die Arme schwach, sie erzitterte, und dann war es
da, dieses süße Ziehen. Wie ein Orkan braute es sich zusammen, durchströmte
ihren Schoß. Anna konnte es nicht erwarten, rieb ihren Schoß an seiner Hand,
ließ ihr Becken kreisen, um den schwindelnden Höhen entgegenzustreben.
Doch auf der letzten Stufe der Lust entzog Aaron ihr fast
schmerzhaft seine Hand. Frustriert stieß sie den Atem aus. Wut blitzte in
ihren Augen auf, als sie sich enttäuscht umwandte und in sein amüsiert
lächelndes Gesicht schaute.
„Wenn du es nicht schaffst, in der von mir angesetzten Zeit
zu kommen, bist du selbst schuld. Steh auf.“ |